Die Internetbekanntschaft bat den Mann mehrfach um Geld - mit Erfolg. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Einen fünfstelligen Bargeldbetrag hat ein Mann mittleren Alters aus dem Raum Freudenstadt an eine Betrügerin überwiesen. Dies meldet die Polizei.

Freudenstadt - Der Betrogene lernte die Dame im Dezember 2022 über eine Dating-Plattform kennen und man nutzte mehrere Chatprogramme und Messengerdienste, um sich auzutauschen.

Im Zeitraum zwischen Dezember 2022 und Januar 2023 bat die Frau dann ihre Bekanntschaft mehrfach um Geld. Unter anderem sollte ein Erbe ausgelöst werden.

Opfer erstattet schließlich Strafanzeige

Der Mann überwies mehrfach Bargeldbeträge an die Dame - laut Polizei im niedrigen fünfstelligen Bereich. Schließlich wurde der Betrogene jedoch misstrauisch, als seine Bekanntschaft weiterhin um finanzielle Hilfe bat - und erstattete schließlich Strafanzeige.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dem sogenannten "Scamming" und rät zur Vorsicht bei virtuellen Bekanntschaften.

Diese Tipps gibt die Polizei bei Online-Flirts: 

Geben Sie den Namen Ihrer Internetbekanntschaft mit dem Zusatz "Scammer" beispielsweise bei Google ein. Die Suchmaschine kann in vielen Fällen einen Verdacht bestätigen. Falls Sie ein Bild mitgeschickt bekommen haben, können Sie mithilfe der umgekehrten Bildersuche zusätzliche Informationen zu dem Bild erhalten. 

Es ist außerdem sinnvoll, dass Sie für Online-Kontaktbörsen oder für den digitalen Schriftverkehr mit einem Unbekannten eine alternative E-Mail-Adresse benutzen. So können Sie verhindern, dass Sie im Fall eines Betrugs Ihren Hauptmailaccount löschen müssen.

Was tun, wenn ich gescammt wurde?

Ignorieren: Gehen Sie nicht auf Forderungen des Scammers ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld. Lösen Sie auch keine Schecks ein oder leiten Briefe und Päckchen weiter - bewahren Sie solche auch nicht auf. Machen Sie geleistete Zahlungen, wenn noch möglich, sofort rückgängig.

Sichern: Speichern Sie alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf einem Speichermedium wie beispielsweise Ihrem bevorzugten Cloud-Dienst, einer externen Festplatte, einem USB-Stick oder einer CD-ROM ab. Heben Sie Überweisungsbelege usw. auf. Wenn Sie es nicht selbst können, dann lassen Sie sich von computererfahrenen Bekannten und Freunden den so genannten E-Mail-Header auslesen. Daran erkennen Sie, woher die Mail geschickt wurde. Selbsthilfeseiten im Internet erklären Ihnen ebenfalls, wie Sie sich vor größerem Schaden schützen können. Wenn Sie dennoch unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre nächstgelegene Polizeidienststelle. Dort erfahren Sie, was Sie konkret tun müssen, um alle Beweise sichern zu können.

Hilfe holen: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Die Strafverfolgung solcher Täter ist zwar schwierig, weil sie aus dem Ausland agieren. Dennoch sollten Sie den Vorfall auf jeden Fall melden. Das ist besonders wichtig, wenn beispielsweise Banken strafrechtliche Schritte gegen Opfer unternehmen wollen, die unwissentlich gefälschte Schecks eingereicht haben. Die Polizei hilft Ihnen nicht nur dabei, Beweise für den Betrug zu sichern, sondern auch dabei den/die Täter konsequent zu blockieren.

Blockieren: Brechen Sie jeglichen Kontakt ab. Antworten Sie nicht auf Mails oder Anrufe des Scammers. Am besten ist es, sich eine neue Mailadresse und Telefonnummer zuzulegen. Gefahr besteht auch für Freunde im sozialen Netzwerk und für alle Kontakte im eigenen Mailadressbuch. Denn die Täter schicken mit ihren Mails meistens auch einen Computervirus mit. Dieser scannt die Daten im Mailadressbuch und erlaubt auch sonst eine Kontrolle über den Rechner der Opfer.

Weitere Infos finden Sie im Internet unter polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming.