Die TSF Dornhan stecken in einer schwierigen Phase, ebenso aber auch der kommende Gegner. Foto: Wagner

Auf der Dornhaner Platte müssen zwei Mannschaften aus dem Tabellenkeller der Bezirksliga nachsitzen und ringen im letzten Pflichtspiel des Jahres um Punkte für den Ligaverbleib.

TSF Dornhan – FV Grün-Weiß Ottenbronn (Sonntag, 14 Uhr). Das Duell der beiden Tabellennachbarn TSF Dornhan und FV Grün-Weiß Ottenbronn ist gleichzeitig auch das erstmalige Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel für die Konkurrenten um den Ligaverbleib. Vor allem die Dornhaner wünschen sich zum Ende des Jahres nach unruhigen Wochen, die darin mündeten, dass sich ihr Trainer Danilo Cristilli und dessen Co-Trainer Emre Karademir sowie der Spieler Ahmet Colak aus dem Staub machten, noch ein Erfolgserlebnis unter dem Christbaum.

 

Richtig glücklich waren die Turn- und Sportfreunde nicht damit, dass das Nachholspiel noch für das aktuelle Jahr terminiert wurde. „Wir wollten das Spiel ins neue Jahr verlegen, auch aus dem Grund, weil für Samstagabend unsere Weihnachtsfeier anberaumt war. Die Ottenbronner sind aber unserem Wunsch nach Spielverlegung nicht nachgekommen. Jetzt mussten wir halt unsere Weihnachtsfeier auf einen anderen Termin verlegen“, erklärt Interimstrainer Julian Haas.

Neuen Trainer finden

Der 32-Jährige wird die Mannschaft für dieses Spiel auf und neben dem Platz betreuen und ist um seinen Job aktuell sicherlich nicht zu beneiden. Er gibt sich dennoch kämpferisch. „Wir nehmen die Situation wie sie ist und waren uns vor der Saison mit den vielen Abgängen schon bewusst, dass es keine leichte Runde werden würde. Einen Platz im gesicherten Mittelfeld haben wir uns dennoch erhofft. Es ist dann vieles ganz anders gekommen. Jetzt müssen wir sehen, dass wir in der Winterpause einen neuen Trainer für unsere Mannschaft finden und den Ligaverbleib noch schaffen.“ Unmöglich ist dieser bislang nicht.

Für das letzte Spiel des Jahres werden die Dornhaner auch auf ihre AH-Spieler und den Kader der zweiten Mannschaft zurückgreifen müssen. Die Zweitvertretung allerdings spielt um 12 Uhr selbst im Derby gegen die SGM Sulz/​Sigmarswangen/​Holzhausen. Julian Haas setzt dennoch auf die Dornhaner Heimstärke. Die letzten drei Heimspiele konnte der TSF allesamt gewinnen. Dornhans kurzfristig ausgemusterter Kapitän Maximilian Wagner wird für das Spiel gegen Ottenbronn auch wieder im Kader stehen.

Nur unwesentlich besser verlief die Saison beim FV Grün-Weiß Ottenbronn bisher. Diese kämpften in der vergangenen Saison lange Zeit sogar um den Aufstieg in die Landesliga und belegten am Ende einen sehr respektablen dritten Platz. In dieser Saison war vom ersten Spieltag richtig der Wurm drin, erklär Ottenbronns Spielleiter Benjamin Kaiser.

Abgang schmerzt

„Es gab viele Gründe, dass wir nicht richtig in Fahrt gekommen sind. Wichtige Spieler haben immer mal wieder gefehlt und auch der Abgang von Wayne Reich zum TSV Neuhengstett konnten wir nicht kompensieren. In den letzten Wochen mit dem Auswärtserfolg in Dornstetten ist bei uns aber ein Aufschwung unverkennbar und den wollen wir jetzt auch in Dornhan fortsetzen. Mit einem Sieg könnten wir nach langer Zeit wieder die Abstiegsränge verlassen. Das ist unser Ziel“, erklärt Kaiser.

Trainiert wird die Ottenbronner Mannschaft seit fünf Spielzeiten von Julian Immisch, der mit Ende 30 auch auf dem Platz unverzichtbar für die Grün-Weißen ist. Immisch war in seiner langen fußballerischen Laufbahn unter anderem auch für den FC Gärtringen in der Verbandsliga tätig. Für das Spiel am Sonntag, so Benjamin Kaiser, können die Gäste personell aus dem Vollen schöpfen.