Jede Menge ist geboten beim Bezirkspokal-Viertelfinale am späten Mittwochabend. Was Union-Trainer Mario Ketterer mit seinem Team im Training 24 Stunden zuvor anstellte.
BEZIRKSPOKAL HERREN Am Mittwochabend lief das Viertelfinale der Herren im Bezirkspokal – inklusive Überraschungen: Weitergekommen sind der FC Kappel, die SG Schwarzwald-Union, die SG Marbach-Rietheim und SG Riedöschingen/Hondingen. Diese vier Teams bestreiten das Halbfinale. Zwei Elfmeterschießen mussten in Hondingen und in Marbach die Entscheidung bringen. Abo-Finalist Tennenbronn ist raus, ebenso der mitfavorisierte FC Furtwangen. SG Riedöschingen/Hondingen – FC Furtwangen 6:4 nach Elfmeterschießen.
2:2 stand es nach der Verlängerung. Die SG sorgte für eine dicke Überraschung und warf den Favoriten aus dem Wettbewerb. In dieser Partie ging es ebenfalls 120 Minuten eng und spannend zu. Am Ende musste das Elfmeterschießen entscheiden, in dem die Gastgeber die ersten vier Versuche verwandelten und Keeper Fabian Pfeiffer zwei Bälle entscheidend parierte, so zum Matchwinner avancierte, nachdem Tandogan zunächst zum 4:2 getroffen hatte.
SG-Trainer Fabio Berrer freute sich über die Leistung seines Teams: „Wir waren 120 Minuten die bessere Elf, hatten es komplett im Griff und viele klare Torchancen. Jetzt wollen wir natürlich ins Finale“.
Tore: 0:1 Loris Castelli (2.), 1:1 Mohamed Tandogan (6.), 1:2 Samet Arslan (54.), 2:2 Angelo Pampana ’Cichi (66.). Schiedsrichter: Anatoli Skirtac (Göschweiler). Zuschauer: 100.
SG Schwarzwald-Union – DJK Donaueschingen 4:1 (0:0). Richtig hart hatte Union-Trainer Mario Ketterer sein Team am Dienstagabend nach der 0:4-Liga-Niederlage gegen die SG Tannheim/Wolterdingen im Training rangenommen. Die Mannschaft lief sich den Frust raus. „Im Pokal gegen einen starken Donaueschinger Gegner haben die Jungs dann – wie im Training am Dienstag – eine brutal gute Mentalität gezeigt“, freute sich Ketterer am Mittwochabend.
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ging bei den Unionern in der 55. Minute mit dem 1:0 durch Dominik Wölfle der Knoten auf. In der 70. Minute folgte das 2:0 durch Manuel Passarella. Die DJK kam per verwandelten Strafstoß durch Ömer Cil zwar zum 2:1, doch den Gastgebern gelangen noch zwei weitere Treffer zum 4:1-Endstand. Kurios am Ende: Patrick Eschle verwandelte als abschließenden Höhepunkt noch einen Eckball direkte zum 4:1.
Tore: 1:0 Wölfle (55.), 2:0 Pasarella (77.), 2:1 Cil (79./Elfmeter), 3:1 Dold (83.), 4:1 Eschle (86.). Schiedsrichter: Mevludin Milic (Göschweiler). Zuschauer: 250.
FC Kappel – SG Wolterdingen/Tannheim 3:0 (0:0). Was für eine dicke Sensation auf dem Rebberg: Der A-Ligist warf trotz erneut dünner Personaldecke den favorisierten Bezirksliga-Tabellenletzten aus dem Bewerb. „Wir haben eine starke Partie abgeliefert und gut verteidigt“, resümierte Trainer Fabian Dittmer. Nach spannenden ausgeglichenen 45 Minuten legte der FCK nach der Pause los wie die Feuerwehr.
Kitiratschky markierte in der 49. Minute nach einem Freistoß das schnelle 1:0. Die Gäste waren nun unter Zugzwang. FCK-Keeper André Cellier hielt seinen Kasten jedoch sauber. A-Jugendspieler Cimino legte in der 64. Minute das 2:0 nach, als er einen Steckpass annahm und Keeper Alexander Thomas umkurvte.
Kititratschky stellte nur sechs Minuten später mit dem Doppelschlag bei einem Konter auf 3:0. Die restlichen 20 Minuten schaukelte der Underdog die Führung nach Hause.
Tore: 1:0, 3:0 Kevin Kitiratschky (49., 70.), 2:0 Francesco Cimino (64.).Schiedsrichter: Valeri Baidin (Königsfeld). Zuschauer: 160.
SG Marbach/Rietheim – FV Tennenbronn 5:4 nach Elfmeterschießen. Nach 90 ausgeglichenen Minuten stand es im Bezirksligaduell torlos, weil keine der beiden Mannschaften ihre sich bietenden Chancen zum goldenen Treffer verwandeln konnte.
In der Verlängerung blieb es nach weiteren 30 Minuten weiter beim 0:0. So dass ein Elfmeterschießen entscheiden musste: Hier hatten die Hausherren die besseren Nerven und siegten mit 5:4. Torhüter Raul Matei hielt den zweiten Elfer von Manuel Hilser, die SG verwandelte mit dem entscheidenden von Flavio Ferragina alle fünf.
„Ein solches Ausscheiden ist natürlich immer bitter, weil die kämpferische Leistung hat bis zum Ende gestimmt“, so Tennenbronns Co-Trainer Stefan Schanz nach einem attraktiven und sehr spannenden Viertelfinal-Duell.
Schiedsrichter: Raul Soler Meric (VfB Villingen). Zuschauer: 80.