Auf zwei Sportplätzen wird an diesem Samstag in der Bezirksliga Nordschwarzwald noch scharf geschossen.
High Noon auf den neun Schauplätzen an diesem Samstag der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald, auf denen im Titelkampf in Nagold (gegen den TuS Ergenzingen) und Gechingen (gegen die Spvgg Freudenstadt) noch scharf geschossen wird. Tabellenführer TuS Ergenzingen benötigt noch einen Zähler, um aufgrund des besseren Torverhältnisses direkt aufzusteigen. Nur im Falle einer Niederlage und bei einem gleichzeitigen Sieg der Freudenstädter würde man im Kneippkurort künftig in der Landesliga-Wasser treten.
Im Abstiegskampf werden dagegen Platzpatronen geladen, denn der VfR Sulz hat die Einladung für die Relegationsrunde praktisch gelöst. Drei Zähler Vorsprung und das wesentlich bessere Torverhältnis gegenüber der SG Vöhringen und den SF Salzstetten – da sollte nichts mehr anbrennen.
Unbeschwert aufspielen
19 Punkte aus den letzten sieben Spielen eingefahren – der VfL Nagold II hat mit einem gewaltigen Schlussspurt den Klassenerhalt gesichert und damit sein Endspiel gegen den TuS Ergenzingen vermieden. „Nachdem wir gerettet sind, können wir unbeschwert aufspielen“, ist VfL-Coach Michael Steger froh, eine nervenaufreibende Saison positiv abgeschlossen wurde. Dennoch sagt er: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“
Noch eindrucksvoller liest sich die jüngste Bilanz des TuS Ergenzingen, der aus zehn Begegnungen satte 28 Punkte eingefahren hat. „Die Spvgg Freudenstadt und wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt geht’s zum Abschluss um alles“, möchte Trainer Sattler erst gar nichts von einem schweren Spiel wissen, denn: „Zuletzt hatten wir nur schwere Spiele und die haben wir gemeistert.“
Endspiel war schon
Lange Zeit sah es danach aus, als würden die SF Gechingen im Kampf um einen der beiden vorderen Plätze ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Doch in der Rückrunde war zu oft Sand im Getriebe und vor allem in den letzten vier Partien holten die Sportfreunde gerade einmal zwei mickrige Pünktchen. Zu wenig, um im Konzert der Großen in der ersten Reihe aufzuspielen. Immerhin, die Gechinger erwarten den Tabellenzweiten Spvgg Freudenstadt und könnten das Zünglein an der Waage spielen, was die Titelfrage angeht. Die Gäste verloren in der Rückrunde aber lediglich zwei Partien. „Schlecht gestartet, ehe wir Mitte der Hinrunde richtig stark gespielt haben“, blickt Spvgg-Trainer Elvedin Djekic auf die Saison zurück und meint: „Unser Endspiel hatten wir vor Wochenfrist gegen Grün-Weiß Ottenbronn und mit diesem Sieg haben wir die Relegation endgültig klargemacht. Ich denke, der TuS Ergenzingen lässt sich den Titel nicht mehr nehmen. Unabhängig davon ist unser Ziel, den Dreier in Gechingen zu holen. Dann schauen wir, was passiert und konzentrieren uns auf die kommenden Aufgaben.“
Nur ein Sieg bei vier Niederlagen gelang dem VfR Sulz auf der Zielgeraden, was zur Folge hat: Die Neckarstädter müssen Strafrunden drehen, wenn nicht noch etwas Außergewöhnliches passieren sollte. Denn das wäre es, wenn die Relegation doch noch verdaddelt werden würde. Drei Punkte Vorsprung auf das Duo SF Salzstetten und SG Vöhringen, dazu das weitaus bessere Torverhältnis – das ist schon ein Zusatzpunkt. Für das Spiel beim SV Mitteltal/Obertal hat VfR-Sprecher Michael Hess die Devise ausgegeben: „Wir gucken, was wir holen können, und konzentrieren uns auf die Relegationsspiele.“
Saisonabschluss versüßen
SG Vöhringen und SF Salzstetten dürften die Absteiger fünf und sechs heißen, denn so könnte man die Aussage von SGV-Coach Denis Gonszc deuten, wenn er vor dem Gang zu Grün-Weiß Ottenbronn sagt: „Da gibt es nichts zu sagen.“ Abstiege sind nun einmal eine bittere Pille, die es zu schlucken gilt. Auch nicht Marke Edelsüß war die Pille, die GWO verdauen musste, denn nur zwei Punkteteilungen und die Niederlage zuletzt in Freudenstadt ließ die Immisch-Truppe aus Ottenbronn im wahrsten Sinne des Wortes ins Leere laufen. „Nach dem Spiel feiern wir den Saisonabschluss und den wollen wir uns versüßen“, so Spielertrainer Julian Immisch.
Sauber verabschieden
Und auch die SF Salzstetten verabschieden sich aus dem Oberhaus des Bezirks mit einem Auswärtsspiel. Gastgeber für die Sportfreunde ist der SV Eutingen und die Mannen aus dem Gäu waren nach dem 1:1 in Gündringen zuletzt „ernüchtert“, wie es Abteilungsleiter Patrick Sautter auf den Punkt brachte. Für die letzten 90 Minuten der Saison lautet die Forderung des Abteilungsleiters: „Wir wollen alles geben, um uns sauber zu verabschieden, zumal es auch das letzte Spiel von unserem Trainer Alexander Eßlinger ist.“
Auf den restlichen vier Plätzen ist Eiskunstlauf angesagt, denn für diese acht Mannschaften ist die Pflicht gelaufen. Nun geht es darum, zum Ausklang eine anständige Kür aufs Eis zu bringen. Zum Beispiel in Altburg, wo der heimische 1. FCA bange Wochen hinter sich gebracht hat, ehe ihn erst der Endspurt (drei Siege aus vier Spielen) in den sicheren Hafen geführt hat. Gegner SV Marschalkenzimmern (13 Niederlagen zuletzt) wird auch im Falle eines Sieges die Rote Laterne mit in die Kreisliga A nehmen. Dennoch hat SVM-Coach Frank Baumann eine Bitte an seine Mannen: „Ich hoffe auf eine bessere Chancenverwertung zum Saisonende.“
Weit fahren und siegen
Pragmatisch geht Daniel Sajko die Aufgabe seines SV Althengstett bei der SG Felldorf/Bierlingen an: „Die waren schon im Hinspiel ein sehr starker Gegner, aber wenn wir schon so weit fahren, dann wollen wir auch etwas holen.“
Mit jeweils 16 Zählern blieb das Duo SV Alpirsbach/Rötenbach und SV Gündringen hinter den Erwartungen zurück. Und so geht es eine Etage tiefer in die Kreisliga A, in der ein neuer Anlauf erfolgen soll, um bessere Zeiten einzuläuten.
Ein schöner Ausflug
Die haben die beiden Sportvereine aus Baiersbronn und Gültlingen vor sich, denn mit jeweils 59 Punkten heißt es hier Fünfter gegen den Sechsten. „Für beide geht es um nichts mehr. Für uns wird das ein schöner Ausflug in den Schwarzwald und ich wäre mit einem Punkt zufrieden“, lautet der Wunsch des Gültlinger Abteilungsleiter Gunter Deuble.