Der VfR Sulz (in Weiß) steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz der Bezirksliga Nordschwarzwald. Foto: Kraushaar

Gegen den VfL Nagold II ist der VfR Sulz am Sonntag in der Bezirksliga Nordschwarzwald klarer Favorit. Dennoch geht sein Blick in der Tabelle nach unten.

Nur eine Woche nach der 0:6-Klatsche gegen die SF Gechingen lieferte der VfR Sulz in der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald mit dem 5:1-Kantersieg gegen den SV Wittendorf die passende Antwort. „Diese beiden Ergebnisse zeigen wie ausgeglichen und unberechenbar die Bezirksliga in dieser Saison ist. Gegen Gechingen waren wir besonders schlecht, da hat nichts zusammengepasst. Gegen Wittendorf haben wir 90 Minuten lang toll gespielt, super gekämpft und der Einsatzwille war da“, analysiert der VfR-Pressewart Michael Hess die vergangenen beiden Auftritte seiner Elf, die zuletzt nur die Ränge neun und zwölf erreichte. „Das ganze Mannschaftsgefüge passt, alle Spieler verstehen sich auf und neben dem Platz und wenn wir weiterhin so gut spielen, dann haben wir gegen jeden Gegner eine Chance. Wir sind total happy mit der Punkteausbeute, aber nach den zwei schwierigen Lage denken wir erst einmal von Spiel zu Spiel und möchten so viel Zähler wie möglich sammeln. Wir schauen nicht nach oben, sondern in erster Linie nach unten“, meint Hess. „Der Langzeitausfall von Jonas Baur ist tragisch, aber ansonsten sieht es personell bei uns momentan ganz gut aus, da wir wenig Verletzte zu beklagen haben“, geht Hess auf die Personalsituation ein.

 

VfR Sulz hat großen Respekt

Am Sonntag wartet auf den VfR Sulz der VfL Nagold II. „Das 2:2 vom VfL Nagold II gegen die SF Gechingen war stark. In diesem Spiel am Sonntag kann alles passieren, das wird eine interessante und spannende Aufgabe für uns werden. Ich schätze den Gegner wesentlich stärker ein, als es deren Tabellensituation aussagt“, zeigt Hess großen Respekt vor der einzigen Reserve der Staffel.

Noch zu viel Lehrgeld

„Das 2:2 gegen Gechingen war hochverdient. Hätte das Spiel noch zehn Minuten länger gedauert, dann hätten wir vermutlich noch gewonnen“, blickt der Trainer des VfL Nagold II, Michael Steger, der die Tabelle als „Momentaufnahme“ ansieht, auf den letzten Auftritt seiner Elf zurück. „Wir gehen positiv gestimmt in das Spiel gegen Sulz, das für mich ganz schwer einzuschätzen ist. An einem guten Tag können sie jeden schlagen, erwischen sie aber einen schlechten, dann könnte für uns Zählbares drin sein“, meint Steger. „Die Einstellung und über weite Strecken auch die spielerische Leistung stimmen, aber wir zahlen noch zu viel Lehrgeld, denn wir lassen einfach zu viele Chancen liegen und bekommen zu viele einfache Gegentore, weil die Erfahrung fehlt und wir manchmal zu blauäugig agieren und plötzlich in der Defensive in Unterzahl sind“, benennt Steger die Gründe für den augenblicklichen Tabellenstand seiner Mannschaft. „Wir lassen uns nicht von unserem Weg abbringen, kleine Verbesserungsschritte sind auch schon da. Jetzt gilt es aber sich für den Aufwand zu belohnen“, so Steger, der langfristig auf Thilo Renz verzichten muss und Rekonvaleszent Marc Wohlbold momentan nur dosiert einsetzen kann.

Kellerkracher in Ottenbronn

Bereits am Samstag empfängt der Tabellenvorletzte Grün-Weiß Ottenbronn, der nach fünf Niederlagen hintereinander in der Vorwoche mit 1:0 bei der SG Dornstetten reüssierte, zum Kellerkracher den Zwölftplatzierten SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee.

Die restlichen Begegnungen gehen am Sonntag über die Bühne. Das Duell zwischen dem Viertplatzierten SV Wittendorf und dem Fünftplatzierten SG Felldorf/Bierlingen kann getrost als Verfolgerduell betitelt werden, hat aber aufgrund von jeweils nur einem Zähler Rückstand auf das Führungstrio SF Gechingen, 1. FC Altburg, und VfR Sulz auch Spitzenspielcharakter. Die Sportfreunde gehen als Favorit in das Duell gegen die SG Dornstetten und auch der 1.FC Altburg hat mit den TSF Dornhan einen vermeintlich machbaren Gegner vor der Brust.

Erstmals gegen SV Eutingen

Eine lösbare Aufgabe wartet auch auf den SV Baiersbronn, der es mit dem Schlusslicht TSV Möttlingen zu tun bekommt. Nach drei Niederlagen hintereinander hofft der ehemalige Spitzenreiter und mittlerweile auf den siebten Tabellenrang mit gerade einmal zwei Punkten Rückstand auf das Führungstrio abgerutschte SV Gültlingen beim Gastspiel in Althengstett auf die Trendwende. Aufsteiger SG Oberreichenbach/Würzbach wird es bei dessen ersten Aufeinandertreffen mit dem SV Eutingen sicherlich nicht einfach haben.