Der FC Pfaffenweiler macht die Bezirksliga-Meisterschaft vorzeitig klar und plant bereits für die Landesliga. Bis zu sieben weitere Mannschaften aus der Doppelstadt könnten Meister werden. Der Fußball-Enthusiasmus ist in VS groß.
Mit einem entspannten Lächeln genoss der Trainer des FC Pfaffenweiler, Björn Schlageter, den Schlusspfiff in Bad Dürrheim: „Geschafft! Endlich“, fasste er sich kurz, um dann seinen Spielern ein großes Lob auszusprechen: „Sie haben die ganze Runde mitgezogen, waren fokussiert und wollten es unbedingt.“
Meistertrainer
„Wir mussten unsere Anzahl der Gegentore im Vergleich zur Vorsaison verringern, taktisch variabler werden und unsere Art und Weise zu spielen, für die Gegner unberechenbarer machen. Dies gelang, weil die Spieler diszipliniert spielten und gereift sind. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Pfaffenweiler macht nun schon einige Jahre am Wunsch des Aufstiegs herum, jetzt haben wir das Ziel erreicht und viele der langjährigen Spieler haben es mehr als verdient.“
Die Zahlen aus den vergangenen Spielzeiten untermauern dies eindrucksvoll: Zwei dritte Plätze gelangen 2023 (mit 48 Gegentoren) und 2022 (45). In dieser Saison kassierte das Schlageter-Team sogar nur 16 Gegentore, bei beeindruckenden 15 Zu-Null-Spielen in 26 Partien.
Die aktuell 18 Siege in Serie sind eine Rekordmarke in den vergangenen fast 40 Jahren. Seit der Saison 22/23, als der FCP nur drei Niederlagen kassierte, verlor der neue Meister ganze fünf seiner vergangenen 66 Punktspiele. Eine stolze Ausbeute über einen Zeitraum von genau zwei Jahren.
Meisterplanungen
Der Aufstieg in die Landesliga erfordert natürlich einen konkurrenzfähigen Kader, um den Klassenerhalt ins Visier zu nehmen. Die Trainernachfolge für Schlageter gestaltet sich nicht einfach. Vorstand Patrick Anders, der als Schlageter-Vorgänger fünf Spielzeiten lang Trainer der FC Pfaffenweiler war, ist seit Wochen auf der Suche.
Er führt viele Gespräche mit Kandidaten, die sich des zeitlichen Aufwands bewusst sind und sich der besonderen Herausforderung des Landesliga-Neulings stellen wollen. Mit Yannick Bartmann von der DJK Donaueschingen bekommt der neue Trainer vielleicht mittelfristig einen erfahrenen Spieler für die Abwehr.
Meisterstadt
Der FC Pfaffenweiler machte möglicherweise erst den Anfang zu einer vielleicht historisch erfolgreichsten Fußball-Saison in der Doppelstadt Villingen-Schwenningen: Der Bezirksliga-Meister könnte einer von sieben Titelträgern und einer von bis zu acht Aufsteigern bis Ende Juni werden.
Der Fußball-Enthusiasmus 2024 in Villingen-Schwenningen lebt. Die Zuschauerzahlen belegen es am vergangenen Wochenende: Alleine 1500 Zuschauer sahen die drei Heimspiele des FC 08 (750), des BSV Schwenningen (550) und des VfB Villingen (200). An den kommenden vier Wochenenden können sich der FC 08 Villingen (Verbandspokal, Oberliga), die FC 08 Villingen U21 (Verbandsliga), der BSV 07 Schwenningen (Bezirksliga WFV) sowie der VfB Villingen oder die DJK Villingen ( Kreisliga A1), der FC Tannheim (A2) und die FSV Schwenningen (A2 WFV) in zwei Fußballverbänden in Südbaden und Württemberg und in beiden Bezirken Schwarzwald weitere Meisterfeiern erspielen.