Elmar Bürkle, Vorsitzender der Bezirkssynode, Schuldekan Hans Jörg Dieter, Verwaltungsstellenleiter Markus Rebhuhn, Dekan Werner Trick und die Prädikanten Hannes Hornberger, Rüdiger Wacker und Fritz Schenkel. Foto: Evangelischer Kirchenbezirk

Mit einem Läuten der Glocken zum Gedenken an die Betroffenen der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen begann die aus dem Frühjahr verschobene Kirchenbezirkssynode zum Thema Diakonie in der Stadtkirche.

Freudenstadt - Diakoniepfarrer Stefan Itzek hielt eine Andacht zum Bibelwort "Wenn ein Glied leidet, leiden alle mit", und sprach nach einer Stille ein Gebet für die Betroffenen, für die Helfer und alle, die derzeit einen Weg durch die schwere Zeit hindurch suchen. Zeitgleich läuteten auch die Glocken in der Tabor- und in der Friedenskirche.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Bezirkssynode, Elmar Bürkle, moderierten Tobias Ditlevsen, Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle, und Wolfgang Günther, stellvertretender Vorsitzender des Diakonischen Bezirksausschusses, ein Gespräch mit der Leiterin des Jugendamts im Landkreis Freudenstadt, Angelika Klingler, und dem Leiter des Sozialamts, Harald Dürrschnabel.

Beide betonten die gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis und den diakonischen Trägern. Sie äußerten den Wunsch, dass zum Wohl von Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderung, Flüchtlingen und älteren Menschen diese Kooperation erhalten bleibe. Die Arbeit sei gut durch die Coronazeit gekommen. Doch bei Kindern, Jugendlichen, Familien und Menschen ohne starke Ressourcen sei jetzt eine zusätzliche Belastung zu spüren. Das könne zu wachsenden Problemen führen, die gemeinsam aufgefangen werden müssten.

Dekan weist auf enge Vernetzung hin

Im Anschluss erklärte Diakoniepfarrer Stefan Itzek die vielfältige Arbeit der Landkreisdiakonie – einer Kooperation aller Einrichtungen im Landkreis, die Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg sind. Wie in einem Netz fange die Landkreisdiakonie Menschen in verschiedenen Lebenssituationen auf. Es würde viel fehlen, wenn die diakonischen Träger nicht vorhanden wären, so Itzek.

Anschließend beschrieb Tobias Ditlevsen die verschiedenen Arbeitsfelder der Diakonischen Bezirksstelle des evangelischen Kirchenbezirks. Die Diakonische Bezirksstelle ist eine Beratungsstelle, die nach dem Motto "Wir begleiten Lebenswege" arbeitet. Dies geschehe unter anderem in der Suchtberatung, der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, im diakonischen Grunddienst, der wesentlich Lebens- und Sozialberatung ist, in der ehrenamtlichen Schuldnerberatung, der Asyl- und Flüchtlingsarbeit und der mobilen Jugendarbeit. An Ständen, die vor der Stadtkirche aufgebaut waren, konnten sich die Synodalen mit Mitarbeitern über die Arbeit der Bezirksstelle informieren.

Nach einem Dank an die Mitarbeiter der Diakonischen Einrichtungen betonte Dekan Werner Trick die enge Vernetzung von Diakonie und Kirche. Er wies darauf hin, dass neben der Arbeit in der Beratung auch in den drei Diakoniestationen im Kirchenbezirk über 600 Menschen täglich in Kontakt mit Diakonie und Kirche kommen. Nach der Vorstellung der diakonischen Arbeit wurde Hannes Hornberger aus Glatten als einer von 18 Prädikanten im Kirchenbezirk durch Dekan Trick neu in sein Amt eingesetzt sowie Fritz Schenkel, Pfalzgrafenweiler, und Rüdiger Wacker, Aach, für weitere sechs Jahre als Prädikanten beauftragt. Anschließend informierten der Leiter der Verwaltungsstelle, Markus Rebhuhn, über die Finanzen und der Dekan über zahlreiche Wechsel auf Pfarrstellen und in andere Arbeitsbereichen.