Sie feiern den Sieg zum beliebtesten Bäcker in Baden-Württemberg: Back-Vize-Weltmeister Patrick Mittmann, Geschäftsführer Alexander Saur und Produktionsleiter Henry Eichholz. Foto: Jürgen Lück

Bäcker Saur aus Horb gewinnt die Wahl zum beliebtesten Bäcker in Baden-Württemberg. Mit Vize-Weltmeister Patrick Mittmann soll jetzt auch Tübingen überzeugt werden.

Wir haben jetzt nicht nur den „Beliebtesten Biergarten Deutschlands“, sondern auch den beliebtesten Bäcker des Südwesten – Bäcker Saur holt Platz eins in der Online-Wahl des Genussmagazins Falstaff.

 

Michael Singer holte 2012 mit dem Horber Rauschbart den Titel „Beliebtester Biergarten Deutschlands“. Er hatte seinem Schulkameraden Alexander Saur noch Wahlkampftipps gegeben. Jetzt sagt Gastronom Singer: „Herzlichen Glückwunsch. Man sieht, dass wir in der Raumschaft Horb tolle Gäste und Kunden haben – wir halten zusammen. Wir lassen uns halt nicht die Butter von der Brezel nehmen.“

Und so geht die Bäckerei Saur frisch gestärkt ins Landratsamt nach Tübingen. Dort ist gleich am Tag nach dem frisch gewonnenen Titel (Freitag, 14. November und Samstag, 15. November) Genussmarkt im Landratsamt. Matthias Saur: „Weil wir eine Filiale in Ergenzingen haben, wurden wir angeschrieben und haben entschieden, mitzumachen. Wir präsentieren das Apfel-Zwiebel-Brot unseres Weltmeister-Teams.“

Kann Saurs Vize-Weltmeister auch in Tübingen überzeugen?

Back-Vizeweltmeister Patrick Mittmann aus Sulz am Eck ist jetzt in der Horber Backstube der Saurs. Mit dem erfahrenen Produktionsleiter und Brotverbesserer Henry Eichholz haben sie ein neues (Bäcker-)Meisterwerk geschaffen.

Der Back-Vize-Weltmeister (Vize 2020 in Rimini, Bronze 2023 in München arbeitet in Saurs Backstube mit „Brotverbesser“ und Produktionsleiter Henry Eichholz. Bäckermeister Henry: „Er hat echt Ahnung. Nicht nur in der Fehleranalyse ist er Weltklasse.“

So sehen Siegen aus: Patrick Mittmann und Nicole Mittmann in München 2023. Damals holten sie bei der Back-WM die Bronze-Medaille. Foto: © GHM/Thomas Plettenberg)

Ein Team. Patrick: „Wir haben daheim noch ein bisschen Landwirtschaft. Henry und ich haben das Apfel-Zwiebel-Brot erschaffen. Mit Sauerteig, der mit Apfelsaft angesetzt ist.“ Henry: „Ich hatte die Idee, das Aroma mit gerösteten Zwiebeln abzurunden.“ Patrick: „Perfekt. Wir fügen noch veganes Porridge mit Hafermilch dazu – das hält das Brot länger frisch.“

Adventsbrötchen sind auch schon in der Entwicklung

Geschäftsführer Alexander Saur: „Patrick ist seit Juni bei uns. Es ist bewundernswert, wie er mit Henry zusammenarbeitet. Die beiden sind gemeinsam richtig kreativ.“

Das gilt nicht nur für den Tübinger Genussmarkt 2025. Spaß, Leidenschaft, Kreativität, Passion und Handwerk der beiden stecken auch in den neuen Adventsbrötchen der Saurs.

Bei der Entwicklungsarbeit: Patrick Mittmann und Henry Eichholz prüfen zwei Varianten der Adventsbrötchen. Foto: Jürgen Lück

Alex Saur: „Die Kunden haben danach gefragt. Patrick und Henry sind intensiv am neuen Produkt dran.“

Bisher gibt es fünf Versionen der Adventsbrötchen von Saur

Henry: „Wir setzen in der Entwicklung auf Cranberries, die sind saftiger als Rosinen.“ Auf dem Tisch sind die verschiedenen Prototypen: Eins „nackt“, das andere mit Mandeln bestreut. Ohne Einschnitt oben rund, ein Einschnitt und zwei Einschnitte. Mattias Saur schneidet eins auf, sagt: „Das ist noch zu trocken. Mandeln gehören zu den Allergenen.“ Sein Bruder Alex: „Ziel ist, die Adventsbrötchen zum ersten Advent zu verkaufen.“

Das zeigt, wie Saur mit der aktuellen Diskussion um Fertigmischungen umgeht. Alexander: „Das gibt es bei uns nicht. Das Team der Brotverbesserer mit Patrick und Henry brauchen wir, um unsere handwerklichen Backwaren laufend in der Qualität zu verbessern.“ Henry Eichholz: „Ich bin doch nicht Bäckermeister geworden, um dem Brot nur hinzuhelfen.“

Wann kommt das Apfel-Zwiebelbrot?

Alexander Saur: „Wir warten erst einmal ab, wie es in Tübingen bei der Verkostung ankommt. Dann kommt die Bürokratie: Wie muss es deklariert werden, dass es in den Verkauf gehen darf? Bei den Adventsbrötchen sind wir da schon weiter.“