Gemeinde- und Ortschaftsrat widmeten sich jüngst der Ganztagesbetreuung. Die Elternbeiträge für das kommende Schuljahr sind beschlossen.
Wie Bürgermeister Karl-Josef Sprenger eingangs erklärte, habe das Land je Schüler 4,44 Euro in Aussicht gestellt, was die Verwaltung als gute Entscheidungsgrundlage bewertet. Zuletzt hatte sich der Gemeinderat Schömberg im April 2025 mit der Thematik der Ganztagesbetreuung befasst und in der jüngsten Januarsitzung schließlich den Beschluss gefasst.
Schömberg hatte stündlich 4,12 Euro pro Kind angesetzt. Hauptamtsleiter Joachim Heppler zeigte sich froh darüber, dass das Land von ähnlichen Kosten ausgeht wie die Stauseestadt. Immerhin sollen 68 Prozent der Kosten von Baden-Württemberg getragen werden, fünf Prozent übernimmt die Stadt und der Rest wird über Elternbeiträge finanziert. Dennoch: „Dem Land geht es nicht anders als uns. Sie wissen noch nicht, was die 68 Prozent sind. Im ersten Jahr ist es noch Kaffeesatzleserei.“
Förderung der Erstklässler
Aktuell werden in Schömberg und Schörzingen insgesamt 160 Kinder betreut, 86 Prozent davon Grundschüler. Jedoch sind nicht immer alle Kinder gleichzeitig da, sondern sie verteilen sich auf Zeiträume vor Schulbeginn, während der Mittagspause und nachmittags. Auch die Ferienbetreuung muss bei der Ganztagesbetreuung berücksichtigt werden. Hier waren es in den vergangenen Sommerferien 53 Kinder.
Die Kalkulation geht davon aus, dass der Betreuungsbedarf im Herbst dem derzeitigen entspricht. Erstellt wurde diese vom Haus Nazareth, die die Schömberger Schulen in Sachen Betreuung personell unterstützen wird. Ohne den gesetzlichen Anspruch wurde die Betreuung bisher übrigens relativ günstig ohne Kalkulation angeboten.
Ausweitung auf andere Klassen
Die Kalkulation wird sich jedoch erst konkretisieren, sobald das Konzept tatsächlich umgesetzt wird. Die 68-Prozent-Förderung gilt lediglich für die Erstklässler, da für diese der Rechtsanspruch besteht. Für die anderen Klassen gelten andere Förderprogramme. Am wenigsten bezuschusst werden voraussichtlich die Real- und Werkrealschüler, die immerhin 14 Prozent der zu Betreuuenden ausmachen. Der Rechtsanspruch soll mit der Zeit über die erste Klasse auch auf folgende ausgebaut werden.
Wenn für alle Familien derselbe Beitrag erhoben würde, wären das pro Kind 702 Euro jährlich. Da es jedoch Kinder gibt, die nur einen Teil der angebotenen Betreuungszeiten in Anspruch nehmen, hat sich die Stadt für ein anderes Konzept entschieden. Dieses wurde sowohl vom Ortschafts- als auch vom Gemeinderat in der gemeinsamen Sitzung jeweils einstimmig bestätigt.
Zunächst werden alle Familien angeschrieben
Zunächst werden alle Familien angeschrieben, um den tatsächlichen Bedarf für das Schuljahr 2026/27 absehen zu können. Noch lässt sich der Vertrag mit dem Haus Nazareth nämlich personell nachjustieren. Dieser wird in einer folgenden Sitzung vom Gemeinderat noch abgesegnet.
Die beschlossenen Elternbeiträge liegen ab nach den Sommerferien dann bei 22 Euro monatlich sowohl für „vor Schulbeginn“ als auch „Mittagspause“. Nachmittags fallen 40 Euro monatlich an und für die Ferienbetreuung werden monatlich 30 Euro erhoben.