Nach zehn Spielen ohne Pleite nimmt der gute Lauf des TSV Trillfingen ein krachendes Ende. Parallel verliert auch der SV Grün-Weiß Stetten – wenn auch weniger deutlich. Wir blicken nochmals auf den Spieltag in der Bezirksliga zurück.
Der Wintereinbruch sorgte am Wochenende für zahlreiche Spielabsagen in der Bezirksliga, so wurde in Staffel 1 gar nicht gespielt. In Staffel 2 gingen vier Partien über die Bühne, drei davon im nordwestlichen Zipfel des Zollernalbkreises.
So kam es unter anderem zu einer dicken Überraschung, nachdem der formstarke TSV Trillfingen mit 1:5 (0:3) zuhause gegen den FC Hardt unterging. Zwei Tore von Thomas Schondelmaier und ein weiterer Treffer durch Nino Eisensteck nahmen dem Spiel schon vor dem Pausenpfiff sämtliche Spannung. Silas Tantur verkürzte zwar auf 1:3, doch Felix Ganter und der abermalige Schondelmaier netzen noch zwei Mal für das Gästeteam.
„Schlechteste Leistung“
Für TSV-Spielertrainer Fabian Singer war es das bisher schlechteste Spiel in der laufenden Spielzeit: „Uns haben sechs Spieler gefehlt, das hat man natürlich gemerkt. Das darf aber keine Ausrede sein. Gegen Hardt haben wir die mit Abstand schlechteste Leistung abgerufen, seitdem ich hier bin. Wir haben es an allem vermissen lassen.“ Etwas Positives wollte Singer nicht anmerken.
Im Duell der Gegensätze traf der Tabellenzweite auf den Zweitletzten. Gegen den favorisierten SV Bubsheim verlor der SV Grün-Weiß Stetten zwar mit 1:3 (0:1), konnte dabei aber lange gut mithalten. Wenige Augenblicke vor dem Pausenpfiff erzielte Daniel Geisel den ersten Treffer, in der 69. Spielminute legte er nach. In der Nachspielzeit fiel dann noch je ein Tor auf beiden Seiten.
Spiegelbild der Saison
Grün-Weiß-Coach Joachim Koch sieht eine Parallele zwischen dem Spiel und der bisherigen Saison: „Meine Mannschaft hat wieder alles gegeben und auch alles versucht. Wir hatten auch einen klaren Plan, jedoch spiegelt sich der Spielverlauf der ganzen Saison wieder. Wir haben Chancen und bringen den Ball aber nicht im Tor unter und hinten kassieren wir zu viele einfache Gegentore.“
Besser lief es hingegen für die SGM Gruol/Erlaheim. Auf dem Erlaheimer Trainingsplatz erkämpfte man sich einen 2:0-Sieg gegen die SGM Schramberg/Sulgen. Coach Jochen Gihr schwärmte: „Mit dem letzten Aufgebot haben es die Jungs wirklich super gemacht.“ So tätigten die Hausherren nur eine Einwechslung. Nicht viel üppiger sah es bei den Gästen aus, die zwei Mal tauschen konnten. Bereits nach 28 Minuten verletzte sich Massimo Tosto. Noch bevor der Wechsel durchgeführt war, schlug Gruol/Erlaheim zu und nutzte die temporäre Überzahl durch den Kopfballtreffer von Kai Pyka.
Wurmlingen siegt
Weiterhin nicht rund läuft es für die FSV Schwenningen. „Wir haben seit Wochen in Training und Spiel nur einen kleinen Kader. Wenn du nur mit zwölf Mann nach Wurmlingen fahren kannst, wird es schwer“, zeigt Interimstrainer Drilon Fetahi die Problematik nach der 2:4-Pleite auf. Außerdem haderten die Grünhemden mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters.