2:2 trennten sich Jan Ferdinand (links) und Felix Schaplewski im Topduell zwischen Straßberg und Deißlingen/Lauffen. Foto: Kara

Der Ball ruht, es ist Winterpause. So auch in der Bezirksliga Schwarzwald/Zollern, wo sechs Mannschaften, die mehr als 30 Punkte gesammelt haben, noch träumen dürfen.

In der Wintertabelle ganz oben steht die SGM Deißlingen/Lauffen. Die Mannschaft um Spielertrainer Felix Schaplewski hat nur einmal verloren und beachtliche 46 Punkte geholt und genauso beachtliche 74 Tore geschossen.

 

Allerdings hat der Primus vier Spiele mehr bestritten als der zweitplatzierte TSV Straßberg (36 Punkte), der ebenfalls nur eine Niederlage zu Buche stehen hat. Es folgen der SV Dotternhausen (34 Punkte), die SGM Gruol/Erlaheim (33 Punkte), die Spvgg Trossingen (32 Punkte) und die SGM Hardt/Lauterbach (31 Punkte).

Das sagt Jochen Gihr

Jochen Gihr, Trainer der SGM Gruol/Erlaheim, der zum Saisonende sein Amt abgibt muss beim Gedanken an den Aufstieg schmunzeln: „Ich bin komplett zufrieden, wie es jetzt im Winter ist, ich sehe uns nicht im Aufstiegsrennen. Wir wollen wieder eine starke Rückrunde spielen, aber wir haben ganz andere Ziele. Wir wollen in der Liga bleiben, mit dem verschärften Abstieg wollen wir nichts zu tun haben. Alles was Bonus ist, nehmen wir gerne an.“ Wichtig ist für ihn, dass die Spieler gesund bleiben. So schmerzt ihn sehr, dass Kapitän Mehmet-Turan Adibelli sich im letzten Spiel gegen die SGM Schramberg/Sulgen einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Duo auf dem Durchmarsch?

Es steht zu vermuten, dass die SGM Deißlingen/Lauffen und der TSV Straßberg es unter sich ausmachen werden. Doch die Saison ist noch lang. Mathias Mauz, Spielertrainer des SV Dotternhausen sieht sein Team in Lauerstellung: „Eine Erkenntnis: Die Stimmung ist bei uns immer top, egal was passiert. Paradoxerweise war das häufig unser Problem. In der Hinrunde taten wir uns immer dann schwer, wenn zu wenig Energie auf den Platz kam. Trotzdem, mein Fazit ist durch und durch positiv. Alle ziehen mit, alle bringen sich ein. Wir wollen gemeinsam Fortschritte machen und tun das auch peu á peu.“

Das sagt Marc-Philipp Kleiner

Zehn Punkte hat der TSV Straßberg tabellarisch Rückstand auf den Tabellenführer SGM Deißlingen/Lauffen. Vier Partien weniger hat die Mannschaft von Trainer Marc-Philipp Kleiner bestritten. Im Duell in der Hinrunde trennten sich beide Teams 2:2 unentschieden, im Pokal hatte der TSV mit 1:0 die Nase vorne. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es bis Ende der Saison ein Zweikampf um den Titel werden wird. Die Begegnungen mit Deißlingen haben gezeigt, dass wir uns auf Augenhöhe bewegen. Unsere Punkteausbeute geht in Ordnung – insbesondere vor dem Hintergrund zahlreicher Verletzungen in der ersten Saisonhälfte. Wir hatten nie den kompletten Kader zur Verfügung.“

Und Kleiner sagt weiter: „Gerade deshalb verdient die Mannschaft großes Lob: Diese Situation so zu meistern, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Liga präsentiert sich wie erwartet stark, und unser Ziel, eine gute Rolle einzunehmen, haben wir erreicht. Jetzt heißt es durchatmen, Kräfte sammeln und im neuen Jahr mit Vorfreude in die Vorbereitung starten.“