Der SV Alpirsbach-Rötenbach (gelb) war nach der Spielabsage der SG Herzogsweiler-Durrweiler kamplos ins Finale eingezogen. Zuletzt siegte der SV in der Liga gegen die SG Hopfau/Leinstetten (grün). Foto: Fritsch

Kreisliga A Aufstiegsaspirant SV Alpirsbach-Rötenbach fordert den Bezirksligisten aus Sulz heraus. Beide treffen im Finale des Bezirkspokals in Empfingen aufeinander.

SV Alpirsbach-Rötenbach – VfR Sulz (Donnerstag, 16 Uhr) - Beide Mannschaften stehen für Offensivfußball, und so sollten die Zuschauer auf dem Empfinger Sportgelände einige Tore geboten bekommen.

Chancen auf die Relegation

Der SV Alpirsbach-Rötenbach tanzt noch auf zwei Hochzeiten und war im Gegensatz zu den spielfreien Neckarstädter am Wochenende im Einsatz und bezwang zu Hause die SG Hopfau/Leinstetten. Holen die Alpirsbacher in den verbleibenden zwei Spielen vier Punkte, gehen sie in die Relegation nach oben.

Nicht verstecken

Die Offensive ist auf den ersten Blick das Prunkstück des A-Ligisten. Mit ihrem Youngster Ahmad Arab, Dominik Weber und Simon Gremmelspacher verfügen die Klosterstädter über eine Reihe von torgefährlichen Spielern mit unterschiedlichen Stärken. Die Alpirsbacher werden sich gegen die ebenfalls offensivstarken Sulzer, so SV-Trainer Frank Baumann, unter keinen Umständen verstecken. "Das ist gar nicht unser Spiel und wir waren in den letzten Wochen mit unserem Spielstil so erfolgreich, dass wir keinen Grund haben, etwas zu ändern."

Überraschung soll her

Das Mammutprogramm der Alpirsbacher hat schon kräftemäßig etwas seine Spuren hinterlassen. Für das Finale sollte dies aber kein Nachteil sein. "Wir wollen natürlich für eine Überraschung sorgen. Die Sulzer sind nicht nur aufgrund ihrer Bezirksligazugehörigkeit der Favorit."

Personell müssen die Alpirsbacher auf Niamal Arab verzichten, der sich nach einem bösen Foulspiel bei der Freudenstädter Zweiten das Sprunggelenk gebrochen hat und bereits operiert wurde.

Kampflos ins Finale

Die Alpirsbacher hatten das leichtere Programm, um ins Bezirkspokalfinale einzuziehen, als die Sulzer. Das Halbfinale gewann der A-Ligist kampflos, da die SG Herzogsweiler-Durrweiler nicht antrat und ihr Hauptaugenmerk auf den Klassenverbleib legte. Das ist ein Novum.

Respekt für den Gegner

Die Sulzer gehen mit dem notwendigen Respekt das Finalspiel gegen die unterklassigen Alpirsbacher an. Dem Sulzer Abteilungsleiter Michael Hess sind die zuletzt guten Ergebnisse des A-Ligisten nicht verborgen geblieben. "Die Alpirsbacher haben aktuell einen Lauf und es gibt keinen Grund, den A-Ligisten zu unterschätzen."

Schweres Programm

Die Sulzer hatten sicherlich das bedeutend schwerere Programm bis zum Finale. Im Halbfinale wurde der SV Gündringen mit 1:0 ausgeschaltet und die Runden zuvor mit der Spvgg Freudenstadt und dem TuS Ergenzingen die beiden führenden Mannschaften der Liga.

Riccardo Spataro, Spielertrainer der Sulzer, geht mit einem guten Gefühl ins Bezirkspokal-Endspiel. "Wir haben zuletzt gut gespielt und die Vorfreude ist bei allen riesengroß. Vor allem für unsere jungen Spieler eine einmalige Chance, einen großen Titel zu holen. Diese Chance wollen wir nutzen."

In der laufenden Runde belegen die Sulzer den sechsten Rang und spielen eine ordentliche Saison. Für die Spitzenplätze hat es nicht ganz gereicht. Darum soll jetzt unbedingt der Pott im Bezirkspokal nach Sulz wandern.

Sven Schwalber zurück

Spataro selbst war zwar insgesamt viermal Meister, hat aber nie den Bezirkspokal holen können. Personell können die Sulzer, so Spataro, aus dem Vollen schöpfen. Das heißt Sven Schwalber steht nach seinem Muskelfaserriss auch wieder zur Verfügung.

Fanbus fährt

An der mangelnden Fanunterstützung gen Empfingen sollte es nicht hapern. Ähnlich wie die Alpirsbacher wird ein Fanbus die Reise zum Bezirkspokal Endspielort nach Empfingen antreten.

Beide Mannschaften haben vor Jahrzehnten den Bezirkspokal geholt. Bei den Alpirsbachern ist der letzte Bezirkspokalerfolg datiert aus dem Jahr 1981. Die Sulzer haben zuletzt den Pokal 1954 und 1970 ins Neckartal bringen können.

Kleiner Rückblick: Das letzte Bezirkspokalfinale zwischen dem SV Baiersbronn und der SG Vöhringen vor zwei Jahren im Freudenstädter Hermann-Saam-Stadion war ein richtiger Krimi mit den besseren Ausgang für die Murgtäler. Nach 120 intensiv geführten Minuten, musste das Spiel durch das Elfmeterschießen entschieden werden. Hier hatten die Murgtäler die besseren Schützen in ihren Reihen und Ersatzkeeper Felix Gaiser wurde zum Pokalhelden.