Es war wieder viel los vor dem Bad Dürrheimer Tor. Hier steht der SG-Stürmer Gerd Müller (schwarzes Trikot) im Mittelpunkt des Geschehens. Foto: Holger Rohde

Bad Dürrheimer sind beim 1:7 erneut chancenlos. Es riecht schon nach Wettbewerbsverzerrung in der Liga.

Bezirksliga: SG Marbach/Rietheim – FC Bad Dürrheim 7:1 (5:0). Es bleibt dabei: Die Salinenstädter sind in dieser Runde der Punktelieferant und warten nach der 17. Niederlage weiter auf den ersten Zähler. So etwas ist auch Wettbewerbsverzerrung. Die Kurstädter sind in der Bezirksliga nicht mehr wettbewerbsfähig.

 

Eine Woche nach der 0:18-Klatsche gegen Möhringen war den Gästetrainern in erster Linie wichtig, dass Einstellung und Laufbereitschaft bei ihrem Bad Dürrheimer Teaam am Sonntag stimmten und man sich nicht früh dem Schicksal der spielerischen Unterlegenheit ergab, sondern versuchte sich 90 Minuten maximal dagegenzustemmen.

Die erste Halbzeit

Ohne die beiden Spielertrainer um Torjäger Marco Effinger und René Riegger startete der haushohe Favorit aus Marbach in das Lokalderby. Die Gastgeber taten sich in den ersten 15 Minuten schwer, weil sich Bad Dürrheim defensiv kompakt stellte und bei der SG Marbach das Spiel in dieser Anfangsphase auch nicht wirklich rundlief. Ein Kopfballtor von Tim Aschenbrenner in der Startphase wurde wegen Abseits zurückgepfiffen.

Das erlösende 1:0 der SG fiel in der 17. Minute durch Gerd Müller. Danach brauchte es allerdings wieder einer Viertelstunde, ehe die Hausherren bis zur Pause binnen 13 Minuten vier Tore nachlegten: Fabio Mauch (32.), 180 Sekunden später erneut Gerd Müller und wieder binnen 120 Sekunden Patrick Epple (43.) und Gerd Müller (45.) markierten den 5:0-Pausenstand.

Der zweite Durchgang

In der zweiten Halbzeit kämpften die Dürrheimer darum, nicht erneut einzubrechen und zweistellig vom Feld zu gehen. Marbach/Rietheim ließ einige Chancen liegen. In der 56. Minute gelang dem eingewechselten Vetim Krasniqi sogar der 1:5-Ehrentreffer.

Danach legten die beiden Ex-Bad Dürrheimer Pascal Richter (65.) sowie Tim Aschenbrenner (87.) noch zwei Treffer nach. Am Ende stand ein 7:1-Sieg der SG Marbach/Rietheim. Am kommenden Osterwochenende hat die Bezirksliga einen Doppelspieltag. Am Samstag empfängt der FC Bad Dürrheim den SV Hölzlebruck – die SG Marbach spielt in Löffingen.

Die Statistik

SG Marbach/Rietheim: Robin Adamczyk – Patrick Epple, Fabio Mauch, Pascal Richter, Marco Hirt, Moreno Coppa, Luis Richter, Tim Aschenbrenner, Gerd Müller, Matthias Gießler.FC Bad Dürrheim: André Cellier – Huseyin Taskiran, Aleksandar Davidovic, Altin Mamusha, Daniel Bruch, Luca Braig, Justin Brose, Artur Uferov, Rafael Kliche, Matthias Bator, Maik Kranzpiller.

Tore: 1:0, 3:0, 5:0 alle Gerd Müller (17., 35., 45.), 2:0 Fabio Mauch (32.), 4:0 Patrick Epple (43.), 5:1 Vetim Krasniqi (56.), 6:1 Pascal Richter (65.), 7:1 Tim Aschenbrenner (87.).

Schiedsrichterin: Melina Krämer (Donaueschingen).

Zuschauer: 100.

Die Stimmen

Gerd Müller, dreifacher Torschütze der SG Marbach/Rietheim: „Es war in den ersten 20 Minuten schwer, weil Bad Dürrheim mit Mann und Maus verteidigt hat. Der Elfmeter für uns war dann der Dosenöffner. Dann hatten wir es leichter und haben die Tore gemacht. Ich freue mich über meine drei Treffer. Am Ende haben wir einen souveränen Sieg auf unsere Seite gebracht.“Predrag Kicic, Trainer FC Bad Dürheim: „Unser Ziel war es, uns besser zu verkaufen als in der vergangenen Woche beim 0:18 gegen Möhringen. Die ersten 20 Minuten ist es uns gelungen. Nach den fünf Gegentoren wollten wir in der zweiten Halbzeit dagegenhalten und uns nicht aufgeben, was die Jungs gemacht haben. Mehr war für uns nicht drin.“