Die Salinenstädter spielen eine der schlechtesten Bezirksliga-Runden seit Beginn der Datenerfassung. Gerd Müller knipst für die SG Marbach/Rietheim. Der FC Pfaffenweiler bleibt Tabellenführer.
Der FCP gewann mit 2:0 beim abstiegsbedrohten SV TuS Immendingen.
FC Pfaffenweiler
Mit dem zehnten Sieg in Serie (32:4 Tore) erweiterte der Tabellenführer seine eigene Bestmarke mit Nachdruck.
Trainer Björn Schlageter hat – mit nur elf Gegentoren in 18 Spielen und zehn Partien ohne Gegentreffer – die Stellschrauben verändert, die ihn in der letzten Runde nervten: „Es war unser Ziel, weniger Tore zu kassieren und besser zu verteidigen. Da sind wir auf einem guten Weg.“
SG Marbach/Rietheim
7:1 und 1:5 lauteten die Ergebnisse für Marbachs dreifachen Torschützen Gerd Müller am Sonntag – einmal auf dem Fußballplatz und einmal als Zuschauer bei den Eishockey-Play-offs der Schwenninger Wild Wings gegen Straubing im Stadion. Beim Sieg gegen Bad Dürrheim hätte er vermutlich zuvor gerne auf das eine oder andere eigene Tor verzichtet, wenn die Wild Wings dafür gewonnen hätten.
Er selber war der „Ersatzgoalgetter“ für Torjäger Marco Effinger, der dem Favoriten ebenso fehlte wie Flario Ferragino, René Riegger, Patrick Bronner, Oliver Burkard oder Manuel Tränkle.
Es reichte dennoch zum erwarteten Kantersieg, „weil mit meinem Elfmeter der Knoten platzte. Bad Dürrheim hat nur verteidigt, was zu erwarten war“, so der Mann mit dem berühmtesten aller deutschen Torjäger-Namen.
FC Bad Dürrheim
Derweil sind die Bad Dürrheimer Spieler nicht zu beneiden. Seit dem 0:18 in Möhringen sind sie in aller Munde. Nach 17 Niederlagen, null Punkten und 9:88 Toren gibt es zwei Fragen: Holen die Kurstädter aus den verbleibenden 13 Partien überhaupt einen Zähler? Oder sogar acht?
Damit wären sie dann nicht das schlechteste Absteigerteam in den 46 Jahren seit der Datenerfassung 1978. In den vergangenen 20 Jahren gab es einige bemerkenswerte Absteiger-Statistiken: 2005 war der FC Mönchweiler das schlechteste Team mit sieben Punkten (33:96 Toren). Der FCM holte allerdings mit einem 2:2 am 7. Spieltag seinen ersten Zähler. Und Mönchweiler gewann am 28. Spieltag – kurioserweise gegen den FC Bad Dürrheim II (3:1) – eine Partie.
2022 verlor der SV Rietheim mit neun Punkten zweimal zweistellig gegen Dauchingen (0:13) und Königsfeld (0:11). An das 0:18 des FCBD gegen Möhringen kommt in den vergangenen zwei Jahrzehnten aber niemand heran. Eine weitere „Bestmarke“ haben die Dürrheimer ebenfalls inne: In der Saison 2013 stieg ihre Zweite mit 27 Punkten ab – mehr Zähler holte kein Schlusslicht seit 20 Jahren.
Die bisherige Negativmarke in der Region hält übrigens im Bezirk Schwarzwald Württemberg aus dem Kreis Rottweil der SC Wellendingen mit zwei Punkten, 28 Niederlagen, 11:112 Toren und einem 0:12 beim VfB Bösingen. Auch diese Marke könnten die Salinenstädter durchaus noch übertreffen.