Max Rosentreter, Trainer der DJK Donaueschingen, strebt den Bezirksliga-Klassenerhalt an. Foto: Rohde

Der Abstiegskampf rückt immer mehr in den Fokus. Mittendrin steckt die DJK Donaueschingen, die als drittbestes Team des Jahres 2026 den Klassenerhalt im Blick hat.

Bezirksliga: Wir sprachen mit DJK-Trainer Max Rosentreter. Der 31-Jährige schätzt in der Crunchtime der Runde die Situation seines Teams ein.

 

Hallo Max, Sie sind seit April Chefcoach der DJK bis zum Saisonende. Warum hat Ihnen Christian Leda das Zepter überlassen? Dies kam etwas überraschend nach dem sportlichen Aufschwung.

Seit Ende April nach dem Wolterdingen-Spiel gab es die Verschiebung. Christian hat sich aus zeitlichen Gründen voll auf den Jugendbereich konzentriert. Nach dem Ende der SG mit dem FC Bräunlingen und FC Hüfingen gibt es dort viel Arbeit, die wichtig für die Zukunft des Nachwuchsbereichs ist.

Sie haben mit der DJK seit April nur noch einmal gegen Meister Gutmadingen verloren und sind jetzt Achter. Das sah im Winter ganz anders aus, was ist passiert?

Wir haben uns im Winter angeschaut, was wir besser machen müssen. Da waren wir Vorletzter mit acht Zählern. Die Neuzugänge haben uns verstärkt, es gab mehr Konkurrenz im Training und mehr Alternativen für und in den Spielen. Das Ergebnis sind 28 Punkte. Wenn es einmal läuft, gewinnt man auch Spiele, in denen man vielleicht nicht besser war.

Was lief denn in der Rückserie besser?

Wir hatte zwei große Serien und einige Last-Minute-Treffer, dies hat uns beflügelt. Taktisch war es kein großer Wurf, defensiv konnten wir stabiler stehen. Der Mix hat immer besser gepasst mit jungen und älteren Spielern. Wir haben Tobias Wild und Hendrik Hölzenbein reaktiviert. Ihre Erfahrung tut im Abstiegskampf immens gut. Dazu kommt noch Aaron Baumeister, der verletzungsfrei war und torgefährlich geworden ist. Ich tue mir allerdings schwer, einzelne Spieler herauszupicken, weil sich viele entwickelt haben und wir als Team zusammengewachsen sind.

Wie bewerten Sie den diesjährigen Abstiegskampf?

Die Bezirksliga 2026 spielt verrückt. Alles ist möglich, Woche für Woche. Ich mache mir auch – wie die anderen Trainerkollegen schon öfters erklärten – viele Gedanken. Man steht ständig unter Druck, daher blende ich die Tabelle aus. Da sind wir wenigstens an einem Punkt, an dem wir es selbst in der Hand haben und es in Geisingen klarmachen wollen. Ein normaler Tag reicht nicht aus, weil jedes Team jeden Gegner schlagen kann.

Wie wichtig wäre für die DJK der Klassenerhalt, was würde ein Abstieg bedeuten?

Es gab ja 2024 und 2025 zwei Abstiege in Folge. Der Klassenerhalt ist extrem wichtig. Ein dritter Abstieg hätte fatale Folgen. Im Verein machen sich daher viele Gedanken. Es geht nicht spurlos an einem vorbei, wenn man den nächsten Absturz verhindern muss. Das Beispiel FC Bad Dürrheim mit vier Abstiegen von der Verbandsliga bis in die Kreisliga B hat es ja gezeigt, wie schnell so etwas gehen kann.

Wie geht es bei Ihnen weiter, wenn im Sommer Berkay Cakici und Emre Karademir die Trainerposten übernehmen?

Ich möchte den Klassenerhalt schaffen. Dann mache eine Pause, weil ich eine neue berufliche Aufgabe im Unternehmen habe. Mal sehen, was sich im Zukunft ergibt. Ich bin ja noch jung mit 31 Jahren und DFB-Stützpunkttrainer in Wolterdingen bei den D/C-Junioren. Dies mache ich weiterhin einmal in der Woche.