Mitten in Stetten und direkt an einer Bushaltestelle liegt das Grundstück. Foto: Wilfried Selinka

Betreutes Wohnen auf dem „Sonne“-Areal: Der Stettener Ortschaftsrat unterstützt die Initiative der Stadt Haigerloch.

Im Jahre 2016 wurde das Gebäude des früheren Gasthauses „Alte Sonne“ mitten im Ort in der Stettener Straße abgebrochen. Es stammte aus dem 18. Jahrhundert. Die Stadt Haigerloch hatte es einige Jahre zuvor aus privater Hand erworben. Der angebaute landwirtschaftliche Teil wurde in diesen Jahren von verschiedenen Vereinen als Lagerfläche genutzt.

 

Der Erwerb des Gebäudes und die dazugehörenden Freiflächen standen im Ortschaftsrat immer unter der Prämisse, das Gelände für eine innerörtliche Wohnhausbebauung, ähnlich der Stettener Kirchstraße, neu überplanen zu lassen.

Dies geschah dann in der Folge durch die Inkraftsetzung eines entsprechenden Bebauungsplanes. Dieser sieht im vorderen Bereich des „Sonne“-Areals, direkt an der Bushaltestelle, eine mehrgeschossige Wohnbebauung vor, während im hinteren Teil, vom Uhlandweg erschlossen, mehrere Einfamilienhäuser erstellt werden könnten. Dies wurde allerdings noch nicht realisiert, weil in diesem Bereich noch Grundstücksfragen zu klären sind.

Zweigeschossiges Gebäude mit Dachgeschoss möglich

Auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück für den Mehrgeschossbau kann laut Bebauungsplan ein zweigeschossiges Gebäude mit Dachgeschoss errichtet werden. Realisierbar wären rund zehn ein- bis zwei Zimmerwohnungen, wobei für Parkplätze ein gegenüberliegendes Grundstück der Stadt auf der anderen Straßenseite zur Verfügung steht. Seit Jahren stellt sich der Stettener Ortschaftsrat dort ein Gebäude als betreutes Wohnen vor. Auf diesen Zug ist nun laut Ortsvorsteher Julian Higi die Stadt Haigerloch aufgesprungen und hat mit der „Steg“ aus Stuttgart, einer seit 1961 in ganz Baden-Württemberg für Städte und Gemeinden tätigen Stadtentwicklungs-GmbH, Verbindung aufgenommen.

Die „Steg“ setzt konkrete Projekte der Kommunen unter anderem im Bereich von Wohnraumbeschaffung mit Verwaltung und Gemeinderat um. Deshalb wurden inzwischen erste Gespräche geführt. Allerdings würde die von dieser Stelle erarbeitete Planung die Stadt viel Geld kosten. Wie Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck im Ortschaftsrat erklärte, will sie dieses aus bekannten finanziellen Gründen zunächst sparen und versuchen, selbst an entsprechende Investoren als Bauträger heranzukommen.

Ausdrücklich bekräftigte der Ortschaftsrat durch einstimmigen Beschluss, dass das „Filetstück“ in der Ortsmitte einem betreuten Wohnen vorbehalten bleiben soll und unterstützt die Pläne der Stadtverwaltung, für dieses Grundstück Investoren zu gewinnen.

Sobald konkrete Planungen vorliegen, werden diese dem Ortschaftsrat unterbreitet. Wie der Bauamtsleiter weiter mitteilte, ist das Verfahren so mit der „Steg“ abgesprochen.