Während es in der A2 eine vorzeitige Meisterentscheidung geben könnte, hat in der B2 der FC Hausen vor Wald ganz andere Sorgen. Dem Club droht der Rückzug der Mannschaft.
Kreisliga B Staffel 2: Kai Albicker, seit fast 20 Jahren in der Vorstandschaft des Vereins und aktiver Spieler, hat diese Woche einen „Hilferuf“ mit einer ungewöhnlichen Aktion auf Instagram gestartet: „Spieler gesucht“ – so heißt es in einem Post.
Jedoch nicht, um sich zu verstärken, nein – es geht ums sportliche Überleben, um den Fortbestand des Spielbetriebs. „Es stimmt. Wir haben die Notlage. Es kann sein, dass wir für die kommende Spielzeit zu wenig Spieler haben.“
Albicker, der nach elf Jahren beim FC Bräunlingen seit drei Spielzeiten wieder bei seinem Heimatverein – zur Stadt Hüfingen gehörend – spielt, erklärt das Dilemma: „Wir haben vier bis fünf Spieler zu wenig, weil viele von Mauenheim stammen und von dort 30 bis 40 Minuten ins Training fahren. Das ist ein enormer Aufwand, der den Jungs zu viel wird und sie aufhören“, steht das Team sportlich aktuell mit neun Punkten auf dem letzten Platz.
„Fatal für die Zukunft“
„Die Kameradschaft, der Zusammenhalt und die Stimmung im Team sind wirklich sehr gut. Es wäre fatal für die Zukunft des Vereins, wenn wir dies nicht mehr stemmen könnten.“
Plan B und eine Notlösung wäre eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn SV Mundelfingen. „Es wird immer schwieriger, Spieler zu bekommen. Wir haben ja schon einige Jahre Probleme. Wir geben jedoch nicht so einfach auf“, zeigt sich Albicker kämpferisch.
Fatale Folgen hat dies in der Kreisliga B ebenso für die anderen Vereine. Schon diese Runde gab es in der B1 (10) und B2 (12) nur noch zusammen 22 Teams. Der Bezirksvorsitzende Peter Becker war die vergangenen Wochen stets bemüht, nach besseren Lösungen zu suchen, „weil sich da in jedem Fall etwas ändern muss“.
Zwar steht eine Rückkehr von Bratstvo Villingen und dem SV Gündelwangen sowie die Installation eines neuen Teams aus Villingen im Raum, doch würde ein Rückzug von Hausen vor Wald die Lage verschärfen – zumal seit einigen Tagen das Gerücht umhergeistert, dass auch der SV Überauchen in der B1 im Sommer Probleme bekommen könnte. Für einen geregelten B-Klassen-Spielbetrieb sind 12er-Staffeln ideal.
Das Titelrennen
Titelrennen: Der SV Mundelfingen muss am Samstag zum Verfolger SV Göschweiler fahren. Die SG Oberbaldingen/Öfingen mit dem besten Torverhältnis schaut gespannt, was die Konkurrenten machen.
Kreisliga A Staffel 2: Tabellenführer SV Grafenhausen (51 Punkte) kann vorzeitig Meister werden, wenn er gegen die SG Unadingen/Dittishausen (26) gewinnt und Verfolger SV Hölzlebruck (50) gegen die offensivstärkste Rückrundenelf FC Bräunlingen (81 Treffer) patzt.
Die SG Riedböhringen/Fützen (47) muss gegen die SG St. Märgen/St. Peter gewinnen und ebenfalls auf einen SVH-Stolperer hoffen, um wie 2025 wieder in die Relegation zu kommen. Die Titelchancen sind nur noch minimal. Im Tabellenkeller müssen ab Platz neun (TuS Blumberg/27) bis 14 (FC Pfohren/20) alle Clubs zittern. Bei beiden Teams zeigte der Trainerwechsel mit schon zwei Siegen positive Wirkung.