Laut der Betreiberin Axpo sei die Anlage zu jeder Zeit in sicherem Zustand gewesen. Grund war eine fehlerhafte Bedienung bei einer Überprüfung.
Im Block 2 des Atomkraftwerks (AKW) Beznau im Kanton Aargau ist es am Montagmittag zu einer Schnellabschaltung gekommen. Grund war eine fehlerhafte Bedienung bei einer Routineprüfung.
Die Anlage sei zu jeder Zeit in sicherem Zustand gewesen und habe laut den Vorgaben reagiert, teilte die Betreiberin Axpo mit. Die Aufsichtsbehörde Ensi (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) sowie die Behörden seien vorschriftsgemäß informiert worden. Nach Absprache mit dem Ensi werde die Anlage wieder hochgefahren.
Ältestes in Betrieb stehendes Atomkraftwerk
Während der Wiederaufnahme sei über dem Maschinenhaus der Anlage (im nicht-nuklearen Teil) mit weißem Wasserdampf zu rechnen. Für die Bevölkerung und die Umwelt bestehe dadurch keine Gefahr. Der Vorfall ereignete sich laut Mitteilung um 13.05 Uhr.
Der Reaktorblock Beznau 2 ist der neuere von zwei Blocks und ging im Jahr 1971 ans Netz – der ältere, Beznau 1, im Jahr 1969. Das AKW Beznau ist damit das älteste seiner Art, das noch am Netz ist. Das AKW Beznau produziert pro Jahr rund sechs Terawattstunden Strom, was einem Verbrauch von 1,3 Millionen Vierpersonenhaushalten entspricht. Die Axpo hat die Abschaltung der Reaktoren für 2032 (Beznau 2) und 2033 (Beznau 1) angekündigt. Den Grünen und Greenpeace dauert die Abschaltung des AKW Beznau zu lange.
Die beiden Anlagen stehen in Döttingen im Kanton Aargau. Daneben gibt es zwei weitere Atomkraftwerke, eines in Leibstadt (Aargau) und eines in Däniken (Solothurn). Ein fünftes Kernkraftwerk in Mühleberg wurde 2019 nach 47 Jahren abgeschaltet. Die Schweizer AKW gehören zu 82 Prozent der öffentlichen Hand.