Die Flugsportvereinigung Wächtersberg richtete zum sechsten Mal das Jugend-Fly-in des baden-württembergischen Luftfahrtverbands aus und freute sich über rege Teilnahme.
Es gab kein festes Programm und auch keinen Zeitplan, denn das Hauptziel der inzwischen jährlich stattfindenden Veranstaltung ist ein lockeres und gemütliches Zusammentreffen von jugendlichen Luftsportlern aus Baden-Württemberg. Dennoch wurde auf dem Wildberger Wächtersberg vieles geboten.
Im Laufe des Tages reisten rund 80 Teilnehmer an, manche auf dem „Landweg“, die Gastgeber zählten aber auch 25 Gastflugzeuge. Schnell kam ein reger Austausch unter den jugendlichen Fliegern in Gang. Sie knüpften neue Kontakte und pflegten bestehende. Dabei waren Segelflug- sowie Motorpiloten, aber auch Fallschirmspringer und Ballonfahrer.
Calwer schweben an Fallschirmen ein
Der Tag verging sprichwörtlich wie im Fluge. Vom Nachbarverein FSV Sindelfingen stattete die 18-jährige Eva Senne, Segelfliegerin in dritter Generation, dem Treffen mit der JS3 einen Besuch ab. Vom FSC Calw sprangen elf Fallschirmspringer über dem Wächtersberg aus der Absetzmaschine, um dann am Schirm einzuschweben. Am Abend bot Christian Hartmann in der Pilatus B4 Segelkunstflug der Spitzenklasse, was nicht nur wegen der vielen Kunstflugfiguren faszinierte, sondern auch durch die an den Flügelenden befestigte Pyrotechnik, die lange Schweife aus glitzernden Funken hinter sich herzog.
Die Ballonfahrer konnten aufgrund des Windes nicht abheben, boten aber den krönenden Abschluss mit dem Ballonglühen, flankiert von den mit buntem Licht angestrahlten Flugzeugen an der Flightline. Parallel konnten sich die Besucher satt essen und ihren Durst stillen. Manche betätigten sich sportlich und begaben sich auf das Volleyballfeld.
Zahlreiche Pokale vergeben
Pokale gab es auch – unter anderem für das älteste Flugzeug, eine 1944 gebaute Piper L-4H aus Tannheim. Einem Trophäe gab es für die längste Anreise von 504 Kilometern mit dem Segelflugzeug – fünf Stunden Streckenflug mit einem Arcus T im reinem Segelflug von Markdorf über die Alb zum Wächtersberg. Wie im Vorjahr ging ein Pokal an die größte Jugendgruppe (elf Teilnehmer) aus Deckenpfronn. Die größte Anzahl von Vertretern eines Vereins waren die 15 Fallschirmspringer des FSC Calw. Die längste Anreise im Motorflug hatte Dennis Hartmann hinter sich, der aus Hannover kam. Den coolsten Auftritt hatten die Ballonfahrer, und das schönste Flugzeug war die Pilatus B4, mit der Christian Hartmann den Segelkunstflug darbot. Die letzten Pokale gingen an den jüngsten Scheininhaber sowie die Gewinner des Volleyballturniers (FSC Calw).
Der Abend klang aus mit einer Party, bei der zwei DJs für Musik sorgten. Nach einer Nacht auf den von der Freiwilligen Feuerwehr Wildberg bereitgestellten Feldbetten ging es am nächsten Morgen, nach einem gemeinsamen Frühstück, für viele der Teilnehmer zum „Fly-out“.
Jetzt steht der Flugtag an
FSV-Jugendleiterin Helen Knab-Rieger freute sich über die große Resonanz, das Engagement der Jugendgruppe bei Vorbereitung und Durchführung des Fly-in, aber auch über das Vertrauen, das der Verein seinem Nachwuchs entgegen gebracht hat. Die konnte beweisen, dass sie eine solch große Veranstaltung auf die Beine zu stellen vermag. Als nächstes Ereignis steht nun der Flugtag auf dem Wächtersberg am letzten Augustwochenende an.