Florian Ehnis (Nummer 18) bleibt frei vor Frommerns Torhüter Daniel Mau cool und erzielt hier das 2:1. Am Ende setzte sich die SGM Deißlingen/Lauffen mit 3:2 durch, der gastgebende TSV hätte sich aber sicherlich einen Punkt verdient gehabt. Foto: Kara

Die Schützlinge von Lukas Foelsch haben das Spitzenteam der SGM Deißlingen/Lauffen am Rande einer Niederlage, verlieren am Ende aber selber. Der 37-Jährige hat Spaß mit seinem Team.

Mit dem 2:0-Erfolg im ersten Aufstiegsspiel zur Landesliga hatte der TSV Frommern im Juni die Aufstiegshoffnungen der SGM Deißlingen/Lauffen zu Nichte gemacht: Da die Schwarz-Gelben eine Woche später selbst der Spielvereinigung aus Freudenstadt unterlagen, gab es am Sonntag das Wiedersehen in der Bezirksliga.

 

In einer intensiven Partie nahm die SGM dank dem 3:2-Sieg die drei Punkte mit. Frommerns Spielertrainer Lukas Foelsch ärgerte sich nach Abpfiff zu Recht über das Ergebnis, schließlich hatte sein Team eine sehr ordentliche Vorstellung gezeigt. Gerade vor der Pause war man den Gästen fußballerisch überlegen, und zudem deutlich griffiger und aufmerksamer in den Zweikämpfen. Immer wieder wurde auch schnell nach vorne gespielt, so war unter anderem das 1:0 durch Foelsch ein toll vorgetragener Angriff.

Auch Geduld ist gefragt

„Deißlingen ist glaube ich froh über die Punkte, weil es nicht verdient war. Sie waren besser was die Chancenverwertung anbelangt, da wollen wir auch hinkommen. Fußball ist natürlich ein Ergebnissport.“ Dem 37-Jährigen, der in der kommenden Woche Geburtstag hat, ist aber klar, dass dieser Prozess bei seiner jungen Mannschaft Zeit erfordert: „Das dauert. Wir geben den Jungs das Vertrauen und haben ein gutes Grundgerüst.“

Foelsch, der im zentralen Mittelfeld agiert, zeigte in vielen Szenen seine fußballerische Klasse und sprühte vor Spielfreude. An seiner Seite agierten junge Talente wie Tim Staiger oder Paul Wagner, deren gute Anlagen auf jeden Fall zu sehen sind. „Es macht richtig Spaß mit den Jungs, wir kommen auch als Team immer besser zusammen. Unsere Struktur mit Ball ist gut. Ich fühle mich fit, alle Knochen und Muskeln machen noch mit, so lange will ich dann auch noch spielen“, so Foelsch.

Joker bringt den Sieg

Deißlingen/Lauffen bleibt durch den Sieg in Tuchfühlung zum TSV Straßberg, da man noch ein Spiel in der Hinterhand hat. Spielertrainer Felix Schaplewski analysierte: „Zum Glück haben wir noch das 3:2 gemacht, auch wenn ein 2:2 nicht unverdient gewesen wäre. Aber auch solche Spiele muss man gewinnen.“

Seine Mannschaft war zunächst oft einen Schritt zu spät, steigerte sich aber nach dem Seitenwechsel. Mit Matteo Stefania sorgte dann ein Joker für das Siegtor. Schaplewski lobt: „Er hat bisher jedes Spiel von Beginn an gemacht. Wir haben rotiert, daher ist er heute rausgerutscht. Schön, dass er das akzeptiert hat und dann noch das Tor erzielt.“

Tore satt gab es auch bei der Begegnung in Gruol. Kurios: Zum zweiten Mal in Folge siegt das Team von Jochen Gihr mit 4:3. Leidtragende dieses Ergebnisses waren die Gäste von Rot-Weiß Ebingen. Das Spataro-Team führte drei Mal, kassierte dann in der 90. Minute vom Elfmeterpunkt das entscheidende Gegentor. Für den Spielertrainer war es eine „50:50-Entscheidung“.

Sechs Mal ohne Gegentor

In ganz anderen Sphären unterwegs ist der TSV Straßberg. Das 2:0 in Dotternhausen war der sechste Sieg in Serie – wohlgemerkt alle ohne Gegentor. Coach Marc-Philipp Kleiner sah einen verdienten Sieg und meinte: „In der 1. Halbzeit müssen wir schon in Führung gehen, wir haben mehrere hochkarätige Chancen liegen lassen.“