Aufsteiger FC Brigachtal ist das Team der Stunde und klettert nach dem Coup in Tennenbronn vorerst auf den dritten Tabellenplatz. Trainer Daniel Wehrle lobt den Einsatz seiner Spieler.
Bezirksliga: Wer hätte dies gedacht? Nur wenige Experten tippten im Topspiel von Vizemeister FV Tennenbronn gegen den FC Brigachtal auf den Aufsteiger. Der sorgte mit dem 3:2 auf dem „Schächle“ aber für einen Coup.
Für die Tennenbronner lief es im Vergleich zu den 1990er-Jahren komplett anders. Damals hatte es im Landesliga-Duell gegen den FCB-Vorgängerclub FC Klengen einen 10:1-Rekordsieg gegeben. Eckehard Günter, Vater von SC Freiburg-Profi Christian Günter, erzielte sechs Tore.
Nun hießen die Helden des Tages Dennis Kleiser und Marc Albrecht. Das FCB-Torjägerduo erzielte alle drei Treffer. „Wir hatten sicherlich in der einen oder anderen Situation Glück. Ich finde jedoch, dass wir am Ende nicht unverdient gewonnen haben“, bilanzierte FCB-Spielertrainer Daniel Wehrle.
Stolz auf die Heimstärke
Was sagt der ehemalige Oberliga-Spieler des FC 08 Villingen zu den sieben Siegen und 21 Punkten aus zehn Partien? „Es ist natürlich schön, dass wir uns da oben in der Tabelle festsetzen konnten. Die letzten fünf Spiele haben wir alle gewonnen. Das kommt ja nicht von ungefähr.“
Woran es liegt, liefert er sofort nach: „Der Kader hat eine gewisse Breite und kann Ausfälle verkraften. Fabian Reser, Aaron Steiner, Leon Ratzer, Sascha Mager fehlten ja.“
Nach dem 0:8-Start in Gutmadingen und drei Auswärtsniederlagen hieß es, dass Brigachtal nur auf die Heimstärke setzen würde. Dem entgegnet Wehrle, „dass wir jetzt in Tennenbronn und schon beim 3:1 in Löffingen gezeigt haben, dass wir es auch auswärts können. Dass wir daheim alle Spiele gewinnen, darauf können wir stolz sein“, war die Heimstärke bereits die Grundlage für den Aufstieg im Juni.
Die Realität
Angesichts von Platz 3 und nur drei Zählern Rückstand auf den FC 07 Furtwangen, ist da sogar schon das Träumen von der Relegation erlaubt? „Unser Ziel war und ist der Klassenerhalt, wir wollen uns in der Bezirksliga etablieren. Wir sind auf einem guten Weg, müssen jedoch von Spiel zu Spiel weiter dranbleiben“, betont Wehrle.