Können die SF Gechingen in der Bezirksliga Nordschwarzwald vom Relegationsplatz verdrängt werden? Der SV Eutingen und der 1.FC Altburg könnten es schaffen.
Spitzenreiter gegen den Drittletzten am 29. Spieltag – was ein Reißer sein könnte, hat in der diesjährigen Saison der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald nur noch eine sehr geringe sportliche Bedeutung, denn der VfR Sulz steht bereits als Meister fest und die definitiv abgestiegene SGM Dornstetten kann den 14. Tabellenplatz nicht mehr verlassen.
Wesentlich mehr Brisanz birgt die am Sonntag ebenfalls stattfindende Begegnung zwischen dem Tabellenzweiten SF Gechingen und dem Neuntplatzierten SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee, der trotz einer positiven Bilanz von zehn Siegen und jeweils neun Remis und Niederlagen noch nicht gesichert ist und nur vier Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz hat. Gewinnen die SF Gechingen, dann wäre die Aufstiegsrelegation selbst bei einem Sieg des Tabellendritten SV Eutingen gegen den Viertplatzierten 1. FC Altburg so gut wie erreicht, denn die Sportfreunde haben momentan drei Punkte Vorsprung und das um 24 Treffer bessere Torverhältnis.
Im Hinspiel trennten sich die Sportfreunde und die SG 1:1, im Juli 2024 setzte sich die SGAMD in einem Testspiel mit 2:1 durch . „Bei beiden Spielen haben wir schlecht ausgesehen. Ahldorf agiert sehr körperbetont und spielt viel mit gefährlich hohen Bällen“, hat der Gechinger Spielleiter Stephan Funk großen Respekt vor dem Duellanten.
Altburg sieht sich gerüstet
Am 22. November 2025 gelang dem SV Eutingen ein 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Altburg. „Der SV Eutingen war ein sehr guter Gegner, der uns das Leben schwer gemacht hat. Sie sind läuferisch und kämpferisch stark und agieren aggressiv gegen Mann und Ball. Ich erwarte sie ähnlich gut wie im Hinspiel und rechne mit einem sehr, sehr knappen Spiel, für das wir gut gerüstet sind, zumal wir auch zu Hause spielen“, geht der Altburger Spielleiter Michael Holzäpfel auf diese Begegnung ein. „Das Erreichen der Relegation haben wir nicht mehr in der eigenen Hand, aber wir würden die Saison gerne auf dem dritten oder vierten Rang abschließen. Aber egal welche Platzierung es am Ende wird, wir haben auf jeden Fall eine sehr gute Runde gespielt, die unsere Erwartungen allesamt schon jetzt übertroffen hat“, meint Holzäpfel. „Den Spielern macht es bei uns Spaß, unser Trainer Felix Kübler ist fokussiert und hat Feuer. Zusammenhalt und eine sehr gute Defensivarbeit zeichnen uns aus, wir haben nicht umsonst die beste Hintermannschaft der Staffel und wir haben es auch spielerisch gut gemacht“, benennt Holzäpfel die Vorzüge seines Teams, das mit Zsolt Balogh, der zur SG Nagold-Nord wechselt, Stand jetzt nur einen Abgang zu vermelden hat. „Die Mannschaft bleibt ansonsten zusammen und wird punktuell verstärkt“, verkündet Holzäpfel, der positiv gestimmt auf die Zukunft schaut: „Die Mannschaft ist sehr jung und besteht aus einigen Spielern zwischen 18 und 20 Jahren, die zum Teil ihre erste Bezirksligasaison spielten, so dass wir auch noch Potential nach oben haben.“
Das Team der Stunde ist der VfL Nagold II, der zuletzt den TSV Möttlingen mit 5:0, die SG Oberreichenbach/Würzbach mit 7:0, die SF Gechingen mit 3:1 und vor einer Woche den designierten Titelträger VfR Sulz mit 4:1 schlug. Angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz und einem exzellenten Torverhältnis von 74:65 müssten für einen Nagolder Abstieg schon mehrere Wunder passieren, so dass relativ unbeschwert in das Spiel gegen den Tabellenfünften SV Wittendorf gegangen werden kann.
Ottenbronn kann sich retten
Auch der SV Gültlingen hat den Klassenerhalt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Tasche, so dass gegen das Schlusslicht TSV Möttlingen kein großer Druck mehr vorliegt. In den drei restlichen Begegnungen steht in Sachen Klassenerhalt viel auf dem Spiel. Grün-Weiß Ottenbronn würde sich mit einem Erfolg gegen den Vorletzten TSF Dornhan allerhöchstwahrscheinlichst retten. Nach vier Spielen ohne Sieg befindet sich der SV Althengstett auf dem ersten direkten Abstiegsplatz, könnte sich aber mit drei Punkten gegen die punktgleiche SG Felldorf/Bierlingen im Kampf um den Klassenerhalt wieder in eine bessere Position bringen.
Nur einen Sieg aus den vergangenen neun Begegnungen holte die sich auf dem Abstiegsrelegationsplatz befindende SG Oberreichenbach/Würzbach, die mit dem SV Althengstett und der SG Felldorf/Bierlingen punktgleich ist und der gegen den SV Baiersbronn unbedingt die Trendwende gelingen muss.