Der Rohbau des neuen Nagolder Kindergartens steht. Beim Richtfest wird deutlich: Dieses Projekt geht mit nahezu rasender Geschwindigkeit voran.
„Mit Siebenmeilenstiefeln geht es weiter“, sagt Reinhold Fleckenstein in seiner Rede beim Richtfest des Kindergartens im Hasenbrunnen. Die Stiftung seiner Frau und ihm hat das Gebäude finanziert. Erst vor etwa fünf Monaten war der Spatenstich, mit Volldampf wurden Betonbodenplatten verlegt und das Gebäude zu seiner jetzigen und endgültigen Größe aufgebaut. Dabei wird nur Holz verwendet.
„Als Massivholzkonstruktion erstellt, ökologisch und behaglich für wenig Geld, entstand hier, es ist kaum zu sagen, in ganzen dreißig Arbeitstagen“, beschreibt es Zimmermann Daniel Schaible in seinem Richtspruch, an dessen Ende er auf das Haus ein Glas trinkt und dieses dann zerschmettert – Scherben bringen immerhin Glück.
„Wenn dieses Bauwerk fertig ist, steht hier die größte und modernste Kindertagesstätte in Nagold“, schwärmt Oberbürgermeister Jürgen Großmann. Das soll schon bald sein. Bereits im März soll das Gebäude fertig stehen, die ersten Anmeldungen für die Kita gibt es bereits. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Architektin Julia Benz.
Das Holz kommt aus dem Schwarzwald, die Handwerker größtenteils aus Nagold. Dass der Bau so schnell voranschreiten kann, liegt auch an der Fertigbauweise – die Wände kommen samt Löchern fertig aus der Fabrik. An der Baustelle werden die Bauteile dann „nur noch“ zusammengebaut.
Schon mehr als die Hälfte ist geschafft
Mit dem Richtfest ist die Kita bereits mehr als 50 Prozent fertig, im Moment wird die Haustechnik verlegt. Die Räume sind bereits begehbar, die Wände aus glattem, hellen Fichten- und Weißtannenholz. Auch im Rohbau können sich die Besucher des Richtfests – darunter auch viele Nachbarn und Eltern mit Kleinkindern – schon gut vorstellen, wie es später aussehen wird.
Der kirchliche Segen von Pfarrer Matthias Trump geht an alle, die in der Kita sein werden. „Jesus hat die Kinder sehr hoch geschätzt, es wäre sicher in seinem Sinne, eine schöne Kita zu bauen“, meint er mit Verweis auf die biblische Geschichte, in der auch der ikonische Satz „Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich“ fällt.
„Nagold wächst, meine Damen und Herren“, sagt OB Großmann. „Wir werden auch in Zukunft weitere Kinder haben.“ Und für diese entsteht nun eine Tagesstätte, an einer Stelle, wo ursprünglich Wohnungen gedacht waren. Deshalb geht sein Dank auch an die Nachbarn: Die haben zugestimmt, dass die Kinder in ihrem Wohngebiet einen Platz zum Spielen, Lernen und Toben bekommen.