Grün-Weiß Ottenbronn (grüne Trikots) gelang in Gechingen kein Tor. Foto: Kraushaar

10:0 und 6:0 – die beiden Spitzenteams aus Ergenzingen und Freudenstadt bringen sich in der Bezirksliga Nordschwarzwald in Stellung. Grün-Weiß Ottenbronn lässt dagegen Punkte liegen.

Während Tabellenführer TuS Ergenzingen (10:0 gegen den SV Marschalkenzimmern) und die Spvgg Freudenstadt (6:0 gegen den SV Alpirsbach/Rötenbach) in der englischen Woche der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald um die Wette ballern, erreicht Grün-Weiß Ottenbronn nur ein 0:0 bei den SF Gechingen. Am Tabellenende waren die SF Salzstetten der Verlierer des Tages, denn gegen den 1. FC Altburg gab es eine 2:3-Heimniederlage.

 

TuS Ergenzingen – SV Marschalkenzimmern 10:0 (4:0). „20 Minuten haben wir uns gegen einen Gegner, der hoch angelaufen ist, schwergetan, ehe wir die Lücke gefunden haben“, nannte TuS-Coach Michael Sattler das 1:0 den Dosenöffner. In der Folge wurde die Büchse blank geputzt. „Wir haben weitere vier, fünf große Möglichkeiten liegen gelassen“, nahm es der Trainer gelassen. Die Gäste kamen dagegen nur einmal zu einer Torchance und da lief bereits die Schlussminute. Der TuS Ergenzingen muss am Sonntag zum 1. FC Altburg, während der SV Marschalkenzimmern beim VfR Sulz gastiert.

Spvgg Freudenstadt – SV Alpirsbach/Rötenbach 6:0 (3:0). „Ein souveräner Sieg, bei dem wir es gegen einen tief stehenden Gegner gut gemacht haben“, freute sich Spvgg-Trainer Elvedin Djekic. „Wir selber haben kaum etwas zugelassen“, hatte Djekic dennoch eine Kleinigkeit zum Mosern: „Der eine oder andere Treffer hätte es mehr sein können.“ Am Sonntag geht es bei der SG Felldorf/Bierlingen weiter, während der SV Alpirsbach/Rötenbach die SG Vöhringen zu Gast hat.

SF Gechingen – Grün-Weiß Ottenbronn 0:0. Viele Zweikämpfe und relativ wenige Einschussmöglichkeiten prägten die 90 Minuten. Das Unentschieden hilft keinem der beiden Protagonisten weiter. Die Hausherren hatten eine Großchance, trafen zudem mit einem Distanzschuss den Querbalken. Beim Gast war Spielertrainer Julian Immisch der Unruhestifter, der zweimal die Chance auf den Schlappen hatte, um das Spiel zu entscheiden. Dann war da noch die 70. Minute, in der Ottenbronner Yannick Binder eingewechselt wurde, sofort die Gelbe Karte nach einem Allerweltsfoul sah, abwinkte und das brachte ihm die Ampelkarte ein. Er wird am Sonntag gegen den SV Gültlingen fehlen. Die SF Gechingen spielen erneut zu Hause und empfangen den SV Baiersbronn.

SV Gültlingen – SG Felldorf/Bierlingen 1:0 (0:0). Die Gäste hatten die erste Chance der Partie, die von SVG-Keeper Pascal Ayasse zunichtegemacht wurde, ehe mit zunehmender Dauer die Gastgeber das Kommando übernahmen. Doch weder Michael Pflieger oder Justin Göppert brachten die Murmel in das Ziel. Das gelang dafür Göppert nach 39 Minuten, ehe die zweiten 45 Minuten zu einem Duell SV Gültlingen gegen SG-Keeper Leon Beuter entwickelten. Und das entschied Beuter für sich. Die SG Felldorf/Bierlingen erwartet in der nächsten Partie Spitzenreiter Spvgg Freudenstadt.

SV Gündringen – SV Mitteltal/Obertal 1:2 (1:2). Im Duell zweier Absteiger hatte das bisherige Schlusslicht SV Mitteltal/Obertal die bessere Lösung parat, siegte knapp mit 2:1 und gab die Rote Laterne an den SV Marschalkenzimmern weiter. Weiter geht es beim VfR Sulz, während die Gündringer am Sonntag beim VfL Nagold II gastieren.

SG Vöhringen – SV Eutingen 0:0. „Beide haben die Torgefahr vermissen lassen und lieferten sich ein hart umkämpftes Spiel zwischen den beiden Strafräumen“, resümierte SGV-Coach Denis Gonszcz. Auf der Gegenseite war Abteilungsleiter Patrick Sautter zufrieden mit dem Punkt: „Das war ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt.“ Und dann war da noch der Unparteiische. Der steckte im Stau und so sprang eianwesender Schiedsrichter 45 Minuten für ihn ein, ehe der eingeteilte Schiedsrichter die zweiten 45 Minuten übernahm. Der nächste Gegner für die Eutinger heißt SV Althengstett.

SF Salzstetten – 1. FC Altburg 2:3 (2:0). „Zum Kotzen. Da führen wir bis in die Nachspielzeit, bekommen in dieser einen dummen Elfmeter zum Ausgleich, ehe es Freistoß für uns gibt. Daraus gab es einen Konter, der zur Niederlage führte“, war SFS-Abteilungsleiter Matze Stasch bedient. Dabei spielte die Heimelf ab der 67. Minute in Überzahl, nachdem Jonathan Stockinger nach einem Laufduell wegen Notbremse Rot gesehen hatte. Und das alles nach einer verdienten 2:0-Pausenführung. Für die Sportfreunde bietet sich am Sonntag in Mitteltal die nächste Chance, einen Dreier einzufahren.

SV Baiersbronn – VfR Sulz 5:1 (1:1). Zunächst hatte der SV Baiersbronn das Geschehen fest im Griff, lag nach 22 Minuten auch in Front, ehe ein falscher Einwurf das Spiel in eine andere Richtung lenkte. Der führte zum Ausgleich und plötzlich war die Partie völlig offen. Dafür lief es nach dem Wechsel immer besser für den SVB, der zunächst noch Pech mit einem Alutreffer hatte. Doch ein Doppelpack (51., 58.) sorgte für die Baiersbronner 3:1-Führung. Nun erlahmte der Widerstand der Sulzer, was der SV Baiersbronn zu zwei weiteren Toren nutzte.

SV Althengstett – VfL Nagold II 0:0. Trotz der Nullnummer hatte der Althengstetter Trainer Daniel Sajko „ein flottes Spiel mit einem Gegner aus Nagold, der einen Tick mehr Ballbesitz hatte“ gesehen. Was fehlte, das waren die Torchancen. „Hätten wir unsere besser ausgespielt, wir hätten dem VfL Nagold II weh tun können. Aber die haben dafür gesorgt, dass wir viel arbeiten mussten“, so Sajko weiter. Und gegen Ende der Begegnung hatten die Nagolder plötzliche ebenfalls ihre Möglichkeiten, den Dreier mit an die Nagold zu entführen. Sajkos Fazit zu der Nullnummer: „Auf beide Torhüter war Verlass.“