Die Bezirksliga-Saison 2023/24 ist beendet und hat einmal mehr aufgezeigt, dass die Liga in der Breite mit vielen spannenden Spielen sowie extrem häufigen Positionswechseln im oberen Tabellendrittel viel kompakter geworden ist.
Der FC Pfaffenweiler war mit 76 Punkten und 101:22 Toren ein überlegener Titelträger. Am Ende waren es 17 Punkte Vorsprung auf Pokalsieger FV Möhringen (59/106:53).
Beide Teams lieferten sich in der Vorrunde noch einen packenden Zweikampf. Möhringen blieb in den ersten 14 Begegnungen ungeschlagen.
Der FCP startete ab Mitte Oktober eine über sieben Monate andauernde Siegesserie mit 19 Dreiern in Folge, hatte die längste Serie ungeschlagener Partien (20) und blieb auf eigenem Platz in allen 15 Partien (13 Siege) ungeschlagen. Mit 16 Siegen ohne Gegentreffer untermauerte der Meister seine defensive Stärke (nur 22 Gegentore).
Der Rekord
Mit einem Rekord-Novum: In den vergangenen (mindestens) 40 Jahren gab es keinen Meister, der in 30 Spielen nie mehr als zwei Gegentore kassierte. „Wir haben eine insgesamt konstante Saison gespielt, uns in vielen Bereichen verbessert, hatten ein variables Angriffsspiel und sind als Mannschaft in der Defensive sehr gut gestanden. Wir haben alles herausgeholt und sind verdient aufgestiegen“, verabschiedete sich Trainer Björn Schlageter mit dem Titel.
Die Relegation
Der FV Möhringen kann in den beiden Relegationsspielen gegen den Bodensee-Vizemeister TSV Aach-Linz (Samstag, 15. Juni, 15 Uhr, in Aach-Linz/Rückspiel: Samstag, 22. Juni, 15.30 Uhr, in Möhringen) im zweiten Anlauf nach 2023 den Aufstieg in die Landesliga erreichen.
Allerdings gilt es nicht zu verhehlen, dass die Kicker von der Donau nach ihren 34 Punkten (zehn Siege, vier Remis) nach der Winterpause eingebrochen sind und „nur“ 25 Zähler holten, während Pfaffenweiler die ersten 13 Partien im Jahr 2024 gewann.
Indes hat der FVM bereits zwei Neuzugänge mit Erfahrung geholt: Vom württembergischen Bezirksligisten SV Wurmlingen kommt Innenverteidiger Paolo De Meo (32). Aus der gleichen Liga wechselt vom VfL Mühlheim Allrounder Marcel Schilling (30) zum FVM.
Zwei Gesichter
Den größten Tabellensprung machte einmal mehr der FC 07 Furtwangen von Platz acht über den Winter (19 Punkte) auf den dritten Abschlussrang (53/19:34) – mit nur noch einer Niederlage in den letzten acht Partien. Trainer Christoph Raithel bekam zu seinem Abschied – er geht mit seinem zukünftigen Spieler-Co-Trainer Manuel Laermann und Torhüter Kevin Gieracz zur SG Mönchweiler/Peterzell, zudem pausiert Jens Fichter und Jochen Lobstedt wechselt das Bundesland zum VfB Zittau – einen 1:0-Sieg gegen den TuS Bonndorf geschenkt.
Kurios: Die meiste Zeit in der Saison standen der FV Tennenbronn (6./50/29:21) und Aufsteiger SG Dauchingen/Weilersbach (8./49/24:25) auf dem dritten Platz, beiden Teams fehlte jedoch die Konstanz.
Personalwechsel
Bei den beiden bisher feststehenden Absteigern gibt es bereits Abgänge: Artur Uferov (FC Bad Dürrheim) wechselt zum B-Ligisten Spvgg. 06 Trossingen U23, Korab Vokshi (SV Immendingen) zum Landesligisten Hegauer FV. Jeremy Ruiz (22, Mittelfeldspieler) kommt vom Landesligisten SC 04 Tuttlingen.