Im Juli 2025 startet Peter Becker als Vorsitzender des Bezirks Schwarzwald. Ein erstes Ziel ist erreicht: Er hat alle 69 Vereine und Spielgemeinschaften besucht.
Peter Becker, der Ende Mai 58 Jahre alt wird, erzählt von den Erlebnissen und Erkenntnissen nach seiner Tour durch den Bezirk Schwarzwald. Der Hinterzartener gibt zudem einen Überblick über den Ist-Stand im Bezirk im Bereich der Männer und Frauen, Jugend, Senioren, Schiedsrichter sowie im Bezirksausschuss.
Hallo Peter, Sie hatten vergangenes Wochenende ihren 69. Besuch gemacht beim FC Hüfingen. Jetzt haben sie alle Vereine abgearbeitet, wie war es?
Abarbeiten würde ich auf keinen Fall sagen. Besucht, ausgetauscht, so trifft es das genau. Dabei habe ich viele tolle Begegnungen, Gespräche, Erlebnisse gehabt, mich ausgetauscht und nicht zuletzt viele Sportanlagen und Vereinsvorstände kennengelernt. Ich bin zwar schon Jahrzehnte Schiedsrichter, war jedoch noch nicht auf allen Sportanlagen im Bezirk gewesen.
Könnten Sie nach den Reisen jetzt einen Job als Touristenguide annehmen?
(lacht) Nein, so viel kann ich jetzt zum Schwarzwald nicht beitragen. Nur, dass es viele sehr schöne und gepflegte Sportplätze und Vereinsheime gibt. Da sieht man, wie sich die Clubs engagieren und sich kümmern. Ja, allerdings zum Aufwand: Es waren rund 6000 Kilometer, die ich von Hinterzarten aus zurücklegte. Pro Strecke zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Nach Tennenbronn oder Dauchingen dauerte es am längsten. Ich habe mich auf jedes Treffen gefreut und habe viel mitgenommen.
Was denn genau?
Die Vereine haben überall tolle, engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich mit Herz und Leidenschaft für den Fußball reinhängen. Und doch haben sie fast immer die gleichen Sorgen.
Welche Sorgen sind dies?
Es geht um Mitarbeitergewinnung. Trainer, Betreuer, Funktionäre, Jugendspieler, Schiedsrichter – all die Themen. Dies ist nicht einfach, wird immer schwieriger. Und sehr oft spielt das Thema Geld und Kosten eine Rolle.
Wo gibt es die beste Stadionwurst, was sind die schönsten Sportanlagen?
Ich habe nicht überall eine Wurst gegessen oder einen Kuchen. Was ich jedoch sagen kann: Alle Vereine geben sich die größte Mühe und ich war auf vielen tollen Sportplätzen. Unser Bezirk gibt da ein sehr gutes Bild ab.
Wie sieht es da mit dem Ist-Stand in den sechs größten Bereichen aus, Aktive Männer/Frauen, Jugend, Senioren, Schiedsrichter und im Bezirksausschuss selber?
Bei den Männern sind die Mannschaftszahlen wie überall rückläufig. Wir wollen allerdings in den B-Ligen in der kommenden Saison als Pilotprojekt auch in in den B1 und B2 9er anbieten. Der Antrag wurde beim Verband gestellt, das SBFV-Präsidium muss noch zustimmen. Die B3 wird definitiv so bleiben. Dennoch rechnen wir in der B1 und 2 mit je 12 Mannschaften. Ich würde es begrüßen, wenn Bratstvo Villingen und der SV Gündelwangen aus der C-Klasse wieder hinzukommen. Zudem ist ein neuer Verein geplant aus Villingen. Bei den Frauen sieht es ganz gut aus mit unserem Ligensystem auf Bezirksebene, da hängen sich die Vereine rein. Der Seniorenfußball entwickelt sich sehr positiv bei der Ü35, das Thema Walking-Football gehen wir nun an und bei den Schiedsrichtern braucht es weiterhin Nachwuchs. Die Zusammenarbeit im Ausschuss kann ich einfach beschreiben: Es passt wirklich sehr gut zusammen, ich werde unterstützt, wir arbeiten alle zuverlässig und vertrauensvoll zusammen. Wir müssen nur zukünftig für die Vereine noch sichtbarer werden.