Die Anrufer täuschten der Frau am Telefon vor, dass in der Nähe ihrer Wohnadresse Einbrecher festgenommen worden seien und man ihre Anschrift auf einer Liste der Festgenommenen gefunden habe. (Symbolfoto) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Einsatzkräften der Kriminalpolizei aus Calw und Freudenstadt ist vergangene Woche ein Erfolg im Kampf gegen die Betrugsmasche "falscher Polizeibeamter" gelungen. Ein 27-jähriger Tatverdächtiger befindet sich in Untersuchungshaft.

Kreis Freudenstadt - Wie die Staatsanwaltschaft Rottweil und das Polizeipräsidium Pforzheim in einer gemeinsamen Presseerklärung bekanntgaben, hatte eine 85-jährige Frau aus dem Kreis Freudenstadt am vergangenen Donnerstag Anrufe eines vermeintlichen Polizisten sowie eines angeblichen Staatsanwalts erhalten.

Die Anrufer täuschten der Frau am Telefon vor, dass in der Nähe ihrer Wohnadresse Einbrecher festgenommen worden seien und man ihre Anschrift auf einer Liste der Festgenommenen gefunden habe. Durch geschickte Gesprächsführung sowie dem Aufbau von emotionalem Druck brachten die Anrufer die 85-Jährige dazu, einen Geldbetrag von einigen tausend Euro in eine Tasche zu verpacken und außerhalb ihrer Wohnung zu deponieren. 

Verdächtiger in Untersuchungshaft

Nachdem die "richtige" Polizei über die Anrufe informiert worden war, gelang es den Beamten, den Tatverdächtigen festzunehmen, als er die Tasche an sich nehmen wollte. Weiterhin stellten die Einsatzkräfte das Fahrzeug des 27-Jährigen sicher und durchsuchten seine Wohnadresse in Hessen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil wurde der dringend Tatverdächtige dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

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