Janina Hettich-Walz belegte am Sonntag in Hochfilzen den 33. Rang. Foto: Hendrik Schmidt

Nach dem dritten Rang mit der deutschen Staffel wollte Janina Hettich-Walz in Hochfilzen im Verfolger eine Aufholjagd hinlegen. Doch die Lauterbacherin verfehlt zwei Scheiben.

Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) startete am Sonntag mit einer großen Hypothek in den abschließenden Verfolger von Hochfilzen (Österreich). Nach vier Fahrkarten am Schießstand hatte die Lauterbacherin am Freitag den Sprint nur auf Rang 53 beendet: 1:56,6 Minuten betrug der Rückstand auf Tagessiegerin Lou Jeanmonnot (Frankreich).

 

Direkt nach Hettich-Walz ging Julia Tannheimer (54., + 1:57,9) am Sonntag ins Rennen. Während Julia Tannheimer die DSV-Norm für die Olympischen Winterspiele in Antholz schon abgehakt hat, benötigte Janina Hettich-Walz noch eine zweite Top-15-Platzierung für ein Olympia-Ticket. Dieses war beim Start der Verfolgung rund 50 Sekunden – und eben 38 Plätze – entfernt.

Die Verfolgung

Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ehemalige des Furtwanger Skiinternats) begannen gut, trafen im ersten Liegendschießen alle Scheiben. Die Lauterbacherin verbesserte sich auf Rang 43, kurz dahinter folgte Tannheimer.

Nach dem zweiten Schießen übernahm die Schwedin Anna Magnusson vor Lou Jeanmonnot die Führung. Hettich-Walz nahm sich für den zehnten von 20 Schüssen viel Zeit. Dies lohnte sich. Ohne Fehler ging es für die Schwarzwälderin als 37. weiter. Tannheimer verfehlte gleich drei Scheiben. Damit fiel der Jungstar weit zurück.

Jeanmonnot konterte beim ersten Stehendanschlag, ging wieder in Führung. Hettich-Walz traf vier von fünf Scheiben: Rang 39. Lisa Vittozzi und die Gesamweltcupführende Magnusson machten nach dem letzten Schießen – beide fehlerfrei im Gegensatz zu Jeanmonnot – den Sieg unter sich aus. Janina Hettich-Walz leistete sich erneut eine Fahrkarte. Die 29-Jährige ging als 35. in die Schlussrunde.

Am Ende feierte Lisa Vittozzi den Sieg. Beste Deutsche war Anna Weidel auf Rang zehn. Janina Hettich-Walz (+ 2,18,1) kam mit zwei Fehlern auf Rang 33. Damit fehlt der Lauterbacherin weiter eine „halbe“ Olympianorm. Julia Tannheimer (0/3/1/0) landete auf dem 42. Platz.

So geht es weiter

Weiter geht es am Donnerstag im französischen Annecy mit einem weiteren Sprint. Für die Frauen stehen in Frankreich zudem der Verfolger (Samstag) und der erste Massenstart des Winters (Sonntag) auf dem Plan.

IBU-Cup

Roman Rees hatte im Vergleich zu Janina Hettich-Walz in der „zweiten Biathlon-Liga“ in der Verfolgung eine bessere Ausgangssituation. Der Schwarzwälder vom SV Schauinsland war am Samstag beim IBU-Cup in Ridnaun nach einem Fehler mit einem Rückstand von 50,3 Sekunden auf Damien Levet (Frankreich) auf dem zwölften Rang gelandet.

Für den Routinier ging es am Sonntag darum, sich mit einem starken Verfolger wieder für einen Weltcup-Einsatz zu empfehlen. Doch nach drei Strafrunden stand für Rees nur Rang 14. Bester Deutscher war Lucas Fratzschner (WSV Oberhof) auf dem fünften Platz. Der Sieg ging an Antonin Guigonnat (Frankreich).