Kurios: Einige abstiegsbedrohte Teams in der Bezirksliga punkten kräftig. Was Luca Crudo und Co. zum Kampf um den Klassenerhalt sagen. Entscheidungen könnten spät fallen.
So spannend wie seit Jahrzehnten nicht mehr ist der Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Während der FC Gutmadingen und der FC 07 Furtwangen in der Tabelle vorne wegmarschieren in Richtung Meisterschaft und Aufstiegsrunde, beginnt das große Zittern in der Liga schon jetzt ab Platz acht. Die halbe Spielklasse versetzungsgefährdet.
Die gefährdeten Teams
Die SG Dauchingen/Weilersbach (8.) hat 27 Punkte, gewann dieses Jahr schon drei Spiele. Hat Trainer Roman Neumann mit seinem Team – bei einer Partie weniger als die Konkurrenz – also die besten Karten für den Ligaerhalt?
Mike Baumann, der Sportliche Leiter der SG, sieht es pragmatisch: „Wir müssen den Abstiegskampf annehmen. Die Jungs müssen Verantwortung übernehmen und immer an ihrem Limit spielen. Uns fehlt noch die Konstanz. Die Bezirksliga ist in dieser Saison brutal ausgeglichen.“
Der TuS Bonndorf (9./26) hat nach der Winterpause bislang nur eines von sechs Spielen verloren, holte 13 Punkte. Die DJK Donaueschingen (10./26) ist bisher zweitbestes Rückrundenteam mit 18 Zählern, war in sieben Partien ungeschlagen.
Die Schwarzwald-Union (11./25), der SV Geisingen (12./24). die SG Eintracht Neukirch-Gütenbach (13./24) und die SG Riedöschingen/Hondingen (14./23) verbindet etwas: Drei Siege oder zumindest fünf Punkte holte jedes Team im neuen Jahr.
Fast aussichtslos ist die Lage für Schlusslicht SG Wolterdingen/Tannheim (15 Punkte).
Eintracht-Coach Luca Crudo sagt: „Es wird weiterhin bis zum letzten Spieltag eng zugehen. Bis die letzte Entscheidung gefallen ist, kann es sogar noch mit der Relegation länger dauern.“
Die Fakten
Der Bezirksliga-Meister steigt in die Landesliga auf. Der Vizemeister bestreitet die Relegation. Aus der Kreisliga A steigen drei Mannschaften in die Bezirksliga auf.
Die Sollzahl von 16 Teams für die kommende Bezirksliga-Saison 2026/27 verändert sich abhängig von der Anzahl der Landesliga-Absteiger (hier kann es voraussichtlich nur den FC Neustadt treffen) und ob der Schwarzwald-Vizemeister über die Aufstiegsspiele gegen den Bodensee-Vertreter ebenfalls aufsteigt.
Danach variieren die Absteigerzahlen in der Bezirksliga zwischen einem Team und vier Mannschaften. Vor zwei Jahren (2024) gab es nur zwei Absteiger – nach der Vorsaison (2025) vier. Nur einen Absteiger gäbe es in diesem Sommer, wenn der Meister und der Vizemeister aufsteigen und kein Landesligist von oben runterkommt.
Vor zehn Jahren spielten nur 15 Teams in der Bezirksliga. Damals bildeten am Ende der Saison die SG Fützen/Epfendhofen und der VfL Riedböhringen eine Spielgemeinschaft und Vizemeister FC Schonach stieg in die Landesliga auf.
Die Saris sind realitisch
Adem und Ali Sari, die Spielertrainer des Vorletzten VfB Villingen, bleiben realistisch: „Spekulieren bringt uns momentan nichts. Wir haben 17 Punkte. Dies sind aktuell zu wenig, um den sicheren zwölften Platz zu erreichen. Wir haben aber noch genügend Spiele und werden noch alles für den Klassenerhalt versuchen. Wichtig ist dabei, dass wir schnell unsere Negativserie (Der VfB ist seit sechs Spielen sieglos, Anm.d.Red.) beenden können.“