Mit viel Wortwitz und toller Performance präsentierten die „Devil Brothers“ Johannes und Fabian Teufel (von links) die begeisternde „Urnburghexen-Zaubershow“. Foto: Hermann Nesch

Die Weitinger Narrenhalle bebte und wankte beim großen Hexenball am Samstag. Höhepunkt war die „Urnburghexen-Zaubershow“.

Schon der farbenfrohe Einzug der zahlreichen Hexen und Narren aus befreundeten Narrenzünften ließ erahnen, dass die Gäste ein ganz besonderes Spektakel erwartete.

 

Ein schwungvolles Ausrufezeichen der Tanzgarde

In der komplett gefüllten und prächtig geschmückten Halle präsentierten die Urnburghexen des Narrenvereins „Bettschoner“ eine neue, aufwendig inszenierte Ausgabe ihres traditionsreichen Hexenballs – mit fantasievollem Bühnenbild und einem Programm, das keine Wünsche offenließ. Sicher und mit viel Charme führten Valentin Brezing und Christoph Schneider durch den Abend. Gleich zum Auftakt setzte die Weitinger Tanzgarde mit ihrem Marsch ein schwungvolles Ausrufezeichen. Später rissen die Tänzerinnen mit ihrem Showtanz das Publikum endgültig von den Sitzen, ebenso zuvor die T.N.T.-Showtanzgruppe des Narrenvereins. Weitere Höhepunkte lieferten die Jettinger Richtplatzhexen sowie die Narrenzunft Betra mit ihrer Showtanzgruppe „United Girls“ und der Guggenmusik „Kandeldabber“ unter der Leitung von Dominik Maier.

Magier „Felix – der Beschneider“ mit seiner zersägten Assistentin, der Urnburghexe Clefenzia Foto: Hermann Nesch
Wieder zusammengefügt und auferstanden. Foto: Hermann Nesch

Musikalisch durfte natürlich auch die Weitinger „Tiger-Band“ nicht fehlen. Unter der Leitung von Kurt Schlichter heizte sie dem Publikum gewohnt kraftvoll ein. Eine Besonderheit war der erste „Heimauftritt“ von E-Gitarrist Armin Schwab – selbst eine Urnburghexe – sowie ein nochmals verstärktes Schlagwerk, das für zusätzlichen Druck sorgte.

Der stählerne Jüngling „Florino ,Il Muscolo‘ Lompardino“ konnte mit seiner Magie selbst dicke Stahlträger biegen. Foto: Hermann Nesch

Der unbestrittene Höhepunkt des Abends folgte mit dem Auftritt der Urnburghexen selbst. Unter dem Titel „Urnburghexen-Zaubershow – präsentiert von den Devil Brothers“ entführten Johannes und Fabian Teufel das Publikum in eine Welt voller Magie und Humor. Mit Wortwitz, ausdrucksstarker Mimik und perfektem Timing präsentierten sie drei ebenso skurrile wie beeindruckende Nachwuchsmagier. Teleportierte Fasnetsbändel, eine spektakulär zersägte Jungfrau, verbogene Stahlträger und schließlich das spurlose Verschwinden eines Safaribusses sorgten für Staunen und tosenden Applaus.

„Hokuspokus, verschwindi-Bus!“ Mit vereinten Kräften ließen die drei Magier sogar den großen Partibus verschwinden. Foto: Hermann Nesch

Ausgelassene und wahrlich zauberhafte Ballnacht

Nach dem begeisterten Schlussapplaus des Programms übernahm die sechsköpfige Tanz- und Stimmungsband „Remember“ das Kommando und verwandelte den Hexenball in eine lange, ausgelassene und wahrlich zauberhafte Ballnacht.

Weitere Glanzlichter und närrische Details des Hexenballs

Neben der großen Zaubershow
überzeugte der Hexenball der Urnburghexen auch durch viele liebevoll gestaltete Details und die spürbare Leidenschaft aller Mitwirkenden. Besonders das fantasievolle Bühnenbild mit dem Turm der Urnburg bildete die perfekte Kulisse für die magischen Darbietungen und trug maßgeblich zur besonderen Atmosphäre des Abends bei.

Die „Devil Brothers“
verstanden es meisterhaft, das Publikum immer wieder direkt einzubeziehen. Mit augenzwinkernden Kommentaren erklärten sie den Abend kurzerhand nicht zum Programm, sondern zu einem „Erlebnis mit mitreißender Magie“. Dass dabei angeblich sogar Las Vegas für einen Moment in den Schatten gestellt wurde, nahm man ihnen angesichts der Begeisterung im Saal gerne ab.

Spontane Lachsalven
und Staunen begleiteten die einzelnen Nummern der Zaubershow. Ob die per Teleportation versetzten Fasnetsbändel, die mutige Assistentin Clefenzia in der Holzkiste oder der stählerne Jüngling aus Italien, der selbst massive Stahlträger verbog – jede Szene war schauspielerisch gekonnt umgesetzt und perfekt aufeinander abgestimmt. Der Höhepunkt, das Verschwinden des bekannten Safaribusses aus der Urnburg-Oase, bleibt den Besuchern sicher noch lange in Erinnerung.

Auch nach dem offiziellen Programm
war an ein frühes Ende nicht zu denken. Die Band „Remember“ sorgte mit einem abwechslungsreichen Mix aus Tanz- und Partymusik für eine volle Tanzfläche bis in die späten Stunden. Der Hexenball zeigte einmal mehr, dass in Weitingen nicht nur die Fasnet gelebt wird, sondern auch Kreativität, Gemeinschaft und Humor einen festen Platz haben. Ein Abend, der seinem Publikum noch lange in bester Erinnerung bleiben dürfte.