An der Südseite der Grundschule soll die Mensa angebaut werden. Foto: Horst Schweizer

An der Straßberger Schule reicht der Platz nicht aus. Der Gemeinderat ebnete den Weg zum Bau einer Mensa.

Dass der Platz, vor allem bei den täglichen rund 30 Mittagessen, schon längere Zeit nicht mehr ausreicht, ist der Verwaltung bekannt. Erschwert wird die unbefriedigende Situation durch das in Kraft getretene Ganztagsförderungsgesetz, welches die stufenweise Einführung des bundesweiten Ganztagsanspruchs ab dem Schuljahr 2026/27 vorsieht.​

 

Ab August 2026 haben alle Kinder der ersten Klassenstufe einen Anspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung. Bei den derzeitigen Räumlichkeiten können maximal 18 Kinder miteinander essen, folglich sind zwei Schichten notwendig.

„Cook and hold“-Prinzip

„Die Nachfrage nach Essen geht bei uns genauso in die Richtung nach oben wie bei der Anzahl der betreuten Kinder“, so Bürgermeister Markus Zeiser in einer vergangenen Sitzung des Gemeinderates. Damals ist beschlossen worden, die Möglichkeiten für den Anbau einer Mensa zu prüfen. Die angedachte Lösung stellte Architekt Daniel Hotz nun in der jüngsten Sitzung dem Gemeinderat vor.

Auf der Südseite des Schulgebäudes soll ein eingeschossiger Speiseraum mit einer Grundfläche von 56,36 Quadratmetern angebaut werden. Der geplante Neubau dient als Mensa für 28 Grundschüler nach dem „cook and hold“ Prinzip. Das Essen wird fertig geliefert und Vor-Ort ausgegeben. Der Durchgang soll über den bereits bestehenden Speiseraum erfolgen.

Auf der Ostseite des Bauwerks soll eine Terrasse mit einer Grundfläche von 23,70 Quadratmetern entstehen. Das Pultdach hat eine Dachneigung von 8,5 Grad, darauf wird eine PV-Anlage installiert. Das Grundstück befindet sich im unbeplanten Innenbereich. Aus Sicht der Verwaltung, so Bürgermeister Zeiser, ist das Bauvorhaben zulässig. Im ersten Schritt wurde eine Zustimmung des Gemeinderates zum Bauantrag notwendig, welche dieser einstimmig erteilte. Mit demselben Ergebnis, nachdem Architekt Daniel Hotz die Maßnahme ausführlich vorgestellt hatte, beschloss das Gremium, den Neubau einer Schulmensa beschränkt auszuschreiben. Die Kostenschätzung liegt bei 265.000 Euro.