Pfarrer Bernhard Jaeckel (von links), städtische Leiterin Bereich Kinderbetreuung Beate Irion, Ortsvorsteher Helmut Bertsche, Bürgermeisterstellvertreter Heinrich Glunz, Gemeinderat Jürgen Rauch, stellvertretende Kita-Leiterin Sandra Härter, Bauamtsmitarbeiter Jürgen Wenzler, Kita-Leiterin Christina Pauli, Bauleiter Franz Eisele, Bürgermeister Jonathan Berggötz und Gemeinderat Wolfgang Reichmann freuen sich über die in neuem Glanz erstrahlende Kindertagesstätte. Foto: Rainer Bombardi

Am Tag der offenen Tür strahlte die sanierte und erweiterte Kindertagesstätte Funkelstein in Bad Dürrheim-Hochemmingen mit der Sonne um die Wette.

Zahlreiche Besucher waren gekommen, um die für 725 000 Euro erneuerte Kindertageseinrichtung zu besichtigen. Diese stand in Folge der Pandemie und von Lieferengpässen vor unerwarteten Herausforderungen, die dank einer vorausschauenden Bauleitung des Unterbaldingers Franz Eisele und der überwiegend regionalen Handwerksbetriebe im engen Zeitplan von rund einem Jahr Bauzeit erfolgte.

 

Die Baumaßnahme wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Energiestandards und energieeffizienter Technik erledigt. Neu entstand ein Lichtflur im Süden des Gebäudes. Der Küchen- und Lageranbau im Norden sowie der Anbau eines weiteren Ruhe- und Bewegungsraums im Osten sorgen für mehr räumliche Freiheit. Sie ermöglichte eine komplette Neugestaltung in drei gleichwertige Gruppenräume mit dahinter liegenden Intensivräumen und integrierter Ausgestaltung diverser Bildungsbereiche.

Personalraum für die Erzieherinnen

Dank dem Umzug der dritten Gruppe vom Rathaus in den Erweiterungsbau steht für das Erzieherinnenteam erstmals ein eigener und sanierter Personalraum zur Verfügung. Am ehemaligen Standort der Küche ist neu ein Wickelraum. Das Büro der Kita-Leitung ist erstmals kein Durchgangszimmer mehr. Während der Bauzeit waren die Kinder in Containern untergebracht, die mit 155 000 Euro zu Buche schlugen.

Bürgermeister Jonathan Berggötz bezeichnete die Gesamtmaßnahme als ein weiteres Beispiel dafür, dass die Stadt alles unternimmt, um ihre Aufgaben im Bereich der Bildung wahrzunehmen. Er verwies darauf, dass jeder für die Kinder und damit für die Stadt investierte Cent gut angelegtes Geld bedeutet. Erfreut zeigte er sich über die Fördermittel des Bundes und aus dem Ausgleichsstock, die ein Drittel der Gesamtkosten betrugen. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten erfolgte zwar bereits im Dezember 2021, doch auch eineinhalb Jahre später bleibt die Baumaßnahme herausragend. Berggötz hob zudem die funktionierende Zusammenarbeit aller als Basis für das erfreuliche Gesamtergebnis hervor.

69 Kindergartenplätze stehen zur Verfügung

Kita-Leiterin Christina Pauli beschrieb während des Rundgangs die Kindertagesstätte als einen Kindergarten, der für zwei Gruppen mit Kindern ab drei Jahren und einer Gruppe unter drei Jahren ausgelegt ist. Mit der Erweiterung und Sanierung stieg die Kapazität von 57 auf 69 Kindergartenplätze an. Das Defizit für die Stadt beläuft sich gemäß Bürgermeister Berggötz dennoch auf mindestens 50 Kindergartenplätze.