Preisübergabe (von links): Patrick Schreib, Andreas Winter (Firma August Schwer) und Ingolf Haas (VdS) Foto: Braun

Auszeichnung für klassisches Modell. Schönwalder Manufaktur befindet sich auf Platz eins.

Baiersbronn - Neben Bollenhut und Kirschtorte ist sie das Symbol des Schwarzwalds: die Kuckucksuhr. Die Schönste der Schönen wurde nun in Baiersbronn gekürt.

Rund acht Monate stand Baiersbronn ganz im Zeichen der Kuckucksuhr, war die Schwarzwaldgemeinde doch Schauplatz für die Wahl der Kuckucksuhr 2015. Das Ergebnis wurde bei der Finissage im Wander-Informationszentrum verkündet: Die  Schönste von allen stammt aus der Manufaktur des traditionsreichen Familienunternehmens August Schwer aus Schönwald.  

Bereits  beim Betreten des Raums schufen die Rufe der Kuckucke und das beständige Ticken der Uhren eine ganz besondere Atmosphäre. Denn die Kuckucksuhr ist nicht nur ein  echter Hingucker, sondern steht auch für eine lange Schwarzwälder Tradition. Ingolf Haas, Vorsitzender vom »Verein die Schwarzwalduhr«, kurz VdS, freute sich zusammen mit Tourismusdirektor Patrick Schreib über eine gelungene Ausstellung. Seit Beginn der Kuckucksuhren-Schau im April konnten die Besucher des Wander-Informationszentrums per Wahlzettel für ihre Favoritin unter den 13 ausgestellten Uhren stimmen. Das ließen sich auch  einige ausländische Gäste nicht entgehen und stellten sich der Qual der Wahl.

Ausgestellt wurden klassische und moderne Stücke

Ausgestellt waren traditionelle Uhren  im Chalet-Stil, aber auch moderne Interpretationen des Klassikers. Die wurden von rund 800 Gästen und Besuchern bestaunt. »Hier sind Uhren ausgestellt,  die eine komplette Geschichte erzählen. Sie beinhalten Tradition und Brauchtum«, betonte  Tourismusdirektor Patrick Schreib. Die Werte der Schwarzwälder sollten gepflegt und  in die Zukunft getragen werden. Mit der Kuckucksuhren-Ausstellung  sei  dies  gelungen, so Schreib. »Die Kuckucksuhr des Jahres ist auch ein Marketing-Tool, denn sie wird nach ihrer Wahl gerne von den Sammlern gekauft.

Aber mit dieser Wahl wollen wir auch zeigen, dass wir gemeinsam etwas erreichen können«, führte  Haas aus. Die Entstaubung des Uhrenklassikers gewinne immer mehr an Boden, frische Interpretationen des Klassikers bereichern das Sortiment. Ganz  im Sinne der Kuckucksuhrenhersteller,  die mit ihren Stücken sowohl die moderne wie auch die traditionelle Seite zeigten. Gewonnen hatte am Ende dann aber doch ein vergleichsweise traditionelles Stück: ein Modell aus dem Hause August Schwer – eine der größten Uhren der Schau im Wert von rund 2500  Euro, die mit 149 Stimmen den ersten Platz abräumte.

Nach vier Jahren holt August Schwer wieder den Titel

Damit konnte sich die Schönwalder Uhrenmanufaktur nach vier Jahren wieder den Titel »Kuckucksuhr des Jahres« sichern. Das Sieger-Modell ist im typischen Schwarzwaldhausstil gehalten:  mit Walmdach, Tannen und einem Wasserrad.  Wer mit abgestimmt hatte, hatte die Chance, bei einer Verlosung eine Kuckucksuhr zu gewinnen. Der letztjährige Titelträger,  die Uhrenmanufaktur Anton Schneider und Söhne aus Schonach, hatte dafür ihr beliebtestes Modell zur Verfügung gestellt.  Das geht nach Berlin. »Uns wird etwas fehlen, wenn die Uhren nicht mehr da sind«, meinten die Mitarbeiterinnen des Wander-Informationszentrums. Sie hatten das beständige Tick-Tack  ins Herz geschlossen.