Eigentlich wollte Danilo Cristilli nicht mehr spielen, doch zuletzt stand er bei Dornhan in der Startelf und musste noch vor der Halbzeit raus. Foto: Andreas Wagner

Nach vier Spieltagen gibt es nur ein Team, das in der Bezirksliga ungeschlagen ist. Der SV Wittendorf steht damit an der Spitze, der zweite Absteiger dagegen ist noch ohne Sieg.

Aufsteiger Ahldorf-Mühlen-Dettensee hat den ersten Sieg gefeiert und das gegen die TSF Dornhan, die nach ihrem Abstieg noch nicht Fuß fassen konnten. Personell geschwächt musste sogar der Trainer ran, der sich prompt verletzte.

 

Während Landesliga-Absteiger Wittendorf gut in die Liga gestartet ist, kann man das von den TSF Dornhan nicht behaupten. Der Absteiger erlebte einen massiven Umbruch und wartet immer noch auf den ersten Sieg. Zuletzt war Dornhan beim Aufsteiger SG Ahldorf-Mühlen-Dettensee personell stark geschwächt aufgelaufen. Unter anderem fehlte auch Sturm-Routinier Julian Haas. In der Startelf selbst fand sich Trainer Danilo Cristilli, der nach seinen Knieverletzungen eigentlich nicht mehr spielen wollte. „Er war Dornhans bester Spieler, bis er verletzt runter musste“, so SG-Trainer Sven Hayer. Cristilli hatte sich den Finger gebrochen und wird mit diesem Verletzungspech wahrscheinlich zukünftig weiterhin versuchen, den Rasen zu meiden.

„Ihr Torwart Maximilian Haas hat sie lange im Spiel gehalten“, sagte Hayer lobend. Er war froh, dass seinem Team nach etlichen Möglichkeiten in Durchgang zwei der erlösende Treffer gelang. „Man weiß ja, wie Fußball so ist. Da hätte auch mal eine durchrutschen können und dann liegst du hinten.“ Das Gegentor fiel aber erst in der 89. Minute und die SG hatte davor schon für klare Verhältnisse gesorgt und damit den ersten „Dreier“ geholt.

Chance zum Lucky Punch

Keinen Sieger, dafür ein bisschen Slapstick gab es beim Spiel der SF Gechingen gegen die SG Felldorf-Bierlingen zu sehen. Nachdem es die Gechinger lange versäumt hatten, das dritte Tor zu machen, beziehungsweise den Sack zuzumachen, war es ein Freistoß der SG, der den Ausgleich und damit die Punkteteilung brachte. „Der Felldorfer hat beim Freistoß in den Boden geschlagen, der Ball springt durch, der Stürmer reagiert schnell und macht das 2:2“, so Gechingens Abteilungsleiter Stefan Funk über den Standard und das Tor von Thomas Baur (67.). Danach hatten beide Teams die Chance zum Lucky Punch. Zuerst war ein Gästespiele bereits am Torwart vorbei, brachte den Ball aber trotzdem nicht im Tor unter. Und die Gechinger selbst setzten einen Kopfball haarscharf am Tor vorbei. „Der hätte rein müssen“, so Funk über die finale Chance.

Dagegen wunderte sich Daniel Sajko, Trainer des SV Althengstett, eher über die wenigen Tormöglichkeiten im Derby gegen den FV Grün-Weiß Ottenbronn. „Das Tor zum 1:0 war nicht zu erwarten“, grübelte Sajko über den Spielverlauf und die Niederlage. „Außerdem hätte man das verteidigen können, aber wir waren zu weit weg.“ Dass sein Team in Ottenbronn in der ersten Hälfte bestimmend war und rund 70 Prozent Ballbesitz hatte, brachte am Ende aber nichts. Denn die zweite Halbzeit verloren die Gäste den Faden und nach dem 1:0 kam sein Team erst recht nicht mehr richtig ins Spiel.

Elfmeter nach Schiriball

Auch der Tabellenführer SV Wittendorf hatte beim Aufsteiger SG Oberreichenbach/​Würzbach Probleme ins Spiel zu finden. „Wir haben uns brutal schwer getan, waren nicht ballsicher, haben den Gegner nicht laufen lassen, wie wir es zuletzt immer geschafft haben“, so Wittendorfs Co-Trainer Sebastian Ruoff. Dagegen machte es Oberreichenbach/Würzbach stark, spielte die Konter gut aus und hatte Glück beim 2:0, als der Schiedsrichter nach einem Schiriball – ein Oberreichenbacher Spieler rannte nach der Freigabe des Balls gegen Spielertrainer Marco Sumser in ging zu Boden – auf Elfmeter entschied. „Ich frage mich immer noch, was er da gepfiffen hat.“ Zum Ausgleich kam Wittendorf dann verdient, gab es Spiel aber wieder ab. Keeper Marco Geigle hielt den SVW aber im Spiel, der noch zum glücklichen Siegtor kam.