Das Symbolbild zeigt einen Platzverweis in der Kreisliga A1. Foto: Holger Rohde

14 Platzverweise gab es an diesem Wochenende in den unteren Fußball-Ligen. Im A1-Derby zwischen der SG Mönchweiler/Peterzell und Alemannia V-H-U wurde offenbar ein Gästespieler mit Fäusten auf dem Platz traktiert. Doch die beiden Clubs wollen sich dazu (noch) nicht äußern und den Zwischenfall intern regeln.

Was für ein schwarzes Wochenende – hinsichtlich des Fair-Plays – im Fußball-Bezirk Schwarzwald! Der vergangene Spieltag war zum Frühlingsanfang 2025 emotions- und kartengeladen wie selten zuvor: In der Bezirksliga, Kreisliga A1/A2 sowie Kreisliga B1/B2/B3 war in den 35 Begegnungen der sechs Staffeln alles geboten, über das die Fußballfans noch Tage lang diskutieren. Die Gemüter kochten mancherorts ziemlich hoch. Immerhin gab es 139 Treffer zu bejubeln (3,97 pro Partie).

 

Elfmeterflut

Es gab 20 verwandelte Strafstöße, der FC Bräunlingen (3), SV Immendingen (2) behielten gleich mehrfach die Nerven. Zweimal ertönte der entscheidende Pfiff in der Nachspielzeit für zwei Gastteams zum Siegtreffer.

Kartenflut

14 Platzverweise, dabei drei Rote und elf Gelb-Rote Karten zückten die Schiedsrichter. Zudem gab es oben drauf rekordverdächtige 155 Gelbe Karten – macht im Schnitt in fast jedem zweiten bis dritten Spiel einen Platzverweis sowie fast fünf Gelbe Karten pro Partie.

Auseinandersetzung

Heftig ging es dabei offenbar in der A1 beim Lokalderby SG Mönchweiler/Peterzell und Alemannia V-H-U vor 150 Fans zu. Nach Informationen unserer Redaktion hatten die beiden Roten Karten (je eine pro Team) in der 82. Minute einen faden Beigeschmack und sorgten einige Minuten lang für eine Zwangspause.

Schiedsrichter Adnan Dracic (FC Gutmadingen) griff auf das STOPP-Prinzip zurück. Was bedeutet dies? Der Schiri unterbrach die Partie und beide Teams mussten sich einige Minuten in ihre Strafräume zurückziehen. Die Gemüter sollen sich in solchen hitzigen Situationen beruhigen, Aggressionen und Emotionen nicht weiter eskalieren. Ein eventueller Spielabbruch oder Gewalttaten sollen vermieden werden. Die Trainer können während der Unterbrechung auf ihre Spieler beruhigend einwirken. Die Dauer der Unterbrechung kann der Unparteiische bestimmen. Nach der Unterbrechung entscheidet der Schiedsrichter, ob er die Partie fortgesetzt wird.

Sportgericht

In Peterzell war dies der Fall – obwohl es zuvor auf dem Platz zu einer Handgreiflichkeit gekommen sein soll, bei der ein Mönchweiler Spieler einen Alemannen-Gegner mehrmals mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben soll. In der Folge soll es auch aggressive Diskussionen zwischen den Zuschauern auf der Tribüne des Peterzeller Sportplatzes gegeben haben.

Zu den Vorfällen wollen beide Vereine (Trainer und Funktionäre) offiziell nichts sagen und das Thema intern klären, damit es öffentlich nicht zu sehr hochkocht. Zumindest musste die Polizei am Sonntag auf dem Peterzeller Sportplatz nicht anrücken.

Jetzt beschäftigt sich das mehrköpfige Sportgericht des Bezirk Schwarzwald um Sportrichter Manfred Ellfeldt aus Dauchingen mit dem Zwischenfall in Peterzell, nachdem der Bericht des Schiedsrichters vorliegt und die Stellungnahmen aller Beteiligten vorliegen.

Gesundheitliche Probleme

In der Bezirksliga war das Spiel FC Bräunlingen gegen den VfB Villingen (4:5) ab der 55. Minute über eine halbe Stunde unterbrochen, weil ein FCB-Spieler Kreislaufprobleme bekam und der Krankenwagen anrücken musste. Das Spiele wurde dann noch fortgesetzt. Neun Gelbe Karten und kuriose vier Elfmeter (drei für die Gastgeber) sorgten buchstäblich für ein kleines „Pfeifkonzert“ in den Strafräumen.