Adem Sari (links) erlebte mit dem VfB Villingen ein spektakuläres Bezirksliga-Kellerduell und sorgte per Elfmeter für den 5:4-Siegtreffer. Foto: Holger Rohde

In einem kuriosen Kellerduell der Bezirksliga SBFV gewinnt der VfB Villingen mit 5:4 bei den Bräunlingern. Die offizelle Statistik sorgt für Verwirrung.

Das Bezirksliga-Kellerduell zwischen Schlusslicht FC Bräunlingen und dem VfB Villingen sorgte am Wochenende in mehrerlei Hinsicht für allerlei Kuriositäten und Schrecksekunden. Am Ende siegte der Gast aus Villingen mit 5:4. Für Verwirrung sorgte die offizielle Statistik.

 

127 Minuten Spielzeit, fünf Elfmeter, neun gelbe Karten und ein Platzverweis? Was war da los? Etwa Tumulte oder Streitereien? Mitnichten!

Adem Sari, Spielertrainer des VfB Villingen, klärte im Nachgang auf: „Da stimmen einige Daten in der offiziellen Statistik nicht. Es gab keine fünf Elfmeter, nur vier. Und die überlange Spielzeit ergibt sich aus einer 30-minütigen Unterbrechung in der 55. Minute. Diese war aufgrund von Kreislaufproblemen eines Bräunlinger Spielers erforderlich.“ Schiedsrichter Anatoli Skirtac (SV Göschweiler) kam wohl bei der Statistik aufgrund der Hektik etwas durcheinander.

Der Schiedsrichter

„Es sind allerdings neun Tore gefallen“, schmunzelte Adem Sari und war froh „dass wir im Kampf um den Klassenerhalt die wichtigen drei Punkte geholt haben.“

Sari fügte noch an: „Bei den Torschützen traf für uns Marc Restle nicht, sondern Fabian Pompa erzielte zwei Tore“, lobte Sari den Schiedsrichter trotzdem. „Er hat eine gute Leistung gezeigt. Alle Elfmeter und die Karten waren berechtigt, auch wenn es drei gegen uns gegeben hat. Es war eben eine intensiv umkämpfte Partie.“

Eine Verletzung

Warum gab es dann so eine lange Spielzeit? „Der FCB-Spieler hatte Probleme mit dem Kreislauf und seinem Blutzuckerspiegel. Der Krankenwagen musste kommen. Wir haben dann 30 Minuten Pause eingelegt. Zum Glück geht es dem Bräunlinger Spieler wieder besser und die Partie wurde fortgesetzt“, atmete Sarri tief durch. Der VfB-Spielertrainer sagt weiter: „Die Uhr wurde vermutlich nicht angehalten und dadurch entstand nach der Unterbrechung ab der 55. Minute die lange Spielzeit. Das waren natürlich keine 127 Minuten sondern normale 90 plus die Nachspielzeit. Unser Siegtor fiel in etwa in der 80. Minute durch meinen verwandelten Elfmeter zum 5:4.“

Durch den Sieg ist der VfB Villingen auf Rang 13, den ersten Nichtabstiegsplatz, gesprungen. Der FC Bräunlingen steht mit vier Punkten weiterhin am Tabellenende.