Felix Kuentz hat als erster Bewerber um die Nachfolge von Bürgermeister Andreas Braun sein Bewerbungsschreiben in den Briefkasten am Rathaus Unterkirnach eingeworfen.
Damit unterstreicht er, wie wichtig ihm seine Bewerbung ist, denn der Beruf des Bürgermeisters sei schon sein Wunschtraum seit seiner Kindheit, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Das mit dem Wunsch seit seiner Kindheit muss er erklären, was er bereitwillig tut: „Meine Mutter war Ortschaftsrätin in Nußbach, wo ich aufgewachsen bin, und ich habe sie schon als Kind gelöchert, was denn im Ort so alles passiert oder nicht passiert“, so Kuentz.
Deshalb habe er sich auch in seinen verschiedenen Ausbildungsstationen und Stellen auf diesen Beruf vorbereitet, berichtet er – und zählt auf: Aufgewachsen in Nußbach besuchte er die Zinzendorfschulen in Königsfeld mit dem Hauptfach „Sozialwissenschaft“.
Ausbildung bei der Stadtverwaltung Triberg
Nach dem Abitur absolvierte er die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadtverwaltung Triberg, von da ging es nach Möckmühl in das Ordnungsamt, anschließend unter anderem nach Blaufelden, wo er als Hauptamtsleiter tätig war.
Aus familiären Gründen zurück in den Schwarzwald
„Aus familiären Gründen kehrte ich in den Schwarzwald zurück und arbeite jetzt in Königsfeld als Hauptamtsleiter“, erläutert Kuentz und zählt auf, was dem Hauptamt zugeordnet ist: „Das Einwohnermeldeamt, das Standesamt – ich darf Trauungen vornehmen –, das Ordnungsamt, die Grundbucheinsichtsstelle, das Schulwesen, das Kindergartenwesen und das Feuerwehrwesen.“
In und um Unterkirnach herum hat er sich schon viel angeschaut, von der Schule über die Schlossberghalle, den Mühlenplatz mit Mühle bis zum Stadthof.
In Unterkirnach möchte er die Vereine besuchen und fragen, wo der Schuh drückt, erklärt Kuentz und nennt die Vereine, bei denen er passives Mitglied ist. Das sind der Tierschutzverein Triberg, die Musik- und Trachtenkapelle Nußbach, die Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde und der Heimat-Gewerbeverein.
Gerne werde er den nächsten Gemeinderatssitzungen in Unterkirnach als Zuhörer beiwohnen. Im Juni werde er mit dem Wahlkampf von Haustür zu Haustür beginnen. „Ich werde mir ein Programm für den Wahlkampf ausarbeiten und Flyer verteilen, erzählt er.
Senioren sollen im Ort wohnen bleiben
Auf die Frage, was ihm , sollte er gewählt werden, für die Gemeinde Unterkirnach wichtig ist, nennt er die Pflichtaufgaben, die die Gemeinde hat. Sein Ziel sei, dafür zu sorgen, dass alte Bewohner von Unterkirnach nicht ihren Ort verlassen müssen, sondern in ihrem Heimatort wohnen bleiben können.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Investoren müssen gesucht werden, erklärt Kuentz – nicht nur mit Blick auf den verwaisten Stadthof, einem prägenden, wunderschönen Gebäude in Unterkirnach. Er würde sich auf gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem Gemeinderat freuen, betont er.
Abschließend unterstreicht der 28-Jährige, dass seine Lebensgefährtin Sarah, von Beruf Erzieherin, voll hinter seinem Wunsch, als Bürgermeister von Unterkirnach für die Bürger da zu sein, steht.
Dann verrät er noch, wo es ihn und seine Partnerin regelmäßig im Urlaub hinzieht: „Das ist die Bretagne, die lieben wir beide.“