Trainer Walter Faletta bangt mit der DJK Villingen um den Klassenerhalt. Foto: Rohde

Sorgenfalten machen sich bei der DJK Villingen breit: Der Tabellenvorletzte hat nur zwölf Punkte auf dem Konto, kassierte beim jüngsten 0:4 gegen den SV Aasen die zwölfte Saisonniederlage. Einst trennten beide Vereine vor 15 Jahren vier Spielklassen.

Kameraschwenk in die Gegenwart: Trainer Walter Faletta wollte vor der Runde einen Schritt in einstellige Bezirksliga-Gefilde unternehmen. Nun droht der nervenaufreibende und kräftezehrende Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag.

Das Hauptproblem

"Wir hatten gegen Aasen nach vorne keine Durchschlagskraft. In der Phase vor dem 0:3 ist uns zudem der Anschlusstreffer nicht gelungen", ärgerte sich Faletta, dass Torjäger Kevin Kärcher (14 Treffer) das mögliche 1:2 vergab. Dieser ist so etwas wie die "Lebensversicherung" der DJK Villingen, steuerte bislang den Löwenanteil der 22 erzielten Tore bei. Mit bereits 52 Gegentreffern ist aber das Hauptproblem offenkundig.

Der frühere Verbands- und Landesligist steht also erstmals seit 37 Jahren vor dem möglichen Abstieg in die Kreisliga A, in der Mitte der 1980igerJahre der Siegeszug mit zwei Landesliga- und sogar zwei Verbandsliga-Aufstiegen gelang. Seit dem Abstieg 2018 in die Bezirksliga landeten die Villinger immer auf den Rängen elf oder zwölf.

SV Aasen

Von ganz unten – aus der Kreisliga B – kommt aus dem gleichen Zeitraum 2018 der SV Aasen. Mit offensivem Fußball möchte Trainer Jackson Agbonkhese sein Team nun zum sicheren Klassenerhalt führen – seine Erfahrung aus der Nachwuchsarbeit bei Schalke 04 und dem DFB-Stützpunkt ist da kein Nachteil. Dieses Ziel scheint bei aktuell 25 Punkten und einem satten Vorsprung auf die Abstiegszone frühzeitig realisierbar zu sein. "Wir sind auf einem guten Weg und können mit der Leistung in Villingen sehr zufrieden sein." Das klare 4:0 bei der DJK war der siebte Saisonsieg. Bemerkenswert – zum sechsten Mal erzielte der SVA in einer Begegnung mindestens drei oder vier Treffer. Torjäger Dirk King (9) traf in Villingen ebenfalls. Es war zudem das erst dritte von 16 Spielen in der laufenden Spielzeit, in dem Torhüter Valentin Murwaski seinen Kasten sauber hielt.