Auch die Bienen wissen den Doppschen Kakteengarten zu genießen. Foto: Holger Dopp

Das vergangenen Wochenende bescherte dem Horber Kakteengarten bei idealem Wetter einen wahren Besucherstrom.

Mitunter standen 60 bis 70 Personen gleichzeitig in der prallen Sonne und suchten vergeblich Schutz unter den beiden Sonnenschirmen. Am Samstag und am Sonntag besuchten insgesamt weit mehr als 700 Besucher den Garten und bestaunten die ersten großen Blüten der winterharten Kakteen, die zu diesem Zeitpunkt auch von unzähligen Bienen und Hummeln besucht wurden.

 

Bedauerlicherweise wurde die Begeisterung über die winterharten Kakteen und deren Vielfalt deutlich getrübt, weil sich einige Besucher über die erheblichen Zugangsschwierigkeiten zum Kakteengarten beschwert hatten, denn die prächtig und überreich blühenden Rosenbüsche neben der Treppe zum Kakteengarten engten den Aufgang derart ein, dass vor allem ältere Besucher und Familien mit Kindern oftmals gewaltige Probleme hatten.

Wildwuchs an der Treppe liegt außerhalb

Besonders hart erwischte es zwei ältere Damen, die sich nicht nur das Gesicht, sondern auch Hände und Arme zerkratzt hatten. Ein Ehepaar aus Hechingen, das regelmäßig während der Ritterspiele auch den Kakteengarten besucht, zeigte sich einerseits überaus hilfsbereit und versorgte die Wunden der beiden älteren Damen, aber andererseits sparten sie nicht mit Kritik an diesem unkontrollierten ‚Wildwuchs‘ an der Treppe. Es fielen einige recht unfreundliche Sätze, denn die Stadt habe die ‚verdammte‘ Pflicht für die Sicherheit der Besucher Sorge zu tragen.

Die Escobaria missou. Foto: Holger Dopp

Darüber hinaus wurde mehrfach heftig das total verwahrloste Gelände zwischen der Musikschule und dem Kakteengarten kritisiert. Diese völlig mit Unkräutern überwucherte Fläche sei nun wirklich keine Visitenkarte der Stadt Horb und würde äußerst unangenehm auffallen.

Die Escobaria snedd. Foto: Holger Dopp

Keine angenehme Situation für das Ehepaar Gudrun und Holger Dopp, die weder die Möglichkeit noch das Recht hatten, die Treppe zum Kakteengarten frei zu schneiden. Ein praxisnaher Tipp eines Gartenfreundes war, dass die Gärtner der Stadt Horb die kostengünstige Möglichkeit hätten, diese Sträucher einfach hochzubinden, und dann sei die Sache doch erledigt. Der Empfinger versuchte die Verärgerung dadurch ein wenig zu entkrampfen, indem er den Verärgerten und den jeweils Betroffenen einige Pflanzen aus seiner umfangreichen Sammlung anbot, was im übrigen sehr gerne angenommen wurde.

Leicht beschwingte Gruppe aus Frankreich zu Besuch

Für große Heiterkeit sorgte am Sonntag eine größere und schon leicht beschwingte Besuchergruppe aus Frankreich, die in den Kakteengarten stürmte und lautstark ‚Bier und Bratwurst‘ verlangte. Holger Dopp, nicht auf den Mund gefallen, konterte, dass dies kein Problem sei, aber die Teilnehmer dieser Gruppe sollten dann aber mit französischen Francs zahlen. Spontan wurden dann Gudrun und Holger Dopp zu einem gemeinsamen Zug über das Festgelände eingeladen, ein Ansinnen, das die beiden abgelehnt haben, weil sie zum einen keine Zugangsberechtigung zum Festgelände hatten und weil sie zum anderen auch den Kakteengarten und seine Besucher nicht verlassen wollten.