Für Dornhans gelernte Torhüter Maximilian Haas (im Bild) und Albion Muzaqi ist das Toreschießen nichts Besonderes. Foto: Eibner-Pressefoto

Die TSF Dornhan scheinen durch die Bank hinweg torgefährlich zu sein: Wenige Wochen nach dem Tor von Spielertrainer Danilo Cristilli treffen gleich zwei Keeper als Feldspieler.

Das Trikot der TSF Dornhan verspricht derzeit einen erhöhten Torhunger. In der laufenden Saison trafen elf der 17 Spieler mit mehr als 90 absolvierten Spielminuten. Danilo Cristilli trug sich direkt bei seinem ersten Einsatz als Spielertrainer beim 2:0-Sieg gegen den SV Gültlingen in die Torschützenliste ein.

 

Muzaqi hat die Handschuhe an den Nagel gehängt

Nun haben aber zwei Dornhaner getroffen, von denen es nur die wenigsten erwartet hätten. Ende Oktober siegte Dornhans erste Mannschaft in einem spannenden Spiel gegen den SV Althengstett mit 2:1 – das Siegtor in der 84. Minute ging dabei auf das Konto von Albion Muzaqi.

Eigentlich ist Muzaqi Torhüter, doch dieses Kapitel hat er mittlerweile hinter sich gelassen: „Ich habe mich seit dieser Saison dazu entschieden, die Handschuhe an den Nagel zu hängen. Ich wollte eigentlich nach meiner Rückkehr aus Wittendorf etwas kürzertreten und nur noch bei der zweiten Mannschaft im Feld spielen.“

Der 28-Jährige ist von Beruf Messtechniker und hat in der laufenden Bezirksliga noch kein Spiel seines Heimatclubs verpasst – und das, obwohl er mittlerweile auf dem Lindenhof wohnt. Muzaqi fügt augenzwinkernd hinzu: „Zudem haben wir zwei überragende Keeper in Dornhan, die beide eine oder zwei Ligen höher spielen könnten. Da hätte ich keine Lust, auf der Bank zu sitzen.“

Dornhan hat keine feste Nummer eins

Einer dieser beiden Torhüter ist Maximilian Haas. Der 24-jährige Dornhaner ist derzeit für die erste und zweite Mannschaft aktiv und wechselt zwischen der Bezirksliga und der Kreisliga B3 hin und her. „In der ersten Mannschaft gibt es momentan keine feste Nummer eins, und so schaut der Trainer von Woche zu Woche, wer besser performt und am Wochenende im Tor steht. Wenn die zweite Mannschaft dann Personalprobleme hat, helfe ich immer gerne aus“, erklärt Haas im Gespräch mit unserer Redaktion.

Im Feld spielt Haas meistens als spielstarker Angreifer – so auch neulich bei der 2:5-Pleite von Dornhan II gegen die SG Felldorf-Bierlingen II. „In der Jugend habe ich im Mittelfeld oder in der Innenverteidigung gespielt. Aus der Not heraus musste ich dann für ein Turnier im Tor spielen, und irgendwie hat mich das dann gepackt“, so der Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst.

Die eigene Erfahrung hilft enorm

Haas sieht die Doppelrolle also durchaus positiv – als Torhüter kann er sich nämlich durch seine Erfahrung im Feld besser in die gegnerischen Angreifer hineinversetzen: „Ab und zu kann man ein paar Situationen besser einschätzen und antizipieren.“

Selbiges gilt für Muzaqi, der sich als Ex-Keeper oft in die Lage des gegnerischen Schlussmannes versetzen kann: „Ab und zu hilft es mir, da ich schon weiß, wie ein Torwart in speziellen Situationen reagieren sollte.“ Die Taktik der beiden Torgaranten scheint also auch viel auf eigener Erfahrung zu basieren.