Grün-Weiß Ottenbronn hat die letzten acht Spiele nicht verloren. Foto: Andreas Reutter

Mit Grün-Weiß Ottenbronn und der SG Felldorf/Bierlingen treffen am Sonntag in der Bezirksliga Nordschwarzwald zwei Mannschaften aufeinander, die schon lange nicht mehr verloren haben.

Noch sechs Spieltage sind in der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald zu absolvieren, ehe die beiden weiteren Absteiger feststehen. In puncto Aufstieg dürfen sich sechs Teams noch Hoffnungen machen.

 

Ein paar Probleme

Was für ein Verfolgerduell am Sonntag: Hier Grün-Weiß Ottenbronn, seit acht Spieltagen nicht mehr verloren. Und dort die SG Felldorf/Bierlingen, die sogar seit 15 Runden die Gegner reihenweise auf die Bretter schickt. Dritter gegen Vierter, durch zwei Punkte getrennt. „Eine schwierige Aufgabe gegen einen formstarken Gegner“, weiß GWO-Spielertrainer Julian Immisch, bedauert aber: „Es ist nur ärgerlich, dass wir gerade in dieser Phase personell ein paar Probleme haben.“ So fehlen Matze Koch (Zerrung), Micael Marques (Urlaub) und hinter dem Einsatz von Marco Schönfelder steht ein Fragezeichen. Angesprochen auf die Chancen, einen der beiden vorderen Ränge belegen, meint Immisch: „Grundsätzlich war das Ziel, einen Platz im gesicherten Mittelfeld anzustreben. Aber ja, man kann es nicht mehr leugnen, die Chance auf einen der beiden vorderen Plätze sind da. Nur inzwischen ist es nicht nur eine körperliche Sache. Nun kommt auch noch die mentale Seite dazu. Schließlich sind es nur noch sechs Spiele und nach meiner Rechnung müssen wir fünf davon gewinnen, um ganz oben zu landen.“ Über die SG Felldorf/Bierlingen sagt Immisch: „Zu ihrer Serie muss man nichts mehr sagen. Da kommt ein Brett auf uns zu.“

In Hinrunde unterschätzt

Sein Gegenüber Ümit Dagistan sieht es so: „Ich glaube nicht, dass es für ganz oben reicht. Unser Saisonziel war ja ein völlig anderes Ding: der Klassenerhalt. Zudem kommen jetzt die direkten Duelle. Aktuell ist alles offen.“ Dazu kommen ebenfalls personelle Nöte: Es fehlen der Trainer selber (Achillessehne gerissen), Kevin Kiesel (Schulter), Johannes Straub (Knie), Timo Nichter (Urlaub) und Lukas Maurer (Kreuzband). „Unser Kader ist sowie sehr klein. Da müssen wir wohl Akteure aus der zweiten Mannschaft hochziehen“, meint Ümit Dagistan. Er hat Respekt vor dem Gegner: „In der Hinrunde haben wir sie wohl etwas unterschätzt. Das ist aber eine richtig gute Mannschaft, die auf allen Positionen gut besetzt ist. Dazu haben sie lange Kerls in ihren Reihen und die sind auch noch technisch gut beschlagen. Das wird eine interessante Aufgabe gegen einen Gegner, der ebenfalls seit einigen Spielen ungeschlagen ist.“

Voll dagegenhalten

Nach der 1:5-Niederlage bei der SG Felldorf/Bierlingen muss sich der SV Baiersbronn im Aufstiegsrennen hinten anstellen. Die Chance, wieder kräftig mitzumischen, bietet sich im Heimspiel gegen den TuS Ergenzingen, der allerdings schon im Hinspiel (7:1) demonstrierte, wer die Hosen anhat. „Eine sehr gute Mannschaft mit vielen guten Spielern“, warnt TuS-Coach Michael Sattler, „da müssen wir voll dagegenhalten.“

Drei Punkte sind Pflicht

Ein 1:1 wie im Hinspiel genügt weder den SF Salzstetten noch dem VfR Sulz im Kampf um den Klassenerhalt. Vor allem für die Heimelf ist es fast die letzte Ausfahrt Klassenerhalt. Doch auch der Sulzer Sprecher Michael Hess meint: „Eigentlich sind drei Punkte für uns fast schon Pflicht. Es geht darum, den Abstand zu wahren oder noch besser wäre es, ihn zu vergrößern.“

Sich jetzt schon einspielen

„Zwei Leidensgenossen unter sich“, möchte Frank Baumann, Trainer vom SV Marschalkenzimmern, die 90 Minuten beim SV Gündringen bereits „als Vorbereitung für die neue Saison“ nutzen. Baumann weiter: „Unser Ziel ist es, uns jetzt schon einzuspielen.“

Schon die eine oder andere Schlacht haben der SV Althengstett und der 1. FC Altburg geschlagen. Wie beim Torfestival (4:4) in der Hinrunde und vor dem Anpfiff haben die Hengstetter vier Punkte Vorsprung. „Das waren immer enge Spiele gegen einen unbequemen Gegner“, weiß SVA-Trainer Daniel Sajko, der vor einer „erfahrenen Truppe, der nur Punkte weiterhelfen“ warnt.

Seit dem letzten Spieltag steht auch der SV Alpirsbach/Rötenbach als Absteiger fest. Nun geht es auf Abschiedstournee zu den SF Gechingen. Einziger Trost: Die Sportfreunde befinden sich gerade in einer Negativspirale, zumindest was die Ergebnisse angeht, und wenn die Venter-Elf noch ein Wörtchen im Kampf um die beiden vorderen Plätze mitreden will, dann müssen drei Punkte her.

Hergeschenkt wird nichts

Die SG Vöhringen belegt derzeit den ersten Abstiegsplatz und um den zu verlassen, müssen gegen den SV Mitteltal/Obertal die drei Punkte in Vöhringen bleiben. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz. Allerdings. Die Gäste werden den Dreier sicherlich nicht mit Schleifchen vor dem Anpfiff übergeben. „Wir fahren da hin, um zu punkten. Hergeschenkt wird nichts“, so SVMO-Spielertrainer Simon Spissinger.

Das Hinspiel mit 4:0 für sich entschieden, zuletzt die SF Gechingen knapp (1:0) besiegt. Keine Frage: Für den SV Eutingen spricht am Sonntag beim SV Gültlingen die aktuelle Form. Allerdings: Die Truppe von Spielertrainer Marcus Pflieger stand nach dem 0:6 beim VfL Nagold II in der Kritik und wird alles daran setzen, um die Scharte auszuwetzen, zumal ein Heimsieg reichen würde, um den Gegner in der Tabelle zu überflügeln.

Keine Lust auf Extrarunde

Vielleicht hängt Trainer Michael Steger vom VfL Nagold II vor dem Anpfiff bei der Spvgg Freudenstadt das Hinspielergebnis (3:0) an die Kabinentür, denn trotz der beiden letzten Erfolge gegen die SF Gechingen und den SV Gültlingen ist noch überhaupt nichts gewonnen. Immerhin: Der Relegationsplatz ist derzeit in VfL-Hand, doch auf solche Extrarunden legt Steger keinen Wert: „Das wird eine harte Nummer. Wenn wir jedoch so auftreten wie zuletzt, dann ist für uns auch beim Tabellenzweiten etwas drin.“