Verfolgerduell beim SV Wittendorf – dabei ist der gegenseitige Respekt der Kontrahenten groß. Mit dem 1. FC Altburg werden die Wittendorfer die stärkste Abwehr der Liga knacken müssen.
Die vermeintlich interessanteste Partie des 21. Spieltags steigt am Sonntag um 15 Uhr auf dem Wittendorfer Sportplatz. Sowohl für den Gastgeber als auch den punktgleichen Duellanten 1. FC Altburg heißt es „verlieren verboten“, denn mit einer Niederlage wären beide Teams angesichts schon jetzt acht Punkten Rückstand auf den Zweitplatzierten SF Gechingen und derer zehn auf den Primus VfR Sulz im Kampf um Titel und Aufstiegsrelegation aus dem Rennen.
„Altburg ist spielstark und verfügt über gute Einzelspieler, das wird ein Brett für uns werden“, meint Wittendorfs Co-Trainer Sebastian Ruoff.
„Wittendorf ist ein starker Gegner, der nach seinem Landesligaabstieg wieder gut da steht“, hat auch Altburgs Spielleiter Michael Holzäpfel großen Respekt.
Fitter und agiler
Das Hinspiel entschied Altburg mit 2:0 für sich. „Das Spiel auf deren Kunstrasen kam uns nicht gerade entgegen, das war schon eine Umstellung für uns. Altburg war allerdings auch spritziger und einen Tick fitter und agiler“, blickt Ruoff zurück. „Im Hinspiel haben wir eines unserer besten Saisonspiele abgeliefert“, findet Holzäpfel, der von einem „wichtigen Spiel“ spricht.
„Wenn wir gewinnen dann können wir uns weiterhin vorne festsetzen und den Abstand nach hinten vergrößern, was wichtig wäre, um so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu halten, sodass wir am Ende frei aufspielen könnten. Wenn wir die Saison auf dem momentanen fünften Tabellenplatz beenden würden, dann würde ich das unterschreiben“, so Holzäpfel, dessen Team voraussichtlich keine Ausfälle kompensieren muss, wohingegen bei Wittendorf die Langzeitverletzten Tilmann Schmid und Erik Seeger sowie Roman Rieger nicht einsatzbereit sind.
Unberechenbar
„Mit drei Siegen aus vier Spielen sind wir recht gut nach der Winterpause gestartet, was aufgrund des schlechten Wetters, der schlechten Platzbedingungen und vielen Krankheiten während der Vorbereitung nicht absehbar war“, sagt Ruoff. „Unsere größte Stärke ist es, dass wir keinen klassischen Zielspieler und viele unterschiedliche Torschützen haben, was uns unberechenbar macht und die Last auf die viele Schultern verteilt. Leider bekommen wir allerdings noch zu oft zu viele Gegentore und müssen einfach öfter die Null halten, auch weil wir mit Ausnahme von drei, vier Verteidigern ansonsten sehr offensiv ausgerichtet sind“, ergänzt Ruoff, dessen Team auf die beste Hintermannschaft der Staffel trifft, da Altburg erst 21 Gegentore hinnehmen musste.
„Diese gute Verteidigungsarbeit ist eine Mannschaftsleistung, daran sind auch die Stürmer beteiligt. Wir präsentieren uns als eine Einheit, die die Basics annimmt. Allerdings müssen wir in der ein oder anderen Situation noch konsequenter agieren und sollten bei Gegentoren auch nicht gleich den Kopf in den Sand stecken“, benennt Holzäpfel Stärken und Schwächen seiner Elf.
Blick auf die Liga
Nach fünf Siegen in der Rückrunde bei einem Torverhältnis von 17:4 geht die beste Mannschaft der zweiten Halbserie Spitzenreiter, VfR Sulz, voller Selbstvertrauen in die Begegnung beim SV Althengstett. Der schärfste Verfolger SF Gechingen bekommt es mit dem Schlusslicht TSV Möttlingen zu tun, das erst acht Zähler auf der Habenseite verbucht. Zwischen dem Drittplatzierten SV Baiersbronn und der SG Ahldorf-Mühlen-Dettensee könnte es torreich zugehen, denn in Begegnungen mit Baiersbronner Beteiligung fielen bei einem Torverhältnis von 52:42 bereits 94 Buden. Die SG steht in dieser Hinsicht bei 39:48. Im Hinspiel lief es allerdings etwas anders. Baiersbronn setzte sich mit 2:1 durch.
Zu eng im Mittelfeld
Die SG Felldorf-Bierlingen und der VfL Nagold II befinden sich jeweils in Abstiegsnöten, sodass im direkten Duell nur drei Punkte zählen. Trotz einer ausgeglichenen Bilanz von jeweils neun Siegen und Niederlagen bei zwei Remis kann der starke Aufsteiger SG Oberreichenbach/Würzbach noch nicht mit den Planungen für eine weitere Runde in der Bezirksliga beginnen, zu eng geht es im Mittelfeld zu. Bei einem Sieg würde der nächste Gegner FV Grün-Weiß Ottenbronn nach Zählern aufschließen.
Der Tabellenvorletzte TSF Dornhan droht immer mehr den Anschluss zu verlieren, da muss gegen den SV Eutingen dringend die Trendwende her. Der SV Gültlingen gewann nur eines seiner fünf Begegnungen in der Rückrunde und steht gegen die SG Dornstetten unter erheblichem Druck.