Pellegrino Matarazzo ist zufrieden nach dem Sieg in Berlin Foto: dpa/Andreas Gora

Der 6:0-Sieg des VfB Stuttgart beim BFC Dynamo im DFB-Pokal war schnell abgehakt – jetzt richtet sich der Fokus aufs erste Bundesligaspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Berlin/Stuttgart - Pellegrino Matarazzo klatschte mit seinen Kollegen aus dem Trainerstab ab, es folgten die Betreuer – ehe sich der Coach des VfB Stuttgart am Spielfeldrand an die Kurz-Analyse des Erstrundenspiels im DFB-Pokal beim Regionalligisten BFC Dynamo aus Berlin machte. Klar mit 6:0 gewonnen hatte seine personell arg dezimierte Elf, also gab es für den Trainer hinterher nichts zu meckern. „Wir haben ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu kommen, aber ich muss meinen Jungs ein Kompliment aussprechen“, sagte Matarazzo und ergänzte, dass seine Mannschaft das Spiel sehr professionell angegangen sei, nie nachgelassen und die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen habe.

 

Das alles konnte man so stehen lassen. Der VfB also meisterte die erste Pokalhürde souverän – und er tat das unter erschwerten Umständen. So standen Matarazzo zwölf Profis nicht zur Verfügung. Torjäger Sasa Kalajdzic, Tanguy Coulibaly und Nikolas Nartey etwa blieben nach positiven Coronatests zu Hause, andere sind verletzt – und obendrein meldete sich dann auch noch der Abwehrchef Waldemar Anton kurzfristig wegen einer starken Erkältung ab.

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Die VfB-Profis, die einsatzfähig waren, dominierten den BFC Dynamo klar. Vor 3800 Zuschauern im Berliner Sportforum Hohenschönhausen erzielten Hamadi Al Ghaddioui (26. Minute), der stark aufspielende Ersatzkapitän Borna Sosa (45.), Konstantinos Mavropanos (53.), Mateo Klimowicz (68.), Neuzugang Mohamed Sankoh (82.) und der eingewechselte Darko Churlinov (88.) die Treffer für die Stuttgarter.

Bredlow darf spielen

Im Tor hatte Trainer Matarazzo Fabian Bredlow den Vorzug vor Neuzugang Florian Müller gegeben, der nach seiner Olympia-Teilnahme in Tokio erst zu Wochenbeginn ins Mannschaftstraining eingestiegen war. „Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt, aber freuen uns heute über den klaren Sieg und fahren jetzt mit einem guten Gefühl heim“, sagte Bredlow, der schon in der vergangenen Saison der DFB-Pokalkeeper des VfB gewesen war.

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In der Bundesliga steigt für den VfB nun am kommenden Samstag das erste Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (15.30 Uhr) – und noch in Berlin richtete Trainer Matarazzo den Blick auf die Partie gegen den Aufsteiger aus Franken.

Zwei verschiedene Spiele

„Man hat gesehen, dass in unserem Angriffsspiel die Abläufe stimmen und wir auf einem guten Weg sind – jetzt haken wir dieses Spiel relativ schnell ab und legen den Fokus auf die Partie gegen Fürth.“ Denn, so Matarazzo weiter: „Berlin und Fürth sind zwei völlig verschiedene Gegner, daher werden es auch zwei völlig verschiedene Spiele sein.“