VfB-Spielertrainer Adem Sari freute sich besonders über das Zu-Null-Ergebnis seines Villinger Teams in Hondingen. Foto: Holger Rohde

Unterschiedlicher hätte es für den VfB Villingen und den FC Brigachtal nicht laufen können. Warum die Furtwanger sauer auf ihren Nachbarn Neukirch sind.

Bezirksliga: Am letzten Spieltag vor der Winterpause hat der VfB Villingen im Tabellenkeller einen eminent wichtigen 3:0-Sieg bei der SG Riedöschingen/Hondingen gefeiert, während der FC Brigachtal das Derby bei der SG Marbach/Rietheim deutlich mit 0:3 verloren hat. Dagegen sorgte das Tauwetter zwischen den Nachbarn FC Furtwangen und SG Eintracht Neukirch-Gütenbach für heftige Diskussionen.

 

Zu frühe Spielabsetzung?

Seit Jahren stellt sich bei einer unsicheren Winterwetterlage die gleiche Frage? Wann ist der ideale Zeitpunkt für die Absage? Bereits zwei Tage vor dem Spieltermin – oder doch kurzfristiger?

So war es am Wochenende vor dem Derby Eintracht Neukirch-Gütenbach gegen den FC 07 Furtwangen. Am Donnerstag lag noch 10 Zentimeter gefrorener Schnee auf dem Neukircher Kunstrasen (800 Meter hoch gelegen).

Die Partie wurde frühzeitig abgesagt, auch weil die Eintracht-Mannschaft in der vergangenen Woche nicht regulär trainieren konnte.

Doch dann folgte zum Wochenende hin ein starker Regenfall und Tauwetter. Der Neukircher Kunstrasen war am Sonntag schneefrei. Das Spiel hätte eigentlich doch angepfiffen werden können.

Am Sonntag um 13 Uhr postete dann der FC 07 Furtwangen prompt auf seinem Instagram-Profil Fotos vom grünen Kunstrasen seines Nachbarn und kritisierte die voreilige Spielabsetzung.

Vor einem Jahr – am 24. November 2024 – lag in Neukirch Schnee. Vor dem Derby gegen Schönenbach in der Kreisliga A wurde damals der Platz freigefräst und geschippt, weil die Gastgeber unbedingt spielen wollten – sehr zum Ärger der Schönenbacher.

Nun handelten die Eintrachtler mit der Absage diesmal vielleicht zu voreilig.

Drei wichtige Punkte für den VfB

Absolut zufrieden war Adem Sari, Spielertrainer des VfB Villingen, nach dem 3:0 im Verfolgerduell in Hondingen. „Die drei Punkte waren für uns wichtig. Damit sind wir an der SG Riedöschingen vorbeigezogen.“ Adem Sari freute sich auch über die Null, die bei seinem Team hinten stand. „Wir sind endlich ohne einen Gegentreffer geblieben.“

Diese Zahlen dazu sind bemerkenswert: Seit dem Aufstieg bestritt der VfB 45 Partien in der Bezirksliga, spielte aber noch nie 0:0. Außerdem feierten die Villinger erst ihren fünften Zu-Null-Sieg. In den 40 anderen Spielen kassierte der VfB insgesamt 130 Gegentore.

„Obwohl wir auch 103 Tore geschossen haben, ist es natürlich bitter, wie beim 5:5 in Dauchingen, wenn man auswärts fünf Tore erzielt und nicht gewinnt“, blickt Adem Sari auf das Zahlenwerk zurück.

„Köpfe und Körper leer“

Verbessern muss sich der Aufsteiger FC Brigachtal in der Offensive. Spielertrainer Daniel Wehrle zieht eine Zwischenbilanz: „Erst einmal sind wir mit Platz vier sehr zufrieden. Es war ein langes und anstrengendes Jahr für uns. In den vergangenen drei Spielen haben wir nicht mehr getroffen. Die Köpfe und Körper sind bei vielen Spielern leer. Deshalb hat Marbach verdient mit 3:0 gewonnen. Bei uns hat man gegen Ende der Hinserie gemerkt, dass wir mehrere Ausfälle nicht immer einfach ersetzen können. Für die Rückrunde laden wir die Akkus nun wieder frisch auf.“