Marc Albrecht schoss zwar zwei Tore bei der Aufholjagd des FC Brigachtal, verlor am Ende dennoch 3:4 und ist mit seinem Team nun viermal in Serie sieglos. Foto: Holger Rohde

Kein Team sammelt im neuen Jahr so viele Punkte wie die DJK Donaueschingen – auch der VfB Villingen und der SV Geisingen sind an Ostern chancenlos.

Bezirksliga: Binnen weniger als 48 Stunden rollte der Ball über Ostern in der Bezirksliga am Samstag und Montag in gleich 14 Partien in den 71 Tore vermeldet wurden. In den sieben Samstag-Partien fielen sage und schreibe 43 Treffer, am Montag kamen weitere 29 dazu.

 

Zwei Absagen

Das Samstag-Spiel von der Eintracht Neukirch-Gütenbach gegen die SG Marbach/Rietheim fiel dem noch nicht beseitigten und abgetauten Schnee auf dem Neukircher Sportplatz zum Opfer.

Das Spiel des FV Tennenbronn gegen die SG Riedöschingen/Hondingen vom Montag wurde auf Mittwoch, 19 Uhr, verlegt, weil die Gäste ansonsten innerhalb von nur sechs Tagen hätten drei Partien absolvieren müssen.

Einige Überraschungen

Und es gab jede Menge Überraschungen. Neben einer Furtwanger Niederlage, verloren ebenso der Tabellendritte SV Hinterzarten (1:6 in Löffingen, 0:1 gegen Gutmadingen) und der Vierte FC Brigachtal (3:4 in Hondingen, es gab drei Elfmeter und der FCB lag nach 58 Minuten bereits 0:3 im Rückstand). Hinterzarten ist nach der Winterpause sogar in allen sechs Begegnungen ohne Dreier und unterlag binnen neun Tagen viermal. Brigachtal verlor vier der letzten fünf Begegnungen, kassierte dabei 16 Gegentreffer. „Wenn bei uns immer wieder viele Leistungsträger ausfallen über einen längeren Zeitraum ausfallen, bekommen wir Problemen“, zeigt Spielertrainer Daniel Wehrle auf.

Beide wurden vom FV Tennenbronn überholt (3:1 gegen den TuS Bonndorf) und FC Löffingen, der sich mit drei Siegen (6:1, 3:1, 3:1) innerhalb von zehn Tagen von Rang sieben auf drei katapultierte. Bemerkenswert: Die zwölf Treffer erzielten neun verschiedene Schützen, Marco Kopp steuerte drei dazu.

Das Team der Stunde

Den Vogel schoss allerdings die DJK Donaueschingen im Kellerderby gegen den Tabellennachbarn VfB Villingen ab und zerlegte die Gäste mit 9:1. Am Montag folgte dann ein weiteres 4:0 gegen den SV Geisingen. Die Allmendshofener sind das beste Team 2026 und kletterten in der Rückrunde mit 16 Zählern in sechs Spielen vom vorletzten auf den achten Platz. Auch Spitzenreiter FC Gutmadingen (15) holte in diesem Jahr nicht mehr Zähler.

Enger Abstiegskampf

Beim krisengeschüttelten VfB gab es im zweiten Osterspiel bittere Mienen: Gegen Eintracht Neukirch-Gütenbach gab es eine Last-Minute-Niederlage mit 3:4. Matchwinner Marcel Klausmann traf doppelt und erzielte den Siegtreffer für die Elf von Trainer Luca Crudo in der Nachspielzeit (90.+1). Villingen hat nun acht Zähler Rückstand zum viertletzten Platz, dem möglichen rettenden Ufer, sollte es vier Absteiger geben. Zudem verlor der VfB nach der Winterpause alle fünf Spiele und kassierte 23 Gegentreffer.

Der Abstiegskampf ist so spannend wie noch nie: Ab Platz acht (Union: 25) bis zum 13. Rang (TuS Bonndorf: 23) muss die halbe Liga zittern. „Es wird für mich bis zum letzten Spieltag offen bleiben, deswegen denke ich man braucht 40 Punkte“, so Crudo. VfB-Trainer Adem Sari hofft nach der Niederlagenserie, „dass wir noch einmal zurückkommen. Wir kassieren zu viele Gegentore“, wie 114 Tore (46:68) mit Villinger Beteiligung nach zwei Dritteln der Runde belegen.