Union-Trainer Mario Ketterer zieht eine Zwischenbilanz des Bezirksliga-Aufsteigers. Viel Verletzungspech prägte bisher die Hinrunde.
BEZIRKSLIGA Der Bezirksliga-Aufsteiger SG Schwarzwald-Union Schönwald/Schonach spielt bisher eine sehr erfolgreiche Runde und liegt mit 16 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Vor dem Verfolgerduell am Sonntag beim Sechsten SG Marbach/Rietheim (19) zieht Trainer Mario Ketterer eine Zwischenbilanz.
Hallo Mario, wie immer gut gelaunt und zuversichtlich. So läuft es bei der Union schon das ganze Jahr, oder?
Ja absolut. Der Aufstieg im Sommer über die Relegation und auch die Meisterschaften unserer zweiten und dritten Mannschaft waren insgesamt ein Wahnsinn. Wir konnten davon sehr viel Energie mit in die neue Runde in der Bezirksliga nehmen.
Was genau war so wichtig? Sind sie mit den bisherigen 16 Punkten zufrieden?
Die positive Stimmung im Verein, der Einsatz, die Lust der Spieler und drumherum der engagierten Leuten in den Vereinen – ob nun beim FC Schönwald oder FC Schonach. Wir haben immer viele Zuschauer. Durch die Umstände und das Pech mit vielen verletzten Spielern im Herbst bin ich mit vier Siegen, vier Unentschieden und den vier Niederlagen in der Gesamtbilanz bislang sehr zufrieden.
Erläutern Sie bitte einmal die Hintergründe?
Aus dem Kader der Ersten sind bis zu elf Spieler ausgefallen. Ich bin mir sicher, dass in der Liga wenige Mannschaften so viele Akteure ersetzten könnten. Dank unserer Herren 2 und Herren 3 können wir dies von unten her personell auffangen. Da rücken einige junge Spieler nach, die sich voll reinhängen. Ich jammere aber nicht. Es hat ja geklappt. Unser Ziel Klassenerhalt haben wir weiterhin fest im Blick.
War dies alles auch ein Grund für nur 20 erzielte Tore bisher?
Chancen haben wir ja in jeden Spielen genug. Das Manko war bislang sicherlich die Verwertung. Allerdings sind mit Farin Wehrle, Dominik Wölfle, Yannik Dold und Torben Stockburger vier der letztjährigen Torjäger ausgefallen. Zudem muss sich Marius Storz bis zur Winterpause etwas durchschleppen.
Was macht dann den Erfolg der Unioner im zweiten Jahr aus?
Unsere Spielweise macht allen Spaß. Wir versuchen gegen jeden Gegner mutig nach vorne zu gehen. Im Kollektiv sind wir stark. Man hat es bei den beiden Highligts bisher in dieser Saison gesehen, als wir gegen starke Gutmadinger 2:1 gewonnen haben und gegen Dauchingen einen 0:3-Rückstand in ein 5:4 umbiegen konnten.
Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung. Durch die vielen Gespräche im vergangenen Jahr – am Anfang der Erfolgswelle – ist der Zusammenhalt immer mehr bei uns gewachsen. Die Mentalität stimmt. Auf und neben dem Platz. Man sah es beim Türkei-Trainingslager im Februar, ebenso vor kurzem, als wir mit 50 Personen bei den Schwenninger Wild Wings ein DEL-Spiel besucht haben. Da ist ein sehr großer Zusammenhalt, der die Basis für Erfolg bedeutet.