Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Matthias Hof (von links), Alexander Rabsteyn, Petra Kugele, Bürgermeister Marco Gauger und Stadtbaumeister Volkhard Leetz freuen sich auf den neuen Bürgerservice. Foto: Carsten Knöller

Eine „wirkliche Verbesserung“ für Bürger und Mitarbeiter soll es werden: Deshalb wurde im Cogolin-Zimmer ein neues, umfangreiches Konzept umgesetzt. Und jetzt ist auch klar, wann es dort losgehen soll.

„Wenn wir eine wirkliche Verbesserung für die Mitarbeiter und auch für die Bürger erzielen wollen, dann müssen wir richtig ran gehen“, sagte Bad Wildbads Stadtoberhaupt Marco Gauger bei der Präsentation der neuen Räumlichkeiten des Bürgerservices im Bad Wildbader Rathaus.

 

Im ehemaligen, nicht mehr genutzten Cogolin-Zimmer, wurde ein umfangreiches Konzept von Matthias Hof vom Immobilienmanagement der Stadtverwaltung Bad Wildbad geplant und umgesetzt. Die arbeitstechnisch aufwendigsten Arbeiten erforderten die Verlegung der Kabel von der Decke in den Keller. „Ein paar hundert Meter Kabel waren es schon, bis der historische Stuck an der Decke wieder zu erkennen war“, so Matthias Hof. Große Unterstützung leisteten hierbei die Mitarbeiter des Bauhofes. Aber auch auf die regionalen Handwerker seit stets Verlass gewesen, sodass sich die Kosten in einem moderaten Rahmen hielten, wie der zufriedene Bürgermeister Marco Gauger verlauten ließ.

Moderne Arbeitsplätze

Die drei neuen modernen Arbeitsplätze entsprächen in jeder Hinsicht dem aktuellen Standard. Ob Klimaanlage, Folien an den Fenstern gegen die blendende Sonne oder natürlich auch die schalldämmenden Trennwände, um die Privatsphäre zu wahren – es wurde an alles gedacht, um den Kunden oder Bürgern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Stadtbaumeister Volkhard Leetz ergänzte zudem, dass die Barrierefreiheit zu den drei Beratungsplätzen ebenso gewährleistet ist wie der barrierefreie Zugang zu den Toiletten. Aber auch die Sicherheit der Mitarbeiter habe für die Planer absolute Priorität. Neben dem obligatorischen Sicherheitsabstand haben die Mitarbeiter in extremen Ausnahmefällen auch besondere Rückzugsmöglichkeiten. Auf jedem der vorhandenen Rechner wurde ein besonderes Sicherheitsmeldesystem installiert. „Wir wünschen uns einen verlässlichen Betrieb“, so der Bad Wildbader Rathauschef Marco Gauger.

Auf die Frage, was aus dem Calmbacher Bürgerbüro wird, war dem Bürgermeister zu entlocken, dass das Gewerbe-, Ordnungs- sowie das Standesamt für das Obere Enztal inklusive Höfen und Enzklösterle weiter in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Des Weiteren sei es möglich, auf dem Calmbacher Rathaus weiterhin Formulare abzuholen oder auch abzugeben. Kleinigkeiten, wie zum Beispiel das Abholen der gelben Säcke, sei auch in der Zukunft gewährleistet.

Individuelle Termine

Sollte jemand absolut keine Möglichkeit haben, nach Bad Wildbad in die Sprechstunden des neuen Bürgerservices zu gelangen, bestehe das individuelle Terminangebot für Calmbach. Hauptamtsleiter Alexander Rabsteyn merkte zudem an, dass das Land Baden-Württemberg fieberhaft am digitalen Behördengang arbeitet und vieles auf Grund des Onlinezugangsgesetzes in Zukunft digital zu erledigen sei. „Auch wenn wir noch ein stattliches Programm mit der kompletten Datenverkabelung haben, möchten wir auf jeden Fall noch vor Weihnachten die ersten Bürger in den neuen Räumlichkeiten begrüßen“, so Volkhard Leetz und Matthias Hof.