Mit einem Sieg beim Schlusslicht SV Gündringen kann sich Spitzenreiter Spvgg Freudenstadt in der Bezirksliga Nordschwarzwald weiter absetzen. Der TuS Ergenzingen empfängt die SF Gechingen.
Während sich die Verfolger TuS Ergenzingen und die SF Gechingen die Punkte im direkten Duell streitig machen, hat Klassenprimus Spvgg Freudenstadt beim Schlusslicht SV Gündringen die Chance, sich in der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald weiter abzusetzen. Auch Grün-Weiß Ottenbronn möchte noch weiter nach oben. Das Gastspiel beim VfR Sulz hat jedoch so seine Tücken.
Da siegt der VfL Nagold II mit 2:0 gegen SV Mitteltal/Obertal und was macht der Nagolder Co-Trainer Steffen Mast? Der mosert in bester Steger-Manier: „Mit der Leistung werden wir gegen Baiersbronn nicht weit kommen.“ Am Sonntag ist der Cheftrainer Michael Steger allerdings von seiner Geschäftsreise zurück und wieder in der Verantwortung. Allen Unkenrufen zum Trotz, Gegner SV Baiersbronn hält den Ball flach, denn Sprecher Hans-Dieter Leins erwartet „einen schwierigen Gegner. Es geht darum, in der Spur zu bleiben das nach hinten nichts anbrennt.“
Wiedergutmachung
„Wir haben etwas gut zumachen, nachdem es in der Hinrunde ein 0:6 gegen den TuS Ergenzingen sowie ein 0:5 gegen den VfR Sulz gab“, stachelt Spielertrainer Julian Immisch seinen FV Grün-Weiß Ottenbronn vor dem Gang zum VfR Sulz an. Mit dem 1:0-Sieg über den TuS Ergenzingen ist Teil I der Wiedergutmachung bereits gelungen. Teil zwei würden die Sulzer dagegen gerne verhindern.
Kein Spaziergang
Nach der Niederlage gegen den SV Alpirsbach/Rötenbach (1:2) weht der Wind dem SV Marschalkenzimmern noch etwas rauer ins Gesicht. „Auf die Leistung aufbauen und alles versuchen, um den Dreier einzufahren“, geht es für Trainer Frank Baumann weiter. „Ein Blick auf die Tabelle könnte uns verleiten das wird ein Pflichtsieg“, warnt SG-Felldorf/Bierlingen-Trainer Ümit Dagistan trotz einer Serie von sieben Spielen ohne Niederlage. Dagistan weiter: „Das wird alles andere als ein Spaziergang.“
Gegner steht kompakt
Trotz des 2:1-Erfolges beim SV Marschalkenzimmern hat der SV Alpirsbach/Rötenbach ist das rettende Ufer noch in weiter Ferne, zumal es nun zum 1. FC Altburg geht, der schon im Hinspiel (5:2) erfolgreich war, der aber auch seine beiden Begegnungen im Jahr 2025 in den Sand gesetzt hat. „Ich erwarte einen kompakt stehenden Gegner, gegen den es nicht so leicht wird wie im Hinspiel“, baut Spielleiter Alexander Schröder auf das Trio Stockinger, Gross und Borutta die wieder mit an Bord sind.
Sympathische Truppe
Die letzten fünf Spiele verloren, acht Punkte auf dem Konto und das macht den vorletzten Platz, punktgleich mit Schlusslicht SV Gündringen. Gemeint ist der SV Mitteltal/Obertal. „Schade, das ist eine sympathische Truppe, die es aber schwer haben wird“, möchte Abteilungsleiter Patrick Sautter vom Gegner SV Eutingen trotzdem drei Punkte holen: „Das muss unser Ziel sein.“
Unentschieden ist zu wenig
Zweimal gegen fünfmal nicht gewonnen oder aber: Der SV Althengstett erwartet die SG Vöhringen. Wobei der Gastgeber zehn Punkte mehr als die Gäste eingesammelt haben und im Mittelfeld angesiedelt ist. Ganz anders die Vöhringer, denn die 22 Punkte reichen derzeit nicht zum Klassenerhalt. Eigentlich ist ein 2:2 wie in der Hinrunde schon zu wenig.
Geröllhalde im Kieswerk
Hier Schlusslicht SV Gündringen, das seit acht Runden einem Dreier wie Dackel Waldemar dem Wurstzipfel hinterherjagt. Dort Tabellenführer Spvgg Freudenstadt, der seit ebenso vielen Spieltagen nicht mehr verloren hat. Eine klare Sache? „Interessant“, fand derweil Spvgg-Coach Elvedin Djekic derweil das jüngste 0:0 des kommenden Gegners in Gültlingen. Er meint: „Klar, dass wir den Sieg wollen. Doch um diese Jahreszeit sind die Plätze nicht so wie wir das gerne hätten.“ So wie seine Spieler nach dem Sieg gegen den SV Althengstett ihr „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandiert haben, würden sie sich auch nicht von einer Geröllhalde im Kieswerk stoppen lassen.
Chancen nutzen
Auch die SF Salzstetten haben trotz des Achtungserfolges in Gechingen (0:0) ihre Abstiegssorgen. „Aber mit der Leistung wie zuletzt ist für uns auch gegen den SV Gültlingen ein Sieg drin“, gibt sich Abteilungsleiter Matze Stasch zuversichtlich. Gast SV Gültlingen entschied zwar das Hinspiel mit 4:1 für sich, konnte aber zuletzt sechsmal nicht gewinnen. „Kopf hoch, weitermachen und die Chancen nutzen“, baut SVG-Fußball-Chef Gunter Deuble sein Team auf.
Ein Witzelfmeter
Lange Zeit spazierten der TuS Ergenzingen und die SF Gechingen an der Tabellenspitze vorne weg und teilten sich den Platz an der Sonne, während die wilde Horde dahinter hinterherhechelte. Doch das ist Schnee von gestern. Die Meute hat nicht nur aufgeschlossen, sondern die Spvgg Freudenstadt hat das Duo oben abgelöst. Und dahinter scharren die Verfolger mit den Hufen. Wie kam es dazu? Die SF Gechingen leisteten sich im neuen Jahr zwei Nullnummern, während die Ergenzinger lediglich zwei von zwölf möglichen Punkten holte. Verlieren verboten ist angesagt. Michael Sattler vom Gastgeber TuS wurmt das 0:1 in Ottenbronn. „Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden. Das war ein Witzelfmeter“, so der Coach und zählt ein paar Gründe für den aktuellen Tiefflug auf: „Es soll keine Entschuldigung sein, doch in Alpirsbach war der Kunstrasen vereist. Trotzdem dürfen wir keine drei Gegentreffer kassieren. Gegen Felldorf war unsere Leistung indiskutabel. Da war ich sehr sauer. Das gehört alles zur Wahrheit dazu und nun freuen wir uns wieder unter normalen Rahmenbedingungen zu spielen. Zuletzt hat einfach zu vieles nicht gepasst“, meint Sattler und fordert „eine gute Leistung auf den Rasen bringen, um endlich wieder einen Dreier zu holen“. Lukas Bok ist in Ottenbronn gegen den Pfosten geknallt und dürfte ausfallen. Dazu erwartet Michael Sattler: „Gechingen ist ein sehr starker Gegner mit viel Erfahrung. Da müssen wir eine Top-Leistung abrufen sonst wird das nichts. Die haben uns schon im Hinspiel den Schneid abgekauft.“
Gute Defensivabteilung
Doch auch die Gechinger haben ihre Sorgen. „Seit dem Herbst tun wir uns schwer Tore zu erzielen, obwohl wir uns Möglichkeiten erspielen. Dazu kamen Verletzungen und in dieser Phase gelang es uns erst gar nicht gefährlich vor dem Tor zu agieren. Das ist mittlerweile wieder besser, aber das Tor treffen wird trotzdem nicht“, kann sich SFG-Trainer Balasz Venter wenigstens auf seine Defensivabteilung verlassen: „Da stehen wir gut. Nur vorne, da sollte der Knoten platzen sollten wir endlich mal in Führung gehen. Im Training hauen sie die Dinger rein. Im Spiel fehlt der Glaube dabei können sie es doch.“ Venter weiß, was auf seine Sportfreunde zukommt: „Eine spielstarke, junge und dynamische Truppe, die gut ausgebildet ist. Wenn wir bestehen wollen, dann müssen wir eine Top-Leistung abrufen, einen guten Tag erwischen und auch das nötige Quäntchen Glück haben.“ Venter weiß allerdings, dass „der Gegner aktuell wie wir auch eine schwächere Phase durchläuft“. Knipser Jonathan Tommasi (im Training Syndesmoseband gerissen) ist verletzt und so ist Mittelfeldstratege Andreas Kiwranoglou derzeit der gefährlichste Torschütze. Über die Winterneuzugänge sagt Venter: „Die sind jung, willig, haben ihre Fähigkeiten, sind aber noch nicht so weit. Sie werden noch Zeit benötigen.“