Patrick Zolg (am Ball) wurde mit seinen beiden Treffern zum Matchwinner der SG Riedöschingen/Hondingen beim Aufsteiger VfB Villingen (rote Trikots). Foto: Holger Rohde

Bezirksliga-Aufsteiger verliert daheim gegen die SG Riedöschingen/Hondingen mit 1:2. Warum Schiedsrichter Sasa Matosevic zu spät anpfeift.

VfB Villingen - SG Riedöschingen/Hondingen 1:2 (0:0). Der Bezirksliga-Aufsteiger aus Villingen legte einen Saison-Fehlstart trotz einer 1:0-Führung hin. Außerdem verschoss der VfB einen Elfmeter. Bei den Gästen war Patrick Zolg mit zwei Treffern der „Spieler des Tages“.

 

Zunächst jedoch mussten sich beide Teams erst einmal in Geduld üben: Bei über 30 Grad standen sie pünktlich auf dem Spielfeld. Nur von Schiedsrichter Sasa Matosevic war weit und breit keine Spur. Der Unparteiische aus Schwenningen hatte offenbar die Verkehrsverhältnisse am Samstag aufgrund des Radrennens (Deutschland-Tour) in der Doppelstadt unterschätzt und stand im Stau - mit 23 Minuten Verspätung ging es los.

Die erste Halbzeit

Die Hausherren begannen ohne Kapitän und Abwehrchef Dominik Grottke sowie Spielertrainer Adem Sari (Sari wechselte sich erst in der zweiten Halbzeit ein). Die erste Halbzeit war auf beiden Seiten geprägt von wenigen Höhepunkten. Beide Teams konnten sich in den ersten 45 Minuten jeweils keine klaren Chancen herausspielen.

Der zweite Durchgang

Dies änderte sich nach der Halbzeit - mit mehr Möglichkeiten auf beiden Seiten und schönen Toren. Stefan Drzyzga war es, der in der 56. Minute einen Freistoß von Furkan Sari aus dem Halbfeld heraus in den Strafraum per Kopfball zum 1:0 für den VfB ins Netz wuchtete. Dies war ein Weckruf für die Gäste der SG Riedöschingen/Hondingen.

Mit Kampfgeist kamen sie offensiv druckvoll ins Geschehen zurück. Dominik Zeller traf zunächst das Lattenkreuz. Der VfB hätte das 2:0 nachlegen können - Adem Sari wurde ein mögliches Tor wegen Abseits zweifelhaft zurückgepfiffen. Die nächste Möglichkeit vergaben für Villingen bei einem 2 gegen 1-Angriff Oliwier Grabowski (der sich in der 85. Minute das Jochbein brach), und Ömer Bulut.

Auf der anderen Seite traf Patrick Zolg nach einer Flanke von der rechten Seite zum 1:1 (65.) für die SG Riedöschingen/Hondingen. In der 76. Minute vergab Villingen die Riesenchance zur erneuten Führung: Adem Sari scheiterte mit einem nicht platziert genug geschossenen Foulelfmeter an SG-Schlussmann Daniel Burger. Marc Müllek traf auf der Gegenseite 120 Sekunden später die Latte. Mehr Zielwasser hatte eindeutig Patrick Zolg getrunken. In der 83. Minute wurde er wieder mit einer Hereingabe von Außen bedient und nickte den Ball zum 2:1-Siegtreffer der Baaremer ein.

Der VfB musste in der Schlussphase mit zehn Mann zu Ende spielen, weil er nach einem verletzungsbedingten Ausfall keinen Auswechselspieler mehr zur Verfügung hatte. Die SG Riedöschingen/Hondingen brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Statistik

VfB Villingen: Böger - Drzyzga (60. Ade), Grabowski (88. Berthomier), F. Bak, F. Sari, Süzer, Redzepovovic, Restle, Fähling (46. Ad. Sari), D´Acunto (62. Karakuscu). SG Riedöschingen/Hondingen: Burger - N. Fluk, Schmid, Schorpp (62 Pampana-Chichi), J. Fluk (62. Ma. Schreyer), D. Zeller, Meilhammer, Mo. Scheyer (78. Deschle), Müllek (84. Vid), P. Zolg, T. Zolg (62. P. Zeller).

Tore: 1:0 Drzyzga (56.), 1:1, 1:2 beide P. Zolg (65., 83.).

Schiedsrichter: Sasa Matosevic (Schwenningen).

Zuschauer: 80.

Trainerstimme

Adem Sari (VfB): „Natürlich war es ein enttäuschendes Ergebnis für uns. Es hat leider nicht gereicht, die 1:0-Führung zu halten oder auszubauen. Wir hatten genug Möglichkeiten zum 2:0. Mein verschossener Elfmeter hat uns etwas aus der Bahn geworfen, weil wir zu diesem Zeitpunkt nicht wieder in Führung gehen konnten. Riedöschingen hatte zwei Alutreffer und hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Wir müssen schauen, dass wir schnellstens fit werden und dann entwickeln wir uns auch positiv weiter.“