Auf dem Messegelände in Balingen werden im kommenden Jahr wieder die Lichter leuchten und Fahrgeschäfte stehen. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Das Volksfest Balingen hat einen neuen Betreiber. Nach 28 erfolgreichen Festen gibt Karl Maier die Organisation ab. Doch der neue Festmeister ist kein Unbekannter und mit dem Getümmel in Balingen bestens vertraut.

Fahrgeschäfte, Karussell, Schießstände, Zuckerwatte, Süßigkeiten, deftige Speisen und auch frisch gezapftes Bier. Das hört sich nach dem Volksfest in Balingen an. Und im nächsten Jahr ist es wieder so weit. Zwischen dem 29. Mai und dem 3. Juni 2024 heißt es wieder Spaß für Jedermann auf dem Messegelände in Balingen.

 

Doch bis auf das fehlende Bierzelt, welches es im nächsten Jahr nicht geben werde, werden die Besucher es kaum merken, dass sich etwas geändert hat. Und zwar der Veranstalter.

Seit Beginn des Volksfests in Balingen organisierte und formte Karl Maier, Geschäftsführer der Göckelesmaier Festbetriebsgesellschaft in Stuttgart, das bereits traditionelle Fest. Nach 28 Volksfesten in Balingen gibt Maier nun „sein Kind“, wie es Mathias Klein, der Geschäftsführer der Stadthalle Balingen, scherzhaft nennt, an seinen selbstvorgeschlagenen Nachfolger Michael Hutzelmann weiter.

Maiers Nachfolger kennt sich mit Balinger Rummel schon bestens aus

Hutzelmann ist von klein auf mit dem Betrieb seiner Eltern mit dem Schaustellerleben vertraut. Er war, bis auf eine Ausnahme, jedes Jahr mit dem Betrieb seiner Eltern, welches er nun leitet, auf dem Volksfest dabei gewesen. Somit sind sich sowohl die Betreiber der Stadthalle Balingen Klein und Jörn de Haan, die Stadt Balingen sowie Maier sicher, dass das Volksfest bei einem schon erfahrenen, jungen Betreiber, welcher das Fest und den Platz gut kennt, in den besten Händen liegt. „Man lebt diesen Beruf, man erlernt ihn nicht“, erklärte Hutzelmann.

Stadthallen-Geschäftsführer Klein erläuterte zudem, dass ihnen die Kontinuität der Veranstaltung und die Tradition dahinter wichtig sei.

Die Zeit war für das Balinger Volksfest zu knapp

Der Hintergrund zu der Übergabe liegt in der zeitlichen Abfolge von Maiers Festlichkeiten. Zwischen dem Frühlingsfest in Stuttgart und dem Volksfest in Heilbronn, welche feste Termine haben, liegen nur einige Wochen, in welchen das Volksfest in Balingen und das Weinfest in Göppingen stattfinden.

Dieser Zeitraum war für die Schausteller und das Team von Maier schon immer knapp, um alle Zelte und weiteren Dinge abzubauen und zum nächsten Ort zu reisen, erklärte er. Zusätzlich wurde darauf geachtet, dass ein Feiertag im Zeitraum des Volksfestes lag, damit die Schausteller einen weiteren besucherstarken Tag hatten und es wirtschaftlich rentabler wurde. Wegen der zeitlichen Umstände entschied sich Maier dazu, den Entfall im vergangenen Jahr zu nutzen, um eine Übergabe an Hutzelmann mit der Stadt und ihm zu organisieren.

Im Großen und Ganzen ändert sich durch Betreiberwechsel nichts

Doch was wird sich nun durch den Wechsel ändern? Im Großen und Ganzen nichts, meinte Hutzelmann. Er wolle das Volksfest wie in den vergangenen Jahren fortführen. Bis in ein paar Jahren, werden sicherlich seine Ideen und Vorstellungen einfließen, doch das Gesamtbild wird dasselbe bleiben. Die Fahrgeschäfte und Schausteller, frisches Bier aus dem Biergarten, Süßes und Deftiges gibt es weiterhin. Auch das Feuerwerk werde weiterhin auf der Programmliste des letzten Volksfest-Tages stehen, solange dieses von der Stadt genehmigt werde, sagte Hutzelmann.

Bisher sind die Planungen noch in vollem Gange. Weitere Details zu den Geschäften und der Gastronomie könne er noch nicht nennen, erklärte er. Dies sei erst Anfang des kommenden Jahres möglich.

Doch so viel steht bereits fest: Es wird kein Bierzelt geben.